[WestG] [AKT] Die Jerusalemer Schule der Jugend-Aliyah, Dorsten, 23.03.2012

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Mär 22 11:45:19 CET 2012


Von: "Norbert Reichling" <reichling at jmw-dorsten.de>
Datum: 21.03.2012, 21:16


AKTUELL

Die  Jerusalemer Schule der Jugend-Aliyah 
Ein autobiografischer Vortrag von Dr. Melvin Fried

Am Freitag dieser Woche wird im Jüdischen Museum ein 
Lebensbericht über eine Jugend in Israel vorgestellt. Dr. 
Melvin Fried aus Gladbeck wird aus seiner Jugend- und Schulzeit 
in Jerusalem berichten - geprägt von der Organisation Kinder- 
und Jugendaliyah. Dieser Abend richtet sich besonders an 
Jugendliche, Erwachsenen sind aber ebenso willkommen.

"Als ich nach Jerusalem in eine Internatsschule der 
Jugend-Aliyah kam, nahm mein Leben eine neue, prägende Wende - 
wie das vieler anderer Kinder. Meine Schule war ein 
Schmelztiegel der Kulturen. Damals kamen die Kinder meistens 
aus den arabischen Staaten und Polen und seit 1990 bis heute 
vor allem aus der ehemaligen Sowjetunion, Äthiopien, Frankreich 
und Lateinamerika. Meine Schule lag 1960, als ich mit 14 Jahren 
dorthin kam, 4 km von Jerusalems Stadtmitte entfernt, also 
damals noch am Rande der Stadt."

Die Geschichte der Kinder- und Jugend-Aliyah (Aliyath Hanoar) 
wird aus der Erinnerung an die Schulzeit dort geschildert. 1932 
gründete Recha Freier die Kinder- und Jugend-Aliyah in Berlin. 
Junge Menschen aus Deutschland wurden ab 1934 - solange das 
möglich war - nach Palästina geschickt, um in einem Kibbuz 
erzogen und ausgebildet zu werden. Daraus entwickelte sich vor 
und während des 2. Weltkriegs und noch stärker nach der 
Staatsgründung Israels bis heute eine große Organisation zur 
Sammlung und Rettung von jüdischen Kindern und Jugendlichen aus 
zerstörten Familien und prekären sozialen und politischen 
Verhältnissen. Ihre Aufgabe ist die Unterbringung, Erziehung 
sowie die schulische und berufliche Ausbildung mit dem Ziel der 
Eingliederung in die israelische Gesellschaft.

Dr. Melvin Fried, geb. 1946, ist Augenarzt und Politologe. 
Seine Kindheit verbrachte er in England, Frankreich, 
Deutschland, der Schweiz und Israel. Seit 1965 lebt er in 
Deutschland.


INFO

Freitag 23. März 2011 um 18:00 Uhr - bitte die unübliche 
Anfangszeit beachten!!

Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Westfalen

Eintritt: 5 €, für Vereinsmitglieder 4 €, für Schüler/innen 
kostenlos

JÜDISCHES MUSEUM WESTFALEN
Julius-Ambrunn-Str. 1
456282 Dorsten
Tel.: 02362-45279
URL: www.jmw-dorsten.de


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