[WestG] [AKT] Stadt Muenster bringt Rueschhaus ein und stellt Weichen fuer die Stiftungsgruendung

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Mär 22 11:20:49 CET 2012


Von: "Stadt Münster" <info at presse-service.de>
Datum: 21.03.2012, 22:48


AKTUELL

Droste-Stiftung eine große Chance für Westfalen 
Stadt Münster bringt Rüschhaus ein und stellt Weichen für die 
Stiftungsgründung

Bis zum Sommer soll die Gründung der "Annette von Droste zu 
Hülshoff-Stiftung" erfolgt sein. Einen entscheidenden Schritt 
dazu machte jetzt die Stadt Münster: Der Rat entschied in 
seiner Sitzung (am 21. März) den städtischen Eigentumsanteil am 
Haus Rüschhaus in die neue Stiftung einzubringen. "Damit sind 
die Weichen gestellt, dass die Burg Hülshoff, das Geburtshaus 
einer der bedeutendsten Dichterinnen Deutschlands, auf Dauer 
für die Öffentlichkeit erhalten bleibt", sagte Münsters 
Oberbürgermeister Markus Lewe. "Die Stiftung ist eine 
Riesen-Chance für die Region Westfalen."

Um das kulturelle Erbe der Dichterin, deren Novelle "Die 
Judenbuche" zur Weltliteratur zählt, bemühen sich gemeinsam der 
Bund (2,8 Millionen Euro) sowie das Land und der 
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) mit jeweils 4 
Millionen.

Mit dem städtischen Engagement sind die erforderlichen 19,3 
Millionen für die Gründung der Stiftung erreicht. "Das ist ein 
gutes Zeichen für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der 
Stadt und dem LWL", so LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch. 
Weitere Zustifter sind die Kreise Borken, Coesfeld und 
Warendorf, die Gemeinde Havixbeck sowie Unternehmen und 
Privatleute aus Westfalen.

NRW-Stiftung: Aura der Stätten erhalten

Mit 1,6 Mio. Euro erwirbt die Nordrhein-Westfalen-Stiftung das 
Rüschhaus von der neuen Droste-Stiftung, die dieses Geld 
wiederum in ihr Stiftungskapital geben wird. "Das Leben und 
Wirken Annette von Droste-Hülshoffs ist an den originalen 
Schauplätzen zwischen Havixbeck und Münster am besten 
erfahrbar", sagt Jochen Borchert, Präsident der NRW-Stiftung. 
„Uns liegt sehr daran, die besondere Aura dieses Ortes zu 
erhalten.“ Als künftige Eigentümerin werde die NRW-Stiftung 
dazu beitragen, dass das Rüschhaus im Zusammenspiel mit Burg 
Hülshoff attraktiver wird und öffentlich zugänglich bleibt.

Die mächtige Wasserburganlage Hülshoff, bereits im 11. 
Jahrhundert erwähnt, und das unweit gelegene Rüschhaus, 
langjähriger Schreibort der Poetin, ziehen jährlich mehr als 
100 000 Besucher an. Das auch bauhistorisch herausragende 
Ensemble soll gemeinsam mit weiteren Partnern auf Dauer zu 
einem besonderen Literaturort entwickelt werden.


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