[WestG] [AKT] Bildungspartnerschaft mit Archiv besiegelt: Pappelallee-Grundschueler erleben Stadtgeschichte hautnah

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Jun 14 11:38:01 CEST 2012


Von: "Stadt Lippstadt" <info at presse-service.de>
Datum: 13.06.2012, 16:34


AKTUELL

Bildungspartnerschaft mit Archiv besiegelt
Pappelallee-Grundschüler erleben Stadtgeschichte hautnah

Was ist eigentlich ein Archiv und wozu braucht man 
das? Welche Aufgaben hat ein Archivar und wer bestimmt, was im 
Archiv aufbewahrt wird? Fragen über Fragen, die sich unter 
anderem auch die Schüler der Grundschule An der Pappelallee 
gestellt haben. Daraus entstanden ist der Wunsch nach einer 
engeren Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv. Diese wurde mit der 
Unterzeichnung einer "Bildungspartnerschaft Archiv und Schule" 
jetzt offiziell besiegelt. Dazu waren die Schülerinnen und 
Schüler der Klasse 3d mit ihrer Lehrerin Gabriele 
Niemeier-Illies und Schulleiterin Bettina Pichmann ins Archiv 
gekommen.

"Für die Kinder ist es bereits der zweite Besuch im Archiv", 
erzählt Gabriele Niemeier-Illies. Beim ersten Mal hatten die 
Schüler gemeinsam mit Stadtarchivarin Dr. Claudia Becker das 
Archiv erforscht und dabei nicht nur etwas über die Lippstädter 
Stadtgeschichte erfahren, sondern auch alte Urkunden gesehen 
und gelernt, wie ein Archivar entscheidet, welche Dinge 
aufbewahrt werden und welche nicht. "Das Spannendste war für 
die Kinder sicherlich, als sie selbst sortieren mussten", so 
Dr. Claudia Becker über die ersten Praxiserfahrungen der 
Schüler im Archiv. Und genau dieser Praxisbezug soll die 
Bildungspartnerschaft, der eine Initiative des Landes zugrunde 
liegt, ausmachen. "In der dritten Klasse nehmen die Schüler im 
Sachunterricht die Lippstädter Stadtgeschichte durch", erklärt 
Bettina Pichmann. Durch den Besuch und die praktische Arbeit im 
Stadtarchiv werde das theoretische Wissen noch mehr vertieft 
und die Schüler würden früh an die Arbeit und die Möglichkeiten 
im Archiv herangeführt.

Praktisch ging es dann auch beim aktuellen Besuch der Schüler 
zu. Mit Feder und Tinte lernten die rund 20 Schüler unter der 
Anleitung von Dr. Claudia Becker die alte "Deutsche Schrift". 
Die Stadtarchivarin war beeindruckt von ihren gelehrigen 
Schreibschülern, die in dem neu erlernten Sütterlin auch 
schnell einen unschlagbaren Vorteil erkannten: "Das ist eine 
richtig coole Geheimschrift", waren sich alle einig. Wie lange 
sich dieser Vorteil hält, bleibt jedoch abzuwarten, denn die 
neue Bildungspartnerschaft zwischen Schule und Archiv sieht vor,
dass in Zukunft alle dritten Klassen für zwei praktische 
Unterrichtseinheiten das Archiv besuchen. Bis es soweit ist, 
können die Schüler der 3d allerdings noch getrost in ihrer 
neuen Geheimsprache kommunizieren.


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