[WestG] [AKT] Tatort Dorf: Studierende der Universitaet Muenster erforschen die Kriminalitaet im laendlichen Westfalen frueherer Jahrhunderte

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Mo Jun 4 10:44:14 CEST 2012


Von: "Landesgeschichte" <Landesgeschichte at uni-muenster.de>
Datum: 01.06.2012, 12:08


AKTUELL

Tatort Dorf

Studierende der Universität Münster erforschen die Kriminalität 
im ländlichen Westfalen früherer Jahrhunderte und verfassen 
eine Artikelserie für das Landwirtschaftliche Wochenblatt 
Westfalen-Lippe

Eine Frau wird aus Neid der Dorfnachbarn zur "Hexe" erklärt. 
Ein katholischer Priester versteckt seine Konkubine vor 
bischöflicher Kontrolle im Nachbardorf. Bauern lassen ihre 
Friedfertigkeit hinter sich und rücken einem preußischen 
Amtmann mit Knüppeln zu Leibe: Um solche verbürgten Fälle aus 
dem ländlichen Westfalen drehte sich ein Schreibprojekt im 
Rahmen des Masterstudienganges am Historischen Seminar der 
Universität Münster. Unter der Leitung des Historikers Prof. 
Dr. Werner Freitag sowie des Uni-Lehrbeauftragten und 
Redakteurs Gisbert Strotdrees hat eine Gruppe Studierender 
Kriminalfälle in Dörfern Westfalens aufgespürt. Die Texte der 
Studierenden veröffentlicht das Landwirtschaftliche Wochenblatt 
Westfalen-Lippe von dieser Woche an (erstmals am 8. Juni) in 
einer mehrteiligen Artikelserie unter dem Titel "Tatort Dorf".

Der Weg dorthin war lang. So lernten die Studierenden zunächst 
journalistische Darstellungsformen wie Nachricht, Bericht oder 
Kommentar kennen, ehe sie "ihren" Kriminalfällen des Tatorts 
Dorf auf den Grund gingen. Jeweils mittwochs wandelte sich dann 
das Historische Seminar zur Redaktionskonferenz. Dabei tauschte 
sich die Runde über Wilddiebe, prügelnde Kapläne und 
tratschende Dorfbewohner im 17., 18. und 19. Jahrhunderts 
ebenso aus wie über Schreibstile, Satzlängen und veränderte 
Überschriften.

Geleitet wurde das Seminar von einem Duo: Prof. Werner Freitag 
(Abt. Westfälische Landesgeschichte) zeichnete für die 
fachkundige Recherche der historischen Sachverhalte 
verantwortlich. Gisbert Strotdrees, Buchautor und Redakteur 
beim Landwirtschaftsverlag in Münster-Hiltrup, vermittelte den 
Studierenden, wie ein historisches Thema verständlich 
aufbereitet werden kann und was bei der Wahl des Schreibstils 
zu beachten ist.


INFO

URL: www.wochenblatt.com/rubriken/landeskultur


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