[WestG] [AUS] Studioausstellung "Runde Sache(n). Ringe aus Westfalen", Herne, 13.07.-12.08.2012

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Fr Jul 13 10:23:28 CEST 2012


Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 12.07.2012, 14:01


AUSSTELLUNG

Rund, beliebt und vielfältig: Studioausstellung eröffnet 
LWL-Museum für Archäologie bietet "Runde Sache(n)"

Wann verlegt sich der Uni-Hörsaal schon einmal zwischen die 
Museums-Vitrinen? Studierenden der Ruhr-Universität Bochum hat 
der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) jetzt diesen Traum 
erfüllt: Im LWL-Museum für Archäologie Durften sie nicht nur 
die Schätze der Vergangenheit aus nächster Nähe sehen. 25 Ringe 
aus unterschiedlichen Epochen Westfalens haben sie jetzt auch 
jenseits aller Bücher-Theorie eigenhändig so präsentiert, dass 
die Besucher unter dem Motto "Runde Sache(n). Ringe aus 
Westfalen" auf eine ebenso spannende wie schillernde 
Entdeckungsreise gehen können.

Das LWL-Museum für Archäologie stand den angehenden 
Wissenschaftlern bei der Konzeption der ersten eigenen 
Ausstellung zur Seite. LWL-Museumsleiter Josef Mühlenbrock lud 
die Studierenden ins LWL-Museum für Archäologie ein und hielt 
ein Seminar ab, das den Studierenden die Theorie über den 
Aufbau einer Ausstellung, die zu vermittelnden Inhalte und die 
Auswahl der Objekte vermittelte. Das Basiswissen dazu lieferte 
die gleichnamige Publikation von Prof. Torsten Capelle. In dem 
Werk, das ab sofort zu haben ist, wird die 
Entstehungsgeschichte und Bedeutung der Ringe in den 
verschiedenen Zeiten und Kulturen erläutert.

Die Studioausstellung "Runde Sache(n). Ringe aus Westfalen" 
wird am 13. Juli eröffnet und zeigt mit 25 Exponaten, wie 
vielfältig Aussehen, Nutzen und Symbolcharakter dieses weit 
verbreiteten Schmuckstücks in den vergangenen Jahrtausenden 
waren und bis heute in Westfalen sind. Ob klassisch am Finger, 
extravagant in der Nase, ungewöhnlich um den Hals gelegt oder 
schillernd am Fuß und in den Ohren: Neben besonders 
gekennzeichneten Ring-Funden in der Dauerausstellung des 
Museums präsentieren zusätzliche Vitrinen die bedeutendsten und 
schönsten Ringe aus anderen Sammlungen Westfalens.

Torsten Capelle erläutert am Donnerstag, 12. Juli, ab 18 Uhr in 
einem öffentlichen Vortrag "Ringsymbole im frühen Mittelalter". 
Der Eintritt ist frei. Die Teilnehmer sind auch zur 
anschließenden Ausstellungseröffnung eingeladen.

Ringe gehören zu den frühesten Schmuckstücken der Menschheit, 
schon seit langer Zeit werden sie an Finger, Hand- oder 
Fußgelenk, Hals, Arm oder Ohr getragen. Sie dienen jedoch nicht 
immer nur der Dekoration, vielmehr sind sie oft auch 
Statussymbol, Sinnbild für Zusammengehörigkeit, stehen für 
Unendlichkeit oder werden als Zahlungsmittel eingesetzt.

Die Ausstellung gibt Aufschluss über Entstehungsgeschichte und 
Bedeutung des runden Schmucks, zeigt vom kleinen Noppenring der 
frühen Bronzezeit bis hin zum filigran gearbeiteten und reich 
verzierten Ehering des hohen Mittelalters ein breites Spektrum 
an Handwerkskunst und Kultur unserer Vorfahren. Gefunden wurden 
die Stücke im Boden Westfalens. Einst wurden sie dort als 
Grabbeigabe hinterlassen, gingen ihren Besitzern verloren oder 
blieben in einem sicheren Versteck zurück, bis Archäologen sie 
wieder zum Vorschein brachten.

Die Publikation "Runde Sache(n). Ringe aus Westfalen" von 
Torsten Capelle ist das erste Buch der neuen Reihe 
"ZeitSchnitte - Funde und Forschungen im LWL-Museum für 
Archäologie". In dieser Reihe werden künftig Forscher in loser 
Folge über ausgewählte Objekte aus unterschiedlichen Epochen, 
aber auch über Funde und Ausgrabungsergebnisse berichten.

Capelles 80-seitiges Werk stellt 33 Ringe aus knapp 4.000 
Jahren Menschheitsgeschichte vor, die nicht nur in Alter und 
Material variieren, sondern auch in Nutzen, Trageweise und 
Bedeutung.


INFO

Das Buch kann im Museumsshop des LWL-Museums für Archäologie 
sowie unter der ISBN-Nummer 978-3-00-038652-7 (Druckhaus 
Tecklenborg, Steinfurt) bestellt werden.
Verkaufspreis: 9,80 Euro

Studioausstellung "Runde Sache(n). Ringe aus Westfalen"
13.7. bis 12.8.2012
im LWL-Museum für Archäologie


LWL-Museum für Archäologie
Westfälisches Landesmuseum
Europaplatz 1
44623 Herne
Telefon: 02323 946 28-0
Fax: 02323 946 28-33
E-Mail: lwl-archaeologiemuseum at lwl.org 
URL: www.lwl-landesmuseum-herne.de


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