[WestG] [AKT] Schuelerinnen und Schueler erinnern an den Holocaust: Gedenktag mit Buergermeister im Glashaus

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Di Jan 31 11:42:22 CET 2012


Von: "Stadt Herten" <info at presse-service.de>
Datum: 30.01.2012, 15:57


AKTUELL

Schülerinnen und Schüler erinnern an den Holocaust
Gedenktag mit Bürgermeister im Glashaus

"Dass Auschwitz nicht noch einmal sei!" Bürgermeister Dr. Uli 
Paetzel bringt es auf den Punkt. Auch in diesem Jahr hat er am 
Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 
Freitag, 27. Januar, im Glashaus teilgenommen. Mit knapp 300 
Schülerinnen und Schülern der weiterführenden Schulen gedachte 
er der Opfer, die unter dem nationalsozialistischen Regime 
verschleppt, entrechtet, gefoltert und getötet wurden.

Seit 2006 nimmt Herten am bundesweiten Gedenktag teil, im Jahr 
2007 gestaltete erstmals eine weiterführende Schule die 
Veranstaltung. Diesmal erarbeiteten Schüler des Städtischen 
Gymnasiums das Programm, welches einerseits die Erinnerung an 
die Gräueltaten unter der NS-Gewaltherrschaft aufrecht erhalten 
soll, andererseits aber auch mahnt: Antisemitismus und 
Fremdenhass sind auch heute noch Thema.

Nicht zuletzt deshalb appellierte Uli Paetzel an die 
jugendlichen Teilnehmer: "Mir geht es darum, dass auch Schüler 
sich fragen: In was für einer Gesellschaft leben wir?" Auch im 
Jahr 2012 sind noch lange nicht alle Menschen in der 
persönlichen Lage ihre Meinung frei zu äußern oder ihre 
Religion frei zu leben. Der Bürgermeister weiß: "Unsere 
Gesellschaft ist an vielen Stellen ungerecht und unvollkommen." 
Aus diesem Grund müsse man regelmäßig an die vergangenen Taten 
der Nationalsozialisten erinnern und Lehren daraus ziehen.

Mit Musikstücken und Theaterszenen aus dem antisemitischen 
Kinderbuch "Der Giftpilz" haben die Gymnasiasten ein 
denkwürdiges Programm auf die Glashausbühne gebracht. Darüber 
hinaus lasen drei Schüler die persönlichen Geschichten 
jüdischer Zeitzeugen aus Herten vor. Darunter auch die 
Geschichte von Michael Mendlicki und seiner Familie. 
Eindrucksvoll und berührend schilderten die Schüler, unter 
welchen strengen Regeln, menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen, 
Bestrafungen und Schmerzen die Opfer zu leiden hatten.

Hintergrund:
Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, der 
Holocaust-Gedenktag, erinnert bundesweit an die Opfer des 
Nationalsozialismus. Dieser wurde 1996 durch den damaligen 
Bundespräsidenten Roman Herzog eingeführt. Die Wahl fiel auf 
ein Datum, das symbolisch für den Mord an Millionen 
Unschuldiger steht: Am 27. Januar 1994 sind die letzten 
Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz befreit worden.


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