[WestG] [AKT] Ein goldener Pavillon entsteht auf dem Domplatz: Werkstatt und Informationspunkt fuer die "Goldene Pracht"

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Mo Jan 30 08:12:48 CET 2012


Von: "Exzellenzcluster "Religion und Politik"" <religionundpolitik at
uni-muenster.de>
Datum: 27.01.2012, 13:25


AKTUELL

"Ein goldener Pavillon entsteht auf dem Domplatz"
LWL-Landesmuseum: Werkstatt und Informationspunkt für die 
"Goldene Pracht"

Ein goldener Pavillon wird ab Ende Februar auf dem Domplatz in 
Münster auf die Ausstellung "Goldene Pracht. Mittelalterliche 
Schatzkunst in Westfalen" (26.2. – 28.5.2012) hinweisen und mit 
einer Goldschmiedewerkstatt Kinder und Erwachsene neugierig auf 
Kunst und Kultur des Mittelalters machen. Der 
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), die Domkammer der 
Kathedralkirche St. Paulus und der Exzellenzcluster "Religion 
und Politik" der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster 
haben die Ausstellung gemeinsam entwickelt, die am 25. Februar 
eröffnet wird.

"Die Idee, einen Pavillon auf dem Domplatz zu errichten, ist 
zunächst aus der Raumnot geboren", erläutert der Direktor des 
LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Dr. Hermann 
Arnhold. Durch den Neubau des Museums und die zahlreichen 
Leihgaben der Ausstellung "Goldene Pracht" herrscht im Altbau 
am Domplatz Platzmangel. Deshalb musste für die 
Kunstvermittlung ein neuer Raum gesucht werden. "Mit dem 
Pavillon haben wir jetzt eine architektonisch überzeugende 
Lösung gefunden: Der sternförmige Bau bietet Platz für rund 30 
Workshop-Teilnehmer und einen Informationspunkt." Auf dem 
zentral gelegenen Domplatz wird der Pavillon zwischen dem 
Bischöflichen Palais und dem Westportal des Doms errichtet und 
schon von weitem sichtbar sein. "Gleichzeitig verbindet er die 
beiden Ausstellungsorte LWL-Landesmuseum und Domkammer 
symbolisch miteinander", sagt der Direktor der Domkammer, Dr. 
Udo Grote.

Studierende der "münster school of architecture" (msa) haben 
den Pavillon unter der Leitung der Architekten Marc Günnewig 
und Jan Kampshoff entworfen. Insgesamt haben sich mehr als 30 
Studierende monatelang mit dem Projekt "Goldene Pracht" 
beschäftigt. Der Entwurf, der jetzt auf dem Domplatz realisiert 
wird, wurde von einer Jury ausgewählt. Ziel war es, ein Gebäude 
mit Signet-Charakter zu schaffen, das gleichzeitig alle 
Anforderungen an das museumspädagogische Programm erfüllt. Der 
120 Quadratmeter große Pavillon erhält eine Hülle aus goldenem 
Kupferblech und nimmt damit das Thema der Ausstellung visuell 
auf. Das Material für die goldene Fassade stellt die Firma KME 
aus Osnabrück zur Verfügung.

Das Kunstvermittlungsangebot zur Ausstellung "Goldene Pracht" 
richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene: "Der Glanz 
von Gold, Silber und Edelsteinen fasziniert die Menschen. Dies 
ist auch heute trotz allen Wohlstandes noch so", erläutert 
Ingrid Fisch, Leiterin der Kunstvermittlung am 
LWL-Landesmuseum. An diese Faszination knüpfen die Workshops an,
 in denen die Teilnehmer unter Anleitung von Goldschmieden 
arbeiten können, erste Kenntnisse in der Buch- und Glasmalerei 
erwerben oder Schmuckanhänger aus Emaille herstellen. Der 
Pavillon öffnet sich zu allen vier Seiten mit bodentiefen 
Fenstern und erlaubt damit auch Einblick von außen in die 
Goldschmiede-Werkstatt.

Der Pavillon liegt gleich neben dem Wochenmarkt, die 
Marktstände müssen aber nicht weichen. Es fallen jedoch einige 
Parkplätze weg, die die Marktbeschicker im hinteren Teil des 
Domplatzes üblicherweise nutzen. Das LWL-Landesmuseum hat aus 
diesem Grund 20 Parkplätze auf dem Hindenburgplatz angemietet. 
Auf diese können die betroffenen Händler ausweichen. "Wir 
begrüßen den goldenen Pavillon auf dem Domplatz. In vergangenen 
Jahren hat der Wochenmarkt immer von derartigen Kunstaktionen 
profitiert", erklärt Wolfgang Hesse, Vorsitzender der 
Interessensgemeinschaft der Marktbeschicker Münster. "Wir 
glauben, dass die Besucher des Pavillons auch gerne über den 
Markt schlendern werden."

Hintergrund
Die Ausstellung "Goldene Pracht" ist ein Kooperationsprojekt 
des Bistums Münster, des LWL-Landesmuseums für Kunst und 
Kulturgeschichte des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) 
und des Exzellenzclusters "Religion und Politik" der 
Universität Münster. Vom 26. Februar bis 28. Mai 2012 
präsentiert sie auf 1.500 Quadratmetern 300 herausragende Werke 
der Goldschmiedekunst des 10. bis 16. Jahrhunderts. Die 
Kuratoren haben 220 Leihgaben von internationalem Rang 
zusammengetragen. Diesen werden 60 Exponate aus dem Domschatz 
und dem LWL-Landesmuseum gegenübergestellt.


INFO

Weitere Informationen unter:
URL: www.goldene-pracht.de 


"Religion und Politik" - Der Exzellenzcluster der WWU Münster

Im Exzellenzcluster "Religion und Politik" der Westfälischen 
Wilhelms-Universität Münster (WWU) forschen rund 200 
Wissenschaftler aus 20 geistes- und sozialwis-senschaftlichen 
Fächern und elf Ländern. Sie untersuchen das komplexe 
Verhältnis zwischen Religion und Politik von der Antike bis zur 
Gegenwart und von Lateiname-rika über Europa bis in die 
arabische und asiatische Welt. Es ist der bundesweit größte 
Forschungsverbund dieser Art und von den deutschlandweit 37 
Exzellenz-clustern der einzige zum Thema Religionen. Bund und 
Länder fördern das Vorhaben im Rahmen der Exzellenzinitiative 
bis 2012 mit 37 Millionen Euro.


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