[WestG] [AKT] Westfalen heute 20.01.2012
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Fr Jan 20 13:14:56 CET 2012
Von: "Westfalen heute" <nachrichten at westfalen-heute.de>
Datum: 20.01.2012
AKTUELL
Nachrichtenservice Westfalen
Westfalen heute - 20.01.2012
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Westfalen,
NRW, Bottrop, Gelsenkirchen, Herne, Recklinghausen: Freizeit,
Kultur und Medien, Panorama, Tourismus / 20.01.2012 12:00
Kulturhauptstadt-Projekt "Emscherkunst" wird 2013 fortgesetzt
Westfalen (wh). Das größte Projekt des Kulturhauptstadt-Jahres,
die Ausstellung "Emscherkunst.2010", wird 2013 fortgesetzt. Das
gab jetzt Landeskulturministerin Ute Schäfer bekannt. Das Land
wird die Neuauflage der dezentralen Kunstausstellung zwischen
Castrop-Rauxel und Oberhausen mit 1,25 Millionen Euro
unterstützen. Nach einem vorläufigen Konzept zur
"Emscherkunst.2013" soll im kommenden Jahr das
Ausstellungsareal noch erweitert werden. Im Mittelpunkt steht
erneut die Emscherinsel, ein 34 Kilometer langer Landstrich
zwischen Emscher und Rhein-Herne-Kanal. Neben dem Emscherumbau
sollen 2013 die Themen Ökologie und Klimawandel im
Ausstellungskonzept aufgegriffen werden. Dafür will die
federführende Emschergenossenschaft ein weiteres Mal nationale
und internationale Künstler gewinnen, ihre Kunstwerke in
ehemaligen Industrieanlagen, an Schleusen oder auf Brachflächen
zu präsentieren. Bei der ersten Auflage der Emscherkunst
erschufen 40 Künstler 20 Werke, die mehr als 200.000 Besucher
zu Fuß, per Schiff, mit dem Auto oder mit dem Rad erkundeten.
Die meisten Werke wie etwa das "Monument for a forgotten
future" von Olaf Nicolai und Douglas Gordon in Gelsenkirchen,
können bis heute besucht werden.
Weitere Informationen:
http://www.mfkjks.nrw.de/presse/ministerin-schaefer-1-25-millionen-euro-fuer-emscherkunst-bewilligt-12364/
Pressekontakt:
Patricia Bender, Pressestelle Escherkunst, Telefon:
0201/1042670, E-Mail: bender.patricia[at]eglv.de; Ministerium
für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes
Nordrhein-Westfalen, Pressereferat, Telefon: 0211/8372417,
E-Mail: presse[at]mfkjks.nrw.de
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Westfalen,
NRW, Lippe: Kultur und Medien, Panorama, Tourismus /
20.01.2012 10:00
NRW-Tag 2012: Hermannsdenkmal soll zur Werbefläche werden
Detmold (wh). Das Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald soll
anlässlich des NRW-Tags 2012 zur Werbefigur werden. Das plant
der Landesverband Lippe, in dessen Besitz die berühmte Statue
des Cheruskerfürsten Arminius ist. "Wir möchten das
Hermannsdenkmal als Werbefläche zur Verfügung stellen, dafür
laufen derzeit Gespräche mit potentiellen Sponsoren", so
Verbandssprecherin Peggy Pfaff. Der diesjährige NRW-Tag findet
vom 27. bis 28. Mai in Detmold statt. Bereits im Jahr 1999
verwandelte sich das Nationaldenkmal zur temporären Werbefigur,
als dem Cheruskerfürst für drei Wochen ein überdimensionales
Trikot des damaligen Bundesligaaufsteigers Arminia Bielefeld
übergestreift wurde. Auch beim NRW-Tag soll die Vermarktung
einen regionalen Bezug haben. Das zwischen 1838 und 1875
erbaute Hermannsdenkmal ist im Besitz des Landesverbandes Lippe
und gilt als eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten
Deutschlands. Mehr als 500.000 Menschen besuchen jährlich die
Statue, die an die sogenannte "Schlacht im Teutoburger Wald" im
Jahr 9 n. Chr. erinnert.
Weitere Informationen:
http://www.landesverband-lippe.de/index.php?id=15#c1769
Pressekontakt: Peggy Pfaff, Referat für Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit, Landesverband Lippe, Telefon:
05261/250238, E-Mail: p.pfaff[at]landesverband-lippe.de
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Westfalen,
NRW: Politik, Stadtentwicklung, Wirtschaft, Wissenschaft und
Bildung / 19.01.2012 17:00
Hightech-Initiative siegt im Spitzencluster-Wettbewerb: 40
Millionen Euro für OWL
Westfalen (wh). Die Hightech-Initiative "it's OWL" hat sich im
Spitzencluster-Wettbewerb der Bundesregierung durchgesetzt und
damit Fördergelder in Höhe von 40 Millionen Euro gesichert. Der
Zusammenschluss aus 127 Unternehmen, 16 Hochschulen und 30
Organisationen aus Ostwestfalen-Lippe will mit dem Geld in den
nächsten Jahren 45 Forschungs- und Entwicklungsprojekte auf den
Weg bringen. Dabei reicht die Bandbreite von der Produktion
intelligenter Haushaltsgeräte bis zur Herstellung von
Erntefahrzeugen, die eigenständig ihre Umgebung analysieren.
"Es ist eine tolle Sache, dass Ostwestfalen-Lippe damit zur
Königsklasse der Technologieregionen in Deutschland zählt. Die
überregionale Strahlkraft OWLs wird durch diesen Zuschlag
deutlich erhöht", sagte Ortwin Goldbeck, Präsident der
Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen, über die Nachricht
aus Berlin. Professor Jürgen Gausemeier, Vorstand des Heinz
Nixdorf Instituts der Universität Paderborn, erwartet von dem
Erfolg einen "starken Impuls für die Innovationsregion
Ostwestfalen-Lippe". Der Spitzencluster-Wettbewerb wurde unter
dem Motto "Mehr Innovation. Mehr Wachstum. Mehr Beschäftigung"
im August 2007 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung
ins Leben gerufen. In drei Wettbewerbsrunden wählt eine
unabhängige Jury bis zu fünf Spitzencluster aus, die über einen
Zeitraum von maximal fünf Jahren gefördert werden. Neben dem
Zusammenschluss aus Ostwestfalen-Lippe sind in diesem Jahr vier
weitere Cluster aus Ost- und Süddeutschland ausgezeichnet
worden.
Weitere Informationen und Pressefotos:
http://www.bmbf.de/press/3224.php
Pressekontakt: Wolfgang Marquardt, OstWestfalenLippe Marketing,
Telefon: 0521/9673322, E-Mail:
w.marquardt[at]ostwestfalen-lippe.de; Bundesministerium für
Bildung und Forschung, Pressereferat, Telefon: 030/18575050,
E-Mail: presse[at]bmbf.bund.de
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Westfalen,
NRW, Gelsenkirchen: Politik, Soziales, Stadtentwicklung /
19.01.2012 16:00
Interviewserie "Wer entscheidet in Westfalen?": Frank
Baranowski, Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen
Gelsenkirchen (wh). Trotz hoher Arbeitslosigkeit und knapper
Kassen: Frank Baranowski hat Visionen für seine Heimatstadt
Gelsenkirchen. Mehr Familienfreundlichkeit, bessere
Kooperationen mit den Ruhrgebietsstädten und ein
Konjunkturpaket 3 zählen dazu, wie der Oberbürgermeister im
Interview mit "Westfalen heute" erzählt.
Sie engagieren sich für die Einheit des Ruhrgebiets. Wie
wichtig ist für Sie Westfalen? Frank Baranowski: Ich gebe zu,
dass ich bei meiner alltäglichen Arbeit selten in der Kategorie
Westfalen denke. Das Ruhrgebiet als Region kommt da schon
häufiger vor. Natürlich werden die Menschen von der Region, in
der sie leben geprägt, und da gibt es zwischen dem Rheinland
und Westfalen auch deutliche Unterschiede. Dass aber die
kommunale Situation in Gelsenkirchen anders wäre als in Essen,
kann ich nicht feststellen.
Merkt man trotzdem, dass Gelsenkirchen eine westfälische Stadt
ist? Je weiter man in Gelsenkirchen nach Norden kommt, desto
westfälischer wird es. Das hat etwas mit der Geschichte, aber
auch mit der Mentalität der Menschen zu tun. Ab und zu bekomme
ich noch Briefe, bei denen als Absender "Buer in Westfalen"
angegeben ist. Ich selbst wohne im Stadtteil Horst - ungefähr
400 Meter von Essen entfernt. Zugegeben: Wenn ich da die
Stadtgrenze überschreite, fühlt es sich nicht anders an.
Sie fordern schon seit langem eine stärkere Kooperation der
Ruhrgebietsstädte. Es wird immer deutlicher, dass wir einander
brauchen. Das gilt gerade für das mittlere Ruhrgebiet. Trotzdem
gibt es im politischen Geschäft natürlich immer die
Verlockungen der Augenblickserfolge, bei denen
Kommunalpolitiker zum Wohl der eigenen Stadt und eventuell zu
Lasten der Nachbarstadt entscheiden. Davon kann ich mich auch
selbst nicht frei sprechen.
Könnte es für Gelsenkirchen nicht auch ein Gewinn sein, stärker
mit westfälischen Städten zusammenzuarbeiten, die nicht im
Ruhrgebiet liegen? Die meisten westfälischen Städte, wie etwa
Münster, sind eigene Zentren und haben ein Umland. Das Umland
von Gelsenkirchen besteht aus Herne, Herten, Essen, Gladbeck,
Bottrop und Bochum. Das sind alles große Städte, die sich
gegenseitig stark beeinflussen: Da führt jeder Ego-Trip zu
negativen Beeinträchtigungen des Nachbarn. Deshalb sind diese
Kommunen unsere primären Kooperationspartner. Dass es darüber
hinaus auch Gespräche mit Münster gibt, etwa im Bereich von
gemeinsamen Verwaltungsabläufen, versteht sich von selbst.
Eine weitere populäre Forderung von Ihnen ist das Aussetzen der
Solidarzahlungen für den Aufbau Ost bei Städten, die im
Nothaushalt sind. Fast alle Städte im Ruhrgebiet müssen den
Soli über Kredite finanzieren. Das ist ein Unding. Spätestens
wenn die Verträge 2019 auslaufen, sollte das Geld nicht mehr
nach Himmelsrichtungen, sondern nach Bedürfnislage verteilt
werden. Es ist doch eine Überlegung wert, aus dem Finanzvolumen
der Soli-Zahlungen neue Konjunkturhilfen zu machen, eine Art
Konjunkturpaket 3, dessen Mittel die Städte in ihre
Infrastruktur investieren können.
Gelsenkirchen wurde von den negativen Seiten des
Strukturwandels hart getroffen: Die Einwohnerzahl sinkt, die
Arbeitslosigkeit ist hoch. Wie bleibt eine Stadt trotzdem
lebenswert? Die demografische Entwicklung gilt für das ganze
Land und kann nicht von einer einzelnen Stadt umgekehrt werden.
Wir müssen aber dafür sorgen, dass die Abwanderung nicht zu
groß wird. Im Gegenteil: Die Stadt muss so attraktiv werden,
dass die Menschen gerne hierherziehen und wir dann nach einem
Schrumpfungsprozess eine Größe beibehalten, mit der man eine
Stadt gut organisieren kann. Ich verschließe nicht die Augen
vor der Realität, aber man kann dafür sorgen, dass das
Kleinerwerden einer Stadt auch mit mehr Lebensqualität
einhergeht.
Die oft schlechten Nachrichten tragen aber nicht dazu bei,
Menschen in die Stadt zu locken. In der Tat ist es sehr mühsam,
die Klischees über Gelsenkirchen aus den Köpfen der Menschen zu
bekommen. Das kann immer nur im Kleinen funktionieren. Wir
wollen mit überzeugenden Lösungen von uns reden machen, etwa
beim Thema Kinderfreundlichkeit oder bei der Koppelung von
günstigen Wohnbaugrundstücken mit einer guten Infrastruktur.
Wenn uns das gelingt, werden die Menschen auch wieder verstärkt
hierherziehen.
Wie verbringen Sie ihre Freizeit in Gelsenkirchen und in
Westfalen? Ich laufe sehr viel. Das Wegenetz in der Region ist
toll und die Naherholung liegt direkt vor der Haustür. Eine
wunderschöne Strecke ist zum Beispiel die Erzbahntrasse zur
Bochumer Jahrhunderthalle. Ich nutze aber auch das
Kulturangebot. Im Musiktheater im Revier verpasse ich kaum eine
Premiere und direkt bei mir um die Ecke liegt das Schloss Horst
- einer der bedeutendsten Renaissancebauten Westfalens.
Letzte Frage: Wann wird Schalke denn nun endlich Deutscher
Meister? Ich habe ja im letzten Jahr erlebt, wie schön der
DFB-Pokal im Arm liegt. Natürlich wüsste ich jetzt gerne, ob
sich die Schale genauso gut anfühlt. Aber das wichtigste ist
doch, dass Schalke oben mitspielt und im internationalen
Wettbewerb bleibt. Bei allem anderen halte ich es mit Franz
Beckenbauer und sage "schau'n mer mal".
Weitere Informationen und Pressefotos:
http://oberbuergermeister.gelsenkirchen.de/download/default.asp?highmain=0
Pressekontakt:
Martin Schulmann, Pressesprecher Stadt Gelsenkirchen, Telefon:
0209/1692374, E-Mail: Martin.Schulmann[at]gelsenkirchen.de
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