[WestG] [KONF] 7. Kolloquium zur Osnabruecker Stadtgeschichte: 500 Jahre Osnabruecker Rathaus, Osnabrueck, 09.03.2012
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Feb 9 11:53:23 CET 2012
Von: "Karsten Igel" <karsten.igel at uni-muenster.de>
Datum: 08.02.2012, 22:53
KOLLOQUIUM
Arbeitskreis Stadtgeschichte im Verein für Geschichte und
Landeskunde von Osnabrück
Osnabrück 09.03.2012, Rathaus, Ratssitzungssaal
7. Kolloquium zur Osnabrücker Stadtgeschichte:
500 Jahre Osnabrücker Rathaus
Rathäuser stehen als Erinnerungsorte wie als fortdauernde
Sitzungsorte der Stadträte für die lange, bis in das
Spätmittelalter reichende Tradition kommunaler Strukturen.
Wenngleich das von Max Weber gezeichnete Bild der autonomen und
autokephalen Stadt als Ideal nur sehr selten tatsächlich
wirksam war und die Vorstellungen der vormodernen Stadt und
ihres Rates noch immer stark von der Sicht eines liberalen
Bürgertums des 19. Jahrhunderts geprägt sind, so ist die longue
durée der Stadt doch zu betonen, die nach wie vor ein wichtiges
Element auch heutigen städtischen Selbstverständnisses bildet.
Zugleich erscheint es aber notwendig, die damit verbundenen
Geschichtsbilder zu hinterfragen.
So bietet die 500ste Wiederkehr der Fertigstellung des
Osnabrücker Altstadt-Rathauses Anlass für den Arbeitskreis
Stadtgeschichte, sein 7. Kolloquium dem Rathaus und den es
ursprünglich gestaltenden Akteuren zu widmen. Im Mittelpunkt
steht die Frage, vor welchen gesellschaftlichen Hintergründen
es zu dem Neubau kam, der zudem mit einer tiefgreifenden
räumlichen Umgestaltung des städtischen Zentrums verbunden war.
So rücken der Rat und vielmehr die ihn maßgeblich tragenden
Familien natürlich ebenso in den Vordergrund, wie das
Verhältnis von Stadt und Sakralität betrachtet werden muss. Den
Sprung zur Gegenwart vollzieht schließlich der Blick auf die
Restaurierungsgeschichte des Rathauses, das nach 1648 auch zum
Erinnerungsort des Westfälischen Friedens aufgeladen wurde, was
im kulturellen Gedächtnis seine eigentliche Funktion überlagerte.
Anmeldungen bitte bis zum 28. Februar an:
E-Mail: karsten.igel at uni-muenster.de
oder
E-Mail: nicolas.ruegge at nla.niedersachsen.de
Programm:
10.00 Uhr
Grußwort des Oberbürgermeisters
10.30 - 12.45 Uhr
Sabine Reichert (Mainz), Unter dem Schutz der Heiligen -
die Stadt Osnabrück als Sakralgemeinschaft
Karsten Igel (Münster/Osnabrück), Ein Platz für die Herrschaft -
Rathausbau und Platzgestalt
Dietrich W. Poeck (Münster), Der Körper des Rates
13.45 - 15.15 Uhr
Christian Hoffmann (Hannover), Amtskollegen auf Augenhöhe?
Die Bürgermeister Ertwin Ertman und Heinrich von Leden und
ihre Familien
Carolin Sophie Prinzhorn (Bücken), Zur Baugeschichte des
Ledenhofes
15.45 - 17.15 Uhr
Thorsten Heese (Osnabrück), "Silber Geschir, gantz vergüldet" -
Der Osnabrücker Ratsschatz
Hermann Queckenstedt (Osnabrück), "... nistet wieder die
Vergangenheit unter dem schweren Gebälk." Das Osnabrücker
Rathaus im Spiegel seiner Restaurierungen
Abschluss im Friedenssaal
Im Anschluss besteht Gelegenheit, an einer
Ausstellungseröffnung im Kulturgeschichtlichen Museum Osnabrück
teilzunehmen: "Hinter'm Rathaus versteckt - Preußen und
Osnabrück anno 1758. Geschichten vom Krieg, vom Fälschen und
vom Zufall".
INFO
Kontakt:
Schloßstr. 29
49074 Osnabrück
URL: www.verein-fuer-geschichte-und-landeskunde-von-osnabrueck.de
Mehr Informationen über die Mailingliste Westfaelische-Geschichte