[WestG] [AKT] Fuer die Geschichte der Region begeistern: Winfried Semmelmann macht sich fuer die Projektidee "Kulturhistorisches Zentrum Westmuensterland" stark
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Feb 9 11:44:09 CET 2012
Von: "Kreis Borken" <info at presse-service.de>
Datum: 07.02.2012, 10:07
AKTUELL
Für die Geschichte der Region begeistern
Winfried Semmelmann macht sich für die Projektidee
"Kulturhistorische Zentrum Westmünsterland" stark
Kreis Borken. Winfried Semmelmann erinnert sich gut an die
Abenteuer seiner Jugend. "Wir fuhren mit dem Rad nach Holland
und schmuggelten vier bis fünf Stangen Pfefferminzdrops über
die Grenze", erzählt der gebürtige Bocholter. Der Gewinn hielt
sich in Grenzen, aber das Katz-und-Maus-Spiel mit dem Zoll bot
reichlich Nervenkitzel. Der erhöhte Adrenalinspiegel bei Touren
über die Grenze gehört der Vergangenheit an, geblieben ist bei
Semmelmann, der in Borken lebt, das Interesse an den
deutsch-niederländischen Beziehungen. Diesen widmet sich der
71-Jährige heute aber vor allem aus historischer Perspektive.
Semmelmann engagiert sich in der Gesellschaft für historische
Landeskunde des westlichen Münsterlandes, die Forschungen über
die Region zwischen Gronau und Raesfeld, Isselburg und
Schöppingen fördert. Aktuell unterstützt er die Arbeiten an
einem Sammelband, der die Textilgeschichte im Westmünsterland
beleuchten soll. "Die grenzüberschreitende
deutsch-niederländische Geschichte ist aber mein
Herzensanliegen", sagt Semmelmann.
Auch deshalb macht er sich für die Projektidee
"Kulturhistorisches Zentrum Westmünsterland" stark, für die der
Kreis Borken und die Stadt Vreden auf eine Förderung im Rahmen
der Regionale 2016 hoffen. "Ich denke, dass dieses Projekt eine
große Chance ist", erklärt er. Das sagt er vor allem auch mit
Blick auf die pädagogische Seite der Projektidee. Das Zentrum
könne dazu beitragen, Museen und Archive noch stärker zu
außerschulischen Lernorten zu entwickeln, an denen Kinder und
Jugendliche mehr über die Geschichte ihrer Region erfahren
knnen. Dabei werden sie selbst zu Forschern, die alte Fotos und
Dokumente sichten, um mehr über den Alltag im 19. und frühen
20. Jahrhundert zu erfahren. 36 Jahre lang hat Semmelmann am
Gymnasium Remigianum in Borken Geschichte und Deutsch
unterrichtet. Die Förderung von Schülerinnen und Schülern liegt
ihm deshalb besonders am Herzen. Aber auch dem
wissenschaftlichen Nachwuchs böten sich im Westmünsterland
viele Möglichkeiten, ist er überzeugt. Schon jetzt forschten
immer wieder Doktoranden und Geschichtsstudenten von der Uni
Münster zu Themen aus dem Westmünsterland - auch, weil die
Infrastruktur dafür vorhanden sei. "Im Landeskundlichen
Institut Westmünsterland in Vreden gibt es die größte
geschichtswissenschaftliche Bibliothek im Münsterland außerhalb
Münsters", betont Semmelmann. "Je besser wir hier ausgestattet
sind, desto stärker wird das noch zunehmen", ist er überzeugt.
INFO
Weitere Informationen zur Projektidee "Kulturhistorisches
Zentrum Westmünsterland" gibt es im Internet unter
URL: www.kulturhistorisches-zentrum.de.
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