[WestG] [AKT] Vortrag: Christen juedischer Herkunft unter nationalsozialistischer Herrschaft, Dorsten, 26.04.2012
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Di Apr 24 10:29:45 CEST 2012
Von: "Forum Geschichtskultur" <forum at geschichtskultur-ruhr.de>
Datum: 23.04.2012, 11:29
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"
AKTUELL
Vortrag am Donnerstag 26. April 2012 um 19:30 Uhr in Dorsten:
Christen jüdischer Herkunft unter nationalsozialistischer
Herrschaft
Referent: Prof. Dr. Hans-W. Schmuhl (Bielefeld)
Die NS-"Judenpolitik" war durch eine Einheit der Verfolgung,
nicht der Verfolgten gekennzeichnet. Die antijüdischen Gesetze
und Willkürmaßnahmen trafen gleichermaßen Glaubensjuden,
Judenchristen, Atheisten und Agnostiker jüdischer Herkunft -
Christen jüdischer Herkunft waren in den Augen der damaligen
Machthaber Juden wie alle anderen auch.
Diese Gruppe saß also in der Zeit des NS-Regimes zwischen allen
Stühlen: Die jüdischen Kultusgemeinden betrachteten sie als
Abtrünnige, und auch die jüdischen Dissidenten, häufig auf der
politischen Linken heimisch, standen ihnen distanziert
gegenüber. Viele Protestanten und Katholiken schließlich sahen
in den Christen jüdischer Herkunft Mitschwestern und Mitbrüder
"auf Bewährung".
Prof. Dr. Hans-Walter Schmuhl lehrt Geschichte an der
Universität Bielefeld und arbeitet als freiberuflicher
Historiker. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören u.a. die
Geschichte des Nationalsozialismus, insbesondere der
"Rassenkunde", "Eugenik" und "Euthanasie" und die
Diakoniegeschichte. Der Vortrag berichtet über erste Ergebnisse
eines Forschungsprojektes der Evangelischen Kirche von Westfalen.
INFO
Veranstaltungsort:
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Str. 1
Dorsten-Innenstadt (Nähe Bhf.)
Gebühr: 5 €
JüDISCHES MUSEUM WESTFALEN
Tel. 02362-45279
URL: www.jmw-dorsten.de
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