[WestG] [KONF] Zwischen Literaturbetrieb und Forschung - Regionale Literaturarchive heute, Muenster, 01./02.12.2011
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Mi Nov 30 09:23:32 CET 2011
Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 29.11.2011, 15:42
TAGUNG
Zwischen Literaturbetrieb und Forschung - Regionale
Literaturarchive heute
Tagung zum zehnjährigen Bestehen des Westfälischen
Literaturarchivs
Das Westfälische Literaturarchiv beim Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) blickt in diesem Jahr auf sein
zehnjähriges Bestehen zurück. Aus Anlass seines zehnjährigen
Bestehens veranstaltet das Westfälische Literaturarchiv am
kommenden Donnerstag und Freitag (1. und 2.12.) eine Fachtagung.
Um zukunftsweisende Fachkonzepte für regionale Literaturarchive
zu erarbeiten, müssen die Archive im intensiven Austausch
zwischen Literaturschaffenden (den "Produzenten") und der
Wissenschaft (den "Nutzern") stehen. Die Diskussion vor allem
im Hinblick auf die Erwartungen an die Arbeit regionaler
Literaturarchive zu fördern, ist das Hauptanliegen der Tagung,
zu der das Literaturarchiv ca. 50 Experten erwartet.
2001 wurde das Literaturarchiv mit der Übernahme des Nachlasses
des Lyrikers und Büchner-Preisträgers Ernst Meister als
Kooperationseinrichtung der LWL-Literaturkommission für
Westfalen und des LWL-Archivamtes für Westfalen eingerichtet.
Seine Hauptaufgaben sind die Förderung und Verbesserung der
literarischen Nachlasspflege in der Region.
Das Tagungsprogramm
"Brauchen Literaturwissenschaftler regionale Literaturarchive?",
so der Titel des Eröffnungsvortrages von Prof. Hartmut
Steinecke (Paderborn), Vorstandsmitglied der
LWL-Literaturkommission der ersten Stunde, der selbst
zahlreiche Projekte zur Kulturlandschaft auf den Weg gebracht
hat, so das Portal "Jüdische Schriftstellerinnen und
Schriftsteller in Westfalen".
Im ersten Teil der Tagung zum Thema "Profile, Bestände,
Netzwerke" formuliert Eva Maaser (Verband deutscher
Schriftsteller NRW) stellvertretend für Autoren ihre
Erwartungen an regionale Literaturarchive und benennt auch
Anforderungen, die aus einer zunehmend digitalisierten
(Schreib-)Welt erwachsen. Wie stellen sich dazu die regionalen
Literaturarchive auf? Welche Unterlagen gelangen in die
Literaturarchive? Welche Herausforderungen kommen insbesondere
bei der Übernahme von audio-visuellen Quellen und digitalen
Unterlagen auf die Archive zu? Dr. Jochen Grywatsch
(LWL-Literaturkommission für Westfalen, Münster), Dr. Sabine
Brenner-Wilczek (Heinrich-Heine-Institut, Düsseldorf) und Dr.
Peter Hehl (Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg) berichten
hierzu jeweils aus ihren Literaturarchiven.
Der zweite Teil der Tagung am Freitag nimmt schwerpunktmäßig
Fragen der Präsentation, Vermittlung und Nutzung in den Blick.
Literaturwissenschaftler, die als Herausgeber zu den
anspruchsvollsten Nutzern von Archiven gehören, diskutieren den
Stellenwert von Literaturarchiven für die regionale
Literaturforschung und stellen eigene Erschließungs- und
Editionsprojekte vor (Dr. Stefanie Jordans, Aachen; Dr.
Sikander Singh, Saarbrücken). Prof. Dr. Walter Gödden
(LWL-Literaturkommission für Westfalen, Münster) und Dr. Ute
Pott (Gleimhaus Halberstadt) befassen sich in ihren Beiträgen
mit Fragen der zeitgemäßen Präsentation und Vermittlung von
Archivbeständen sowie von Forschungsergebnissen im
Spannungsfeld "zwischen Grundlagenforschung und populärer
Vermittlung".
"Schreibraum 2.0 -Neue Anforderungen an Literaturarchive?", so
lautet das Thema der Abschlussdiskussion, in der eine jüngere
Autorengeneration vertreten durch Oliver Uschmann (Ascheberg )
und Christoph Wenzel (Aachen) einen Blick in die Zukunft wagt.
Das Internet als Publikationsplattform, Kommunikation über
Social Networks - Entwicklungen, die die Arbeit regionaler
Literaturarchive grundlegend verändern wird.
INFO
Es sind noch einige Plätze frei, so dass Interessenten sich
auch noch kurzfristig anmelden können beim LWL-Archivamt für
Westfalen, Tel.: 0251 591-3890 oder per Mail unter
LWL-Archivamt at lwl.org.
Mehr Informationen über die Mailingliste Westfaelische-Geschichte