[WestG] [AKT] Westfalen heute 11.11.2011
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Fr Nov 11 13:02:20 CET 2011
Von: "Westfalen heute" <nachrichten at westfalen-heute.de>
Datum: 11.11.2011, 13:22
AKTUELL
Nachrichtenservice Westfalen
Westfalen heute - 11.11.2011
-----------------------------------------------------------------------------
Westfalen,
NRW, Deutschland, Dortmund: Freizeit, Kultur und Medien,
Panorama, Politik, Soziales, Stadtentwicklung, Tourismus,
Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung / 11.11.2011 12:00
Charta zur Zukunft der Industriekultur verabschiedet
Westfalen (wh). Erhalten statt Abreißen: Die Industriedenkmäler
Nordrhein-Westfalens sollen in Zukunft noch stärker als
Impulsgeber für die Stadtentwicklung gefördert werden. Darauf
verständigten sich jetzt Vertreter der vom Land berufenen
"Arbeitsgruppe Industriekultur NRW" bei der Konferenz
"Industriekultur 2020" im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern in
Dortmund. In einer Charta formulierten sie Empfehlungen und
Selbstverpflichtungen mit dem Ziel, "die internationale
führende Position der Industriekultur in Nordrhein-Westfalen
auch zukünftig zu halten und weiter auszubauen". Konkret geht
es neben dem Erhalt des industriellen Erbes unter anderem darum,
den Industrietourismus zu fördern, ehrenamtliches Engagement
zu stärken und die Industriekultur stärker im Lehrplan von
Schulen zu verankern. Zudem ist geplant, eine Dachmarke
"Industriekultur NRW" zu entwickeln, um die Wahrnehmung des
Themas in Gesellschaft und Politik zu verbessern. In Westfalen
bilden die acht Industriemuseen des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe zentrale Orte der Industriegeschichte.
LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch betonte auf der Tagung: "Es
gilt, junge und ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen,
aber auch Migranten, die unsere Industriegesellschaft mit
aufgebaut haben, stärker in die Arbeit einzubeziehen. Gerade
die authentischen Orte vergangener Arbeit bieten hier ein
großes Potential."
Weitere Informationen und Pressefotos:
http://www.lwl.org/pressemitteilungen/mitteilung.php?urlID=25804
Pressekontakt: Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Tel:
0251/591235; Stefan Grönebaum, Pressestelle
Landeswirtschaftsministerium, Tel: 0211/38431015; Birgit
Ströter, LVR-Pressestelle, Tel: 0221/8097711; Jens Hapke,
RVR-Pressestelle, Tel: 0201/2069495; Dagmar Papajewski,
Pressestelle Stadt Dortmund, Tel: 0231/5024356
-----------------------------------------------------------------------------
Westfalen,
Warendorf: Freizeit, Kultur und Medien, Wissenschaft und
Bildung / 11.11.2011 11:00
Religio-Museum erforscht westfälische Krippenbaukunst
Telgte (wh). Die Krippe ist eines der wichtigsten Symbole der
Weihnacht und fest in der christlichen Tradition verwurzelt.
Die 71. Telgter Krippenausstellung "Ein Stern geht auf" blickt
vom 12. November bis zum 28. Januar auf die aktuelle
westfälische Krippenbaukunst. Der Titel der Ausstellung deutet
nicht nur auf Weihnachten, sondern auch auf die Neugestaltung
des Krippenmuseums und des Museums Heimathaus Münsterland in
Telgte. Diese haben sich kürzlich zum "Religio - Museum für
religiöse Kultur" zusammengeschlossen, um die religiöse
Vielfalt Westfalens im regionalen Zusammenhang darzustellen. Am
28. April 2012 wird das Haus mit diesem deutschlandweit
einzigartigen Konzept neu eröffnet.
Pressekontakt: Dr. Thomas Ostendorf, Museumsleiter Religio,
Telefon: 02504/93120, E-Mail: museum[at]telgte.de
-----------------------------------------------------------------------------
Westfalen,
NRW, Bielefeld, Bochum, Dortmund, Hagen, Münster: Wissenschaft
und Bildung / 10.11.2011 17:00
"Praxis-Check": Private Bochumer Hochschule belegt bundesweiten
Spitzenplatz
Westfalen (wh). Vorbildlich bei der Berufsvorbereitung: Der
Master-Studiengang Betriebswirtschaftslehre an der privaten EBZ
Business School in Bochum hat beim diesjährigen "Praxis-Check"
des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) die bundesweit
höchste Punktzahl erreicht. Insgesamt bewertete das CHE 1540
Bachelor- und Masterstudiengänge der Wirtschafts- und
Ingenieurswissenschaften in Deutschland. Dabei ging es um die
Frage, wie gut die neuen Bologna-Studiengänge auf eine spätere
Berufstätigkeit vorbereiten. Konkret wurde untersucht, wie groß
der Praxisbezug der Studiengänge ist und ob methodische und
soziale Kompetenzen vermittelt werden. Das BWL-Studium an der
EBZ Bochum erhielt 44 von 45 möglichen Punkten und liegt damit
auf Platz eins des Rankings. Ebenfalls in der Spitzengruppe
befinden sich Studiengänge der International School of
Management in Dortmund, der Uni Münster sowie der
Fachhochschulen Südwestfalen, Bielefeld und Münster. Trotz
einiger positiver Bewertungen stellt das CHE in seinem
Praxis-Check fest, dass Bachelor- und Masterstudiengänge
vielfach ihren hohen Anspruch an die Förderung
beschäftigungsrelevanter Fähigkeiten noch nicht erfüllen: "Die
größten Defizite bestehen bei der Vermittlung methodischer und
sozialer Kompetenzen", so das Institut.
Weitere Informationen:
http://www.che-concept.de/cms/?getObject=5&getNewsID=1351&getCB=398&getLang=de
Pressekontakt:
Gero Federkeil, CHE Centrum für Hochschulentwicklung, Telefon:
05241/976130, E-Mail: Gero.Federkeil[at]che-ranking.de; Andreas
Winkler, EBZ Business School, Telefon: 0234/9447609, E-Mail:
a.winkler[at]e-b-z.de
-----------------------------------------------------------------------------
Westfalen,
NRW, Deutschland, Dortmund, Soest: Freizeit, Kultur und Medien,
Panorama / 10.11.2011 16:00
Szene Westfalen: Michael Gantenberg ist der Kopf hinter der
ARD-Serie "Henker & Richter"
Soest (wh). Als WDR-Moderator wurde Michael Gantenberg in den
1990er Jahren bekannt, heute zählt er zu Deutschlands
erfolgreichsten Drehbuchautoren. Komische Stoffe sind sein
Spezialgebiet, so stammen Sitcoms wie "Ritas Welt" und "Alles
Atze" aus seiner Feder. Gerade ist die "Crime & Smile"-Serie
"Henker & Richter" in der ARD gestartet - und die Ideen für die
skurrilen Geschichten aus Westfalens kleinstem Amtsgericht fand
ihr Chefautor vor der eigenen Haustür in Soest. Zwischendurch
schreibt Gantenberg Romane. Seine Säugetierkomödie "Urlaub mit
Esel" wird 2012 für das Kino verfilmt.
Herr Gantenberg, Humor gehört zu ihrem Arbeitsalltag, sind Sie
privat auch ein komischer Mensch? Michael Gantenberg: Ein
fröhlicher, ja. Man muss schon eine gewisse Liebe zur Komik
haben. Ich kenne jedenfalls keinen Menschen, der lustige Dinge
tut, aber eigentlich schwerst depressiv unterwegs ist. Aber ich
bin nicht berufslustig, sondern es gibt auch Tageseinheiten, wo
ich sehr ernst bin und das muss man auch sein. Es gibt nichts
Ernsteres als Comedy - man setzt sich damit einer großen Kritik
aus. Bei einer Comedy wissen alle Menschen sofort, ob sie gut
ist oder nicht. In dem Moment, wo man lacht, ist die Comedy gut,
in dem Moment, wo man nicht lacht, ist sie schlecht - denkt
zumindest der normale Betrachter.
In Ihren Romanen und Drehbüchern schreiben Sie über die
komischen Seiten der Provinz. Ist das eine Nische? Es war eine
Nische und kritisch betrachtet sogar eine große. Da haben sich
mittlerweile einige drauf gestürzt, aber bei mir ist es nicht
nur Nische, sondern eine echte Liebe, denn ich liebe die
Provinz. Ich habe so viel Großstadterfahrung hinter mir, dass
ich jetzt mit Fug und Recht sagen kann: Ich lebe gern in der
Provinz. Ich finde es toll da.
Sie sind in Bochum geboren, was hat Sie denn nach Soest
verschlagen? Es ist immer das gleiche Prinzip: Cherche la
femme. Und bei mir war es eben auch meine Frau, die mich nach
Soest gelockt hat. Dafür bin ich ihr zutiefst dankbar, denn
dort ist es wunderschön.
Und es hat Ihnen gleich gefallen? Das zu behaupten, wäre ein
wenig viel Folklore. Ich habe mich mit Händen und Füßen gewehrt,
weil ich es mir nicht vorstellen konnte, dort zu leben. Es ist
völlig anders als Bochum und ich dachte, ich brauche unbedingt
das Kino um die Ecke und das große Theater. Aber wenn man sich
ehrlich einmal fragt, wie oft man bei einem zur Verfügung
stehenden Theaterangebot dann auch davon Gebrauch macht, ist
das ungefähr genauso häufig, wie bei mir in Soest.
Dort sind auch die Ideen für die Serie "Henker und Richter"
entstanden. Einer meiner Doppelkopf-Freunde ist Richter am
Amtsgericht. Er hat mir sehr viel erzählt über die Praktiken
dort. Er ist auch der juristische Berater der Serie geworden.
Insofern fließt da viel von dem ein, was ich in meinem näheren
Umfeld erlebt oder gehört habe.
Was ist denn so lustig am Leben in der Provinz? Gerade die
Westfalen gelten nicht als sehr humorvoll... Ja, aber ich
glaube, die Komik entsteht aus den Charakteren. Und die sind
hier wirklich sehr eins zu eins. Das Prinzip des Verstellens
ist dem Westfalen sehr fremd. Also entweder ist er völlig stur
oder gnadenlos offen, dazwischen gibt es kaum Grautöne. Und
wenn man da etwas genauer hinguckt, ist das fast schon zwingend
komisch.
Viele Ihrer Kollegen aus der Kreativbranche zieht es nach
Berlin - was hält Sie denn in Westfalen? Mein Vorteil ist: Ich
bin oft zu Hause in meinem Büro, aber auch oft unterwegs in
Berlin, München oder Köln. Ich weiß daher, wie die großen
Städte ticken und es ist dann sehr prickelnd, schön und
charmant, abends auch wieder nach Hause zu fahren. Ich weiß,
wie schön es ist, in der Idylle zu leben.
Sie schreiben nicht nur Komisches, sondern auch Krimis. Ich
habe in der Vergangenheit sehr viele Sitcoms geschrieben, wie
"Ritas Welt", "Nikola", "Mein Leben und ich" oder "Alles Atze".
Aber dann habe ich gemerkt, dass man nicht sein Leben lang
komisch sein muss. Sondern dass es auch andere Dinge gibt. Und
seit einiger Zeit schreibe ich für die ARD und das ZDF Krimis.
Ich habe viele Fälle für die "Unter Verdacht"-Reihe mit Senta
Berger geschrieben und gerade meinen ersten Tatort.
Sie schreiben aber nicht den Dortmund-Tatort? Nein. Leider,
leider nicht. Ich würde ihn sehr, sehr gerne schreiben, aber
die ersten Fälle sind schon verteilt und in fester Feder. Ich
bin trotzdem fest überzeugt, dass in der gesamten
Tatort-Landschaft der Dortmund-Tatort wirklich fehlte und gut
funktionieren wird.
Weitere Informationen und Pressefotos:
http://www.michaelgantenberg.de/media.htm
-----------------------------------------------------------------------------
Westfalen heute wird herausgegeben vom Nachrichtenservice
Westfalen, einem Projekt der LWL-Kulturstiftung. Die
redaktionelle Verwendung der Beiträge ist honorarfrei.
Aktuelle Meldungen
... auf unserer Internetseite: http://www.westfalen-heute.de
... als RSS-Feed: http://www.westfalen-heute.de/rss.php
... bei Twitter: http://twitter.com/westfalen_heute
Annette Kiehl & Alexander Kruse
Piusallee 4 - 48147 Münster
T 0251 - 144 96 -39 / -43
F 0251 - 144 96 42
M 0170 - 30 710 36
Mehr Informationen über die Mailingliste Westfaelische-Geschichte