[WestG] [AKT] Westfalen heute 13.05.2011

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Fr Mai 13 14:13:25 CEST 2011


Von: "Westfalen heute" <nachrichten at westfalen-heute.de>
Datum: 13.05.2011, 13:47


AKTUELL

Nachrichtenservice Westfalen
Westfalen heute - 13.05.2011


-----------------------------------------------------------------------------

Westfalen, Bielefeld, Dortmund, Siegen-Wittgenstein: Kultur und 
Medien, Politik, Wirtschaft / 13.05.2011 12:00

Museen in Westfalen: Geteiltes Echo auf Finanzklagen des 
Deutschen Museumsbundes

Westfalen (wh). Die Klage des Deutschen Museumsbundes (DMB) 
über immer knapper werdende Finanzen vieler Museen trifft in 
Westfalen auf ein geteiltes Echo. Die Etats der DASA Dortmund, 
des Museums für Gegenwartskunst Siegen und der Kunsthalle 
Bielefeld sind in den vergangenen Jahren konstant geblieben. 
Trotzdem unterstützen die Häuser die Forderung des DMB nach 
mehr Unterstützung durch öffentliche Träger. "Die Politik muss 
sich zu den Museen bekennen. Hier wird gesellschaftlicher 
Zusammenhalt produziert, der für eine demokratische 
Gesellschaft existentiell wichtig ist", sagt die Direktorin des 
Siegener Museums für Gegenwartskunst, Dr. Eva Schmidt. In ihrem 
Haus hat sich der Etat in den vergangenen Jahren leicht nach 
oben entwickelt - allerdings aufgrund kontinuierlicher 
Zustiftungen der Mäzenin Barbara Lambrecht-Schadeberg. Deren 
Peter Paul Rubens-Stiftung deckt derzeit 80 Prozent der 
Museumskosten. Die Geschäftsführerin der Kunsthalle Bielefeld, 
Dr. Jutta Hülsewig-Johnen, reagiert zurückhaltend auf die 
Klagen des DMB: "Wir sind zwar finanziell nicht auf Rosen 
gebettet, aber die Finanzsituation ist verlässlich und 
überschaubar." So werde der Etat ihres Hauses jeweils auf fünf 
Jahre festgelegt. Am Ende dieser Planungsperioden verhandeln 
die Stadt Bielefeld, die Sparkasse Bielefeld sowie die 
Kulturstiftung Pro Bielefeld als Gesellschafter der Kunsthalle 
jeweils einen neuen Betriebskostenzuschuss. "Wir werden sehen, 
was die Zukunft bringt. Natürlich wünschen wir uns mindestens 
auf dem gegenwärtigen Niveau weiter arbeiten zu können", so 
Hülsewig-Johnen. Zustimmung für den Appell des Deutschen 
Museumsbundes gibt es von Seiten der Arbeitswelt-Ausstellung 
DASA in Dortmund: "Als DMB-Mitglied unterstützen wir die 
Forderung an die Politik, den gesellschaftlichen und 
volkswirtschaftlichen Gewinn der Kultur für den Standort 
Deutschland zu unterstützen", sagt DASA-Leiter Dr. Gerhard 
Kilger. Allerdings verweist er auf die Sonderstellung seines 
Hauses: "Die deutschen Museen sind aufgrund der Kulturhoheit 
Sache der Länder und Kommunen. Die DASA gehört jedoch zum 
Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales,
 demnach zum Bund, und ist insofern mit der Finanzentwicklung 
anderer Einrichtungen nicht vergleichbar." Unter dem Motto 
"Museum nachgefragt: Positionen - Erwartungen - Perspektiven" 
fand in dieser Woche die Jahrestagung des Deutschen 
Museumsbundes in Magdeburg statt. DMB-Präsident Volker Rodekamp 
klagte hinsichtlich der Finanzlage vieler Häuser bereits im 
Vorfeld über einen Auszehrungsprozess. An die öffentlichen 
Träger appellierte er, Museen nicht zu Opfern kurzfristiger 
Sparzwänge zu machen, sondern sie als Bewahrer des kulturellen 
Gedächtnisses zu unterstützen.

Weitere Informationen zur DMB-Jahrestagung: 
http://www.museumsbund.de/de/aktuelles/presse/ 

Pressekontakt: Deutscher Museumsbund, Telefon: 030/84109517, 
E-Mail: office[at]museumsbund.de; Monika Röttgen, Pressearbeit 
DASA Dortmund, Telefon: 0231/90712436, E-Mail: 
roettgen.monika[at]baua.bund.de; Christiane Heuwinkel, 
Pressearbeit Kunsthalle Bielefeld, Telefon: 0521/329995017, 
E-Mail: heuwinkel[at]kunsthalle-bielefeld.de; Judith Frey, 
Pressearbeit Museum für Gegenwartskunst Siegen, Telefon: 
0271/4057710, E-Mail: frey[at]mgk-siegen.de

-----------------------------------------------------------------------------
Westfalen,
 NRW, Soest: Stadtentwicklung, Tourismus, Wirtschaft / 
12.05.2011 16:00

Agrotourismus in Südwestfalen: Angebote müssen besser 
vermarktet werden

Westfalen (wh). Um die wirtschaftlichen Potentiale des 
Landtourismus in Südwestfalen besser auszuschöpfen, müssen 
regionale Tourismusorganisationen ihre Kräfte bündeln und enger 
zusammenarbeiten. Das geht aus einer Analyse des Instituts für 
Green Technology und Ländliche Entwicklung an der 
Fachhochschule Südwestfalen hervor. Laut der Studie ist davon 
auszugehen, dass in Südwestfalen sowohl die Zahl der 
Landurlauber als auch der Anbieter künftig stagniert oder 
rückläufig ist. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, 
empfiehlt die Studienverantwortliche Dr. Luisa Vogt, das Image 
der Tourismusangebote zeitgemäßer zu gestalten und mehr Energie 
in die Kommunikation und Vermarktung des Landurlaubs zu 
investieren. "Unsere Untersuchung hat gezeigt, dass etliche 
Informationsbroschüren und Internetportale zum Agrotourismus 
als altbacken eingeschätzt werden", so Vogt. Es gäbe aber auch 
zahlreiche positive Beispiele wie etwa die Kooperation von 
Urlaubsbauernhöfen "Schmallenberger Kinderland", deren 
Bettenauslastung in den vergangenen Jahren stark gestiegen ist. 
Luisa Vogt: "Die Situation in Südwestfalen ist von Extremen 
geprägt: Es gibt hervorragend positionierte Betriebe, aber auch 
Anbieter, deren Angebot nicht mehr wettbewerbsfähig ist." 
Agrotourismus gilt als wirtschaftliche Entwicklungschance in 
abgelegenen Regionen mit attraktivem Landschaftbild. In den 
Jahren 2006 bis 2008 nutzten 2,1 Millionen Deutsche 
agrotouristische Angebote wie "Urlaub auf dem Bauernhof".

Pressekontakt: Dr. Luisa Vogt und Dr. Ralf Biernatzki, 
Instituts für Green Technology und Ländliche Entwicklung an der 
Fachhochschule Südwestfalen, Telefon: 02921/378151, E-Mail: 
vogt[at]fh-swf.de und r.biernatzki[at]fh-swf.de

-----------------------------------------------------------------------------
Westfalen,
 NRW, Borken: Freizeit, Kultur und Medien / 12.05.2011 15:00

Kutschenmuseum zeigt alte Kinderspiele aus Westfalen

Gescher (wh). Ziegenknochen statt Playstation: In der 
Ausstellung "Wer macht mit…? Alte Kinderspiele aus Westfalen" 
präsentiert das Museumsamt des Landschaftsverbandes 
Westfalen-Lippe (LWL) Spielzeuge aus dem vergangenen 
Jahrhundert. Die ab Sonntag im Alten Kutschenmuseum Gescher 
geöffnete Schau zeigt dabei anhand von über 100 Exponaten, dass 
antikes Spielzeug keineswegs immer aus wertvollen 
Porzellanpuppen und aufwendig geschnitzten Schaukelpferden 
bestand. Die meisten Kinder vertrieben sich die Zeit mit 
selbstgemachten Gegenständen oder improvisierten 
Geschicklichkeitsspielen, wie etwa dem "Bickeln", bei dem 
Fußgelenk-Knochen von Schafen oder Ziegen zum Einsatz kamen. 
Bis zum 3. Juli ist die LWL-Ausstellung in Gescher zu sehen. 
Danach geht sie auf Wanderschaft durch sieben weitere Museen in 
Westfalen.

Weitere Informationen und Pressefotos: 
http://www.lwl.org/pressemitteilungen/mitteilung.php?24344 

Pressekontakt: Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 
0251/591235, E-Mail: presse[at]lwl.org

-----------------------------------------------------------------------------

Westfalen heute wird herausgegeben vom Nachrichtenservice 
Westfalen, einem Projekt der LWL-Kulturstiftung. Die 
redaktionelle Verwendung der Beiträge ist honorarfrei.


Aktuelle Meldungen
... auf unserer Internetseite: http://www.westfalen-heute.de 
... als RSS-Feed: http://www.westfalen-heute.de/rss.php 
... bei Twitter: http://twitter.com/westfalen_heute 

Annette Kiehl & Alexander Kruse
Piusallee 4 - 48147 Münster
T 0251 - 144 96 -39 / -43
F 0251 - 144 96 42
M 0170 - 30 710 36


Mehr Informationen über die Mailingliste Westfaelische-Geschichte