[WestG] [KONF] Industriekultur 2020. Positionen und Visionen fuer Nordrhein-Westfalen, 11./12.11.2011

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Jul 7 09:38:41 CEST 2011


Von: "Susanne Abeck" <susanne.abeck at t-online.de> 
Datum: 06.07.2011, 11:02 


TAGUNG

Industriekultur 2020. Positionen und Visionen für 
Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen ist in den letzten Jahrzehnten eine 
weltweit einmalige industriekulturelle Landschaft entstanden; 
mit Industriemuseen, denkmalgeschützten 
Erinnerungsstätten der Industriearbeit, Symbolen des 
Strukturwandels und Spielstätten für die Kultur. Die 
Industriekultur ist ein Alleinstellungsmerkmal für ganz NRW, 
dessen Stärken in ihrer authentischen Substanz sowie in ihren 
Themen und Angeboten für Kultur, Bildung und Tourismus in einem 
bis heute vitalen Industrieland liegen.

Vor diesem Hintergrund führen die Akteure der Industriekultur 
in Nordrhein-Westfalen am 11. und 12. November 2011 gemeinsam 
die Tagung "Industriekultur 2020. Positionen und Visionen für 
Nordrhein-Westfalen" durch und diskutieren mit Vertretern und 
Vertreterinnen aus den Bereichen Kultur, Bildung, Politik, 
Wissenschaft und Touristik über Gegenwart und Zukunft der 
Industriekultur.

Vier Leitfragen stehen am ersten Tag im Mittelpunkt: Welche 
Rolle kommt der Industriekultur in Zukunft zu, über ihre 
Bedeutung für die Identitäten von Teilregionen wie dem 
Ruhrgebiet hinaus, als ein Alleinstellungsmerkmal eines 
Kernlandes der Industrie? Welche Funktion kann die 
Industriekultur im Spannungsfeld ökonomischer Interessen und 
kultureller Belange für die Entwicklung der Kommunen und 
einzelner Regionen im Prozess des Strukturwandels einnehmen? 
Wie kann die Vielfalt dieser industriekulturellen Landschaft in 
ihrer ganzen Bandbreite vom Weltkulturerbe bis zum 
bürgerschaftlichen Netzwerk nachhaltig gesichert und 
konsolidiert werden? Wo verortet sich Industriekultur im 
Konzert der kulturellen Angebote, im Spannungsfeld von Event- 
und Erinnerungskultur, wo liegen dabei Zukunft und Rolle der 
klassischen Industriemuseen?

In den Sektionen des zweiten Tages öffnet sich die 
Industriekultur dem interdisziplinären Dialog mit Denkmalpflege 
und Kunst, Wissenschaft und Schule, um ihre Zukunftspotentiale 
auszuloten und zu klären, wie der Schritt von der Bewahrung der 
industriellen Erinnerungskultur hin zur Teilnahme an der 
Gestaltung der postindustriellen Gegenwart und Zukunft erfolgen 
kann. Die Sektionen beschäftigen sich mit den Industriemuseen 
als Lern- und Bildungsorte in einer durch kulturelle Vielfalt 
geprägten postindustriellen Gesellschaft, mit den für die 
Industriekultur charakteristischen regionalen und 
internationalen Netzwerken, mit nachhaltigen Trägerstrukturen 
sowie mit dem Industriedenkmal als Ressource und Potential. Den 
roten Faden bildet dabei die Frage nach kritischer Bilanz und 
anschlussfähiger Weiterentwicklung.

Ein zentrales Ergebnis der Tagung soll die Verabschiedung einer 
gemeinsamen Erklärung über die künftige Entwicklung der 
Industriekultur in Nordrhein-Westfalen werden. "Industriekultur 
2020" richtet sich an die kulturpolitischen Akteure in 
Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus an Vertreter und 
Vertreterinnen aus der Politik, der Museumsszene, Schulen und 
anderen Bildungseinrichtungen, an Denkmalpfleger, Städtebauer 
und Touristiker, Fachwissenschaftler und Studierende sowie an 
interessierte Laien, Angehörige industriekultureller 
Initiativen und Geschichtsvereine.
 
Programm: 
Sektion 1: Industriekultur im Spannungsfeld äußerer Ansprüche
Sektion 2: "Flagschiffe" versus Netzwerke der Industriekultur
Sektion 3: Industriekultur zwischen Geschichtsvermittlung und 
Eventkultur
Sektion 4: Wege und Visionen
Sektion 5: Innovation durch Partizipation. Industriemuseen in 
der postindustriellen Gesellschaft, Tagungsort: Zeche Zollern
Sektion 6: Industriekultur(-netzwerke) in den Regionen - am 
Beispiel des Bergischen Landes (mit Fahrt ins Bergische Land)
Sektion 7: Das Industriedenkmal als Ressource und Potential, 
Tagungsort: Dortmunder U (mit Exkursion zur Kokerei Zollverein)


Veranstalter sind das Land NRW, die Landschaftsverbände LVR und 
LWL, der Regionalverband Ruhr (RVR), die Stadt Dortmund, 
Partner und Sponsoren die Stadt Essen, die Stiftung 
Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, das Netzwerk 
WasserEisenLand, TICCIH und die LWL-Kulturstiftung.
 
Teilnahmegebühr: 50 EUR / erm. 20 EUR (für Studierende) 
 
Anmeldeschluss: 20.10.2011 
 
Anmeldung unter: www.industriekultur2020.de 


INFO

Veranstaltungsdaten: 
Tagung: Industriekultur 2020. Positionen und Visionen für 
Nordrhein-Westfalen


Datum: 11. und 12.11.2011
Veranstalter: das Land NRW, die Landschaftsverbände LVR und LWL,
der Regionalverband Ruhr (RVR), die Stadt Dortmund, Partner 
und Sponsoren die Stadt Essen, die Stiftung 
Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, das Netzwerk 
WasserEisenLand, TICCIH und die LWL-Kulturstiftung
URL: http://www.industriekultur2020.de 

Kontakt:
Dr. Dagmar Kift
LWL-Industriemuseum
Grubenweg 5
44388 Dortmund
Tel.: 0231 6961-140
Fax: 0231 6961-114
URL: http://www.industriekultur2020.de


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