[WestG] [AUS] Kunst und Kultur im Montanwesen des 16. bis 20. Jahrhunderts, Wenden, 30.01.-21.08.2011

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Jan 27 10:52:11 CET 2011


Von: "Monika Löcken" <m_loecken at kreis-olpe.de> 
Datum: 26.01.2011, 12:16 


AUSSTELLUNG

Museum Wendener Hütte 
Am Sonntag, dem 30. Januar 2011 wird um 11:00 Uhr die 
Ausstellung "Kunst und Kultur im Montanwesen des 16. bis 20. 
Jahrhunderts" eröffnet.
 
Kunst und Kultur im Montanwesen 
Montanwesen meint Bergbau und Lagerstättenwesen, das 
Hüttenwesen im Bereich Metalle, Salze oder Erden sowie 
Metallurgie. Diese wichtigen Gewerbezweige haben sich als 
kulturbildende Kraft in Märchen und Sagen, Liedern und Bräuchen 
und natürlich in Kunstwerken mannigfaltig niedergeschlagen.

Die Ausstellung zeigt die Vielfalt dieser Kunstäußerungen, die 
entweder einzelne Bereiche des Montanwesens direkt abbilden 
oder die Verarbeitungstechniken ansprechen. Dabei handelt es 
sich sowohl um Kunst aus dem kirchlichen als auch um profanen 
Bereiche, um kunstgewerbliche Gegenstände, wie Ehrengeschenke, 
Fahnen, Münzen, oder aber um Arbeitsgeräte, wie 
Markscheidergeräte, Grubenrisse oder Uniformen.

Im Mittelpunkt unserer Ausstellung stehen jedoch Graphiken aus 
dem Bestand des Museums. Es handelt sich um Drucke, die aus der 
technologischen Literatur des 16. bis 19. Jahrhunderts stammen. 
Im Mittelalter dienten Abbildungen von Arbeitssituationen 
zunächst nur zur Illustration von Texten und erst im 15. 
Jahrhundert gewinnen Abbildungen technischer Vorgänge eine 
eigene Bedeutung. Eigenen Informationswert enthalten sie in 
Weltbeschreibungen wie zum Beispiel der "Chosmographia" des 
Sebastian Münsters, die auch die Darstellung von Bergbau und 
Handwerk behandelten.

Eine zentrale Gruppe von technologischen Werken stellen die 
sogenannten Ständebücher dar. Ein frühes Beispiel sind die 
Holzschnitte des Jost Amman aus dem Jahre 1569, die zusammen 
mit den Versen von Hans Sachs bereits detaillierte Einblicke in 
die handwerklichen Techniken geben.

Der Verleger Christoph Weigel gibt etwas 100 Jahre später kurze 
Berufsbeschreibungen, die die Geschichte der Berufe und eine 
knappe Darstellung der Arbeitsvorgänge liefern. Vor allem wegen 
der Abbildungen und der sachlichen Prosatexte bilden Weigels 
Schriften für die Kameralisten seiner Zeit eine Art Handbuch, 
aus dem sie ihre Kenntnisse der Berufe und Handwerke entnehmen 
konnten. Im Gegensatz dazu stehen die moralisierenden Verse 
unter den Bildern. Sie stammen aus der Feder des 
Kapuziner-Predigers Ulrich Megerle, der als Abraham a Santa 
Clara bekannt wurde. 


INFO

Die Ausstellung wird bis zum 21. August 2011 im Museum 
gezeigt. 


Museum Wendener Hütte
Hochofenstraße 6
57482 Wenden
 
Öffnungszeiten im Winter: 
dienstags bis sonntags 
14:00 bis 17:00 Uhr 
und nach Vereinbarung 
 
ab dem 01.April: 
dienstags bis sonntags 
15:00 bis 18:00 Uhr 
und nach Vereinbarung 
 
 
Infos unter  
Tel.: 02761-81401, 81752 
URL: www.museum-wendener-huette.de


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