[WestG] [AKT] Prof. Dr. Hubert Wolf editiert weiterhin Berichte des vatikanischen Nuntius Eugenio Pacelli

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Mo Jan 24 10:26:18 CET 2011


Von: "Pressestelle der WWU Münster" <pressestelle at uni-muenster.de>
Datum: 21.01.2011, 18:30


AKTUELL

Prof. Dr. Hubert Wolf editiert weiterhin Berichte des 
vatikanischen Nuntius Eugenio Pacelli

Erfolgreiches DFG-Projekt mit Münsteraner Kirchenhistoriker 
wird um drei Jahre verlängert

Der Münsteraner Kirchenhistoriker Prof. Dr. Hubert Wolf und 
sein Team können drei weitere Jahre lang die Berichte des 
ehemaligen vatikanischen Nuntius in Deutschland, Eugenio 
Pacelli (1876-1958), wissenschaftlich aufbereiten und im 
Internet editieren. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) 
verlängerte jetzt das 2008 begonnene Projekt "Kritische 
Online-Edition der Nuntiaturberichte von Eugenio Pacelli 
(1917-1929)".

Für Professor Wolf sind die vertraulichen Berichte Pacellis 
gerade für die Jahre zwischen den Weltkriegen genauso 
aufschlussreich wie die von Wikileaks unlängst veröffentlichten 
diplomatischen Depeschen. Der Nuntius habe etwa Kaiser Wilhelm 
II. nach einem Treffen als "überspannt und nicht ganz normal" 
bezeichnet. Die Nuntiaturberichte aus dem Jahr 1917 sind unter 
www.pacelli-edition.de bereits einsehbar, der Jahrgang 1918 
folgt im Februar.

Eugenio Pacelli schrieb nicht nur über die Lage der 
katholischen Kirche, sondern auch über die Politik und die 
gesellschaftliche Entwicklungen in Deutschland und Europa. Am 
20. April 1917 wurde Eugenio Pacelli Nuntius für die 
Apostolische Nuntiatur in München, am 22. Juni 1920 Nuntius für 
die Weimarer Republik. Dieses Amt behielt er bis zum 9. 
Dezember 1929 inne.

Am 7. Februar 1930 trat er in Rom das Amt des 
Kardinalstaatssekretärs an. Am 2.März 1939, seinem 
63.Geburtstag, wurde er als Pius XII. zum Papst gewählt. Nicht 
zuletzt wegen der Projekte von Prof. Hubert Wolf belegte die 
Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) beim 
Förderranking der DFG den ersten Platz im Forschungsfeld 
"Theologie". Keine andere deutsche Universität warb dazu in den 
Jahren 2005 bis 2007 mehr Drittmittel ein.


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