[WestG] [AKT] An was glauben Sie denn? Fotowettbewerb fragt nach gelebten Glaubenszeugnissen

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Feb 24 10:46:18 CET 2011


Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 23.02.2011, 13:02


AKTUELL

An was glauben Sie denn? 
Fotowettbewerb fragt nach gelebten Glaubenszeugnissen 

Religion und Alltag - ist das ein Gegensatzpaar? Ist Glaube 
noch ein fester Bestandteil unseres täglichen Lebens? "Im 
vergangenen Jahr habe ich eine Jakobspilgerin interviewt. Sie 
hat mir erzählt, wie sie durch viele kleine Zeichen dazu 
veranlasst wurde, sich auf den Weg nach Santiago de Compostela 
zu machen. Die Schilderung hat mich sehr beeindruckt und ich 
habe mir gewünscht, diese 'Zeichen des Glaubens' in bildlicher 
Form vor mir zu sehen", erzählt Anja Schöne vom Telgter Museum 
für religiöse Kulturen. Gemeinsam mit der Volkskundlichen 
Kommission für Westfalen beim Landschaftsverband 
Westfalen-Lippe (LWL) startet das Museum jetzt den 
Fotowettbewerb "An was glauben Sie denn?".

Wer glaubt - an was auch immer - der tut dies nicht nur in 
einer Kirche, einem Tempel, einer Moschee oder einer Synagoge. 
Der Glaube hinterlässt auch im Alltag seine Spuren. Aber welche 
sind das? Ist es der Kreuzanhänger, den manche um den Hals 
tragen, oder ist es der Schleier über dem Kopf? Vielleicht 
manifestiert sich Glaube ja auch an bestimmten Orten, die durch 
ihre spirituelle Wirkung von sich reden machen wie die 
Externsteine bei Horn-Bad Meinberg. Ihren Glauben zu leben, 
heißt für manche Menschen aber auch, ihr Leben in den Dienst 
einer Glaubensgemeinschaft zu stellen, sei es im Kloster oder 
im Gemeindedienst, sei es als Messdienerin oder als 
Besuchsdienst im Krankenhaus.

"Auch das religiöse Brauchleben bietet viele Gelegenheiten, 
Glaube und Alltag zu verknüpfen", weiß Anja Schöne vom Telgter 
Museum für religiöse Kultur. "Hochzeiten, Taufen und 
Begräbnisse, aber auch Prozessionen, Weihnachten und Ostern 
können Ausdruck gelebten Glaubens sein."

"Wir möchten die Menschen in Westfalen dazu animieren, die 
Frage danach, wie sich ihre Religiosität im Alltag ausdrückt, 
in Form von Fotos zu beantworten", ist die Geschäftsführerin 
der Volkskundlichen Kommission für Westfalen, Christiane 
Cantauw, gespannt auf das Ergebnis des Wettbewerbs. Dieser 
Fotowettbewerb ist ein Wagnis: Wir haben uns intensiv mit der 
Frage beschäftigt, ob sich die Vielfalt heutiger 
Glaubensäußerungen überhaupt in Form von Fotos ausdrücken 
lässt. Letztlich hat aber die Zuversicht gesiegt, dass die 
Menschen in Westfalen-Lippe diese Herausforderung annehmen 
werden".

Jeder, der sich an dem Fotowettbewerb beteiligen möchte, kann 
bis zu drei Fotos einreichen. Eine kurze Erläuterung zu den 
einzelnen Fotos und zur Person des Fotografierenden (Name, 
Wohnort, Alter) ist ebenfalls erforderlich, denn die zehn 
besten Fotos werden mit Geld- und Sachpreisen honoriert. 
Außerdem wird ein Teil der Fotos in der neuen Dauerausstellung 
des Telgter Museums für religiöse Kulturen gezeigt. "Da es sich 
um Zeugnisse gegenwärtiger Alltagskultur handelt, möchten wir 
die Fotos selbstverständlich auch in unsere Bilddatenbank 
aufnehmen", betont Christiane Cantauw.

Wer an dem Wettbewerb teilnehmen möchte, kann seine Fotos 
(digital oder analog im Format von mindestens 13 X 18 cm) bis 
zum 30. Juni 2011 an folgende Adresse schicken:


INFO

Volkskundliche Kommission für Westfalen
Scharnhorststraße 100
48151 Münster
E-Mail: voko at lwl.org 
Kennwort: Fotowettbewerb "Glaubenssache"


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