[WestG] [AKT] Stadtarchiv Sprockhoevel erinnert an Herta Sander geb. Roettgen und den Beginn der Deportationen in das Ghetto Riga im Dezember 1941
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Dez 15 11:49:43 CET 2011
Von: "Stadt Sprockhövel" <info at sprockhoevel.de>
Datum: 14.12.2011
AKTUELL
Das Stadtarchiv erinnert an Herta Sander geb. Röttgen und den
Beginn der Deportationen in das Ghetto Riga im Dezember 1941
Vor 70 Jahren, am 10. Dezember 1941, begann die Deportationen
jüdischer Menschen aus dem Rheinland und Westfalen in das
Ghetto Riga. Auch eine gebürtige Sprockhövelerin, Herta Sander
geb. Röttgen befand sich im ersten Transport ab Düsseldorf, der
für fast tausend Menschen die Fahrt in den Tod bedeutete. Herta
Sander, ihr Ehemann Max und drei ihrer fünf Kinder wurden in
den Lagern Stutthoff, Sobibor und Bergen-Belsen ermordet.
Das Stadtarchiv hat aus Anlass dieses Jahrestages das Schicksal
von Herta Sander recherchiert und nachgezeichnet. Es ist ein
Beispiel von Millionen und zeigt die ganz Brutalität und
Menschenverachtung der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.
Das Schicksal der jüdischen Menschen und der anderen Verfolgten
des NS-Staates darf nicht vergessen werden. Es macht deutlich,
dass Anhängern dieses verbrecherischen Regimes in unserer
Gesellschaft nie wieder ein Platz eingeräumt werden darf.
INFO
Die Geschichte der jüdischen Familie Röttgen aus Sprockhövel
ist festgehalten in der Broschüre "Die Toten werden Mahnung
sein", erhältlich in den Bürgerbüros der Stadt Sprockhövel.
Über die Familie Sander hat Bernd Schäfer, Rees mehrere
Aufsätze geschrieben:
Es geschah in der Oberstadt. Die Reichspogromnacht des Jahres
1938 in Rees, in: Kalender für das Klever Land auf das Jahr
1998.
Auch sie waren Reeser. Zur Erinnerung an die jüdische Gemeinde
Rees, in: Kalender für das Klever Land 1997.
Jüdische Familien in Haldern - Familie Sander, in: Haldern
einst und jetzt, 85. Folge, Juni 2000.
Wer mehr über den Transport vom 11.-14. Dezember 1941 nach Riga,
über Helmut Sander und über die Lager Riga und Stutthof
erfahren möchte, lese nach bei Ingrid Schupetta, Der
Salitter-Bericht, (2011) www.villaMerlaender.de/public/system,
Jan-Pieter Barbian, Michael Brocke und Ludger Heid (Hrsg.)
Juden im Ruhrgebiet, Essen 1999, und bei Eugen Kogon, Der
SS-Staat, München 1974.
Weitere Quellen: Stadtarchiv Sprockhövel Bestand Standesamt
Sprockhövel Sammlung Familien: Familie Röttgen Sammlung
Aufgelöste Schulen: Rektoratschule/Schülerliste
Dank an Bernd Schäfer, Rees, Hildegard Jakobs, Mahn- und
Gedenkstätte Düsseldorf, Tina Oostendorp, Stadtarchiv Rees und
W. Grunewald, Stadtarchiv Isselburg
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