[WestG] [AKT] Geschichtsunterricht im Stadtarchiv: 9. Klasse des Gymnasium Augustinianum auf den Spuren des Nationalsozialismus in Greven

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Apr 14 09:23:45 CEST 2011


Von: "Stadt Greven" <info at presse-service.de>
Datum: 14.04.2011, 09:09


AKTUELL

Geschichtsunterricht im Stadtarchiv
9. Klasse des Gymnasium Augustinianum auf den Spuren des 
Nationalsozialismus in Greven

Die Zeit des Nationalsozialismus ist in diesen Wochen Thema im 
Geschichtsunterricht der 9. Jahrgangstufe des Gymnasium 
Augustinianum. Das war Grund genug für Dirk Breulmann, 
Geschichtslehrer am Gymnasium, am Montag und Dienstag, 11./12. 
April 2011, mit einer 9. Klasse im Stadtarchiv Greven 
Originalquellen aus jener Zeit einzusehen. "Die Schülerinnen 
und Schüler sollten einen Themen bezogenen Einblick in die 
Geschichte ihres Heimatortes erhalten und Geschichte einmal 
abseits der Lehrbücher an konkreten Fallbeispielen in den Blick 
nehmen.

Wichtig war mir auch, dass sie einmal das Stadtarchiv Greven 
kennen lernen", so Breulmann, "denn wie aus dem Archivmaterial 
Geschichte geschrieben wird, ist ein spannendes Thema. Nebenbei 
haben die Schülerinnen und Schüler auch die ersten Leseübungen 
mit Sütterlin- und Frakturschrift erfolgreich absolviert. Das 
gehört zur erfolgreichen Archivarbeit einfach dazu." Aus 
praktischen Gründen wurde der Besuch verteilt, auf zwei 
Vormittage mit jeweils der Hälfte der Klasse.

Begleitet wurde eine Klassenhälfte auch von den Referendaren 
Thomas Wulf und Andreas Böcker. Dadurch war eine gute 
Betreuungssituation gegeben, die durch Stadtarchivar Dr. Stefan 
Schröder komplettiert wurde. Schröder führte in die 
Archivarbeit ein und verteilte einschlägige Akten und 
Zeitungsausschnitte zu den Bereichen "Machtergreifung", 
"Verfolgung", "Jugend" und "Schule". Zum Abschluss gab es mit 
einer Führung in die Magazinräume einen Blick hinter die 
Kulissen des Stadtarchivs.

Breulmann und Schröder waren sich darin einig, dass das Projekt 
erfolgreich war und wiederholbar ist. Das Stadtarchiv steht 
schon seit langem in gutem Kontakt zum Gymnasium, zuletzt bei 
der Betreuung von Schülerinnen und Schülern, die am 
Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2010/11 teilgenommen 
haben. "Wir stehen aber grundsätzlich allen Schulen offen und 
versuchen, unsere Angebote in Kooperation mit den Lehrkräften 
auf den jeweiligen Bedarf hin zu entwickeln. So möchten wir als 
außerschulischer Lernort unseren Teil zur Entwicklung des 
Bildungsstandortes Greven beitragen", unterstreicht Schröder 
nochmals das Anliegen des Stadtarchivs, ein verlässlicher 
Partner für die historische Bildungsarbeit in Greven zu sein.


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