[WestG] [AKT] Denkmaeler erzaehlen von "bewegter" Geschichte, Muenster, 12.09.2010
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Fr Sep 3 11:40:48 CEST 2010
Von: "Stadt Münster" <info at presse-service.de>
Datum: 02.09.2010, 09:03
AKTUELL
Denkmäler erzählen von "bewegter" Geschichte
Am 12. September auch Angebote speziell für Kinder
"Kultur in Bewegung" heißt es am Sonntag, 12. September, dem
Tag des offenen Denkmals. Wer nun glaubt, in Münster beschränkt
sich das Programm auf Oldtimer und Lastkähne, unterschätzt die
Aktiven der lokalen Denkmalpflege. Facettenreich setzen sie das
Thema um und laden ein, Münsters historische Schätze zu
entdecken, sachkundig begleitet und kostenlos.
So kam beispielsweise in den 1950er-Jahren Bewegung in die
Architektur, als amerikanische Ideen und Konstruktionen auch
Münster erreichten. Mit ihrer eigenen Leichtigkeit sind heute
noch der Kiffe-Pavillon und das Iduna-Hochhaus Zeugen dieser
Entwicklung.
Dabei sind Einflüsse aus der Fremde keine Erscheinung des 20.
Jahrhunderts. Schon Johann Conrad Schlaun oder Lambert Corfey
hatten sich erstmal selbst in Bewegung gesetzt. Vom barocken
Geist Italiens oder Frankreichs inspiriert schufen sie
einzigartige Gebäude wie den Erbdrostenhof, das Rüschhaus oder
die Dominikanerkirche. Auch die Architekten, die im 19.
Jahrhundert den Domplatz im Zeitgeist des Historismus neu
gestalteten, waren weitgereist, um dann in Münster Baustile
vergangener Jahrhunderte wieder aufleben zu lassen. Mit Hilfe
der Fachleute sind diese Spuren am Denkmaltag leicht zu
entdecken.
Wer sich lieber selbst mehr bewegen möchte, hat dazu zum
Beispiel bei einer Radtour entlang des Rings Gelegenheit. Sie
verspricht spannende Blicke auf Villen, Kirchen oder Schulen
des beginnenden 20. Jahrhunderts. Oder man geht ein Stück des
Prozessionsweges gen Telgte, wie die Menschen es seit über 400
Jahren tun. Plattdeutsche Texte und Meditationen bringen an den
historischen Wegemalen auch den Geist in Bewegung.
Drei Veranstaltungen eignen sich zudem explizit für Familien.
So können Erwachsene und Kinder in Kinderhaus spielerisch einen
Blick ins Mittelalter werfen, als die Leprakranken noch weit
vor den Toren Münsters hinter hohen Mauern leben mussten.
Kinder sind auch im Landesarchiv willkommen, wo es um Kutschen,
Karten und einen reisenden Kaiser geht, oder in der
Mauritzkirche, wo sie erfahren, wie man Kirchen baut.
INFO
Das Programmheft mit Angeboten für Groß und Klein gibt es in
der Münster-Information und im Internet
(www.muenster.de/stadt/denkmal). Einige Veranstaltungen eignen
sich auch für Menschen mit Behinderungen und sind entsprechend
gekennzeichnet.
Mehr Informationen über die Mailingliste Westfaelische-Geschichte