[WestG] [KONF] "Der Synagogenbau in Westfalen von den Anfaengen bis zur Gegenwart", Paderborn, 06.11.2010

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Fr Okt 29 10:18:58 CEST 2010


Von: "Doris Hartmann" <doris.hartmann at uni-paderborn.de> 
Datum: 28.10.2010, 20:21 


KONFERENZ

Das Historische Institut der Universität Paderborn, vertreten 
durch Prof. Frank Göttmann (Lehrstuhl für Geschichte der Frühen 
Neuzeit) und Prof. Dr. Eva-Maria Seng (Lehrstuhl für 
Materielles und Immaterielles Kulturerbe UNESCO), veranstaltet 
am 6. November 2010 die 19. Tagung aus der Reihe "Fragen der 
Regionalgeschichte". In diesem Jahr steht die Veranstaltung 
unter dem Titel "Der Synagogenbau in Westfalen von den Anfängen 
bis zur Gegenwart".

Als Bezugspunkte und Zentren jüdischen Kultus', 
Selbstverständnisses und nicht zuletzt jüdischer Sozialität 
besitzen Synagogen eine nicht zu unterschätzende symbolische 
Bedeutung. Seit der quellenmäßigen Fassbarkeit jüdischen Lebens 
im alten Europa standen sie im Mittelpunkt der 
Auseinandersetzung über Integration und Ausgrenzung einer 
religiösen Minderheit in Gesellschaft, Politik und Kultur.

Diese Prozesse spiegeln sich vom Mittelalter bis zur Gegenwart 
immer wieder in den Extremen zwischen Bau und gewaltsamer 
Zerstörung von Synagogen - von den Pogromen zur Zeit der 
Kreuzzüge über die Einrichtung von Synagogen und Beträumen in 
der Frühen Neuzeit und im Zuge der sogenannten 
Judenemanzipation im 19. Jahrhundert hin zur 
nationalsozialistischen Reichspogromnacht 1938. Die 
Synagogenbauten der letzten Jahre korrespondieren schließlich 
mit der Zuwanderung von Menschen jüdischen Glaubens aus den 
ehemaligen Ostblockstaaten.

Die diesjährige Tagung möchte das damit angesprochene 
Fragenspektrum aus unterschiedlichen Perspektiven aufgreifen. 
Im Rahmen verschiedener Vorträge werden etwa baugeschichtliche 
Entwicklungen und der denkmalpflegerische Umgang mit Synagogen 
betrachtet. Einfließen sollen hier ebenfalls die Themenkomplexe 
Wiederaufbau und Rekonstruktion historischer Gebäude. An 
konkreten Beispielen werden darüber hinaus aktuelle 
Nutzungskonzepte ehemaliger Synagogen und deren Funktion im 
Kontext der Repräsentation jüdischer Kultur vorgestellt.

Alle Interessenten sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung 
beginnt um 9.00 Uhr im Audimax der Universität Paderborn und 
endet voraussichtlich gegen 16.00 Uhr. Für einen Imbiss während 
der Mittagspause ist gesorgt.

Anmeldungen werden gern telefonisch unter 05251-60-2446 oder 
via e-Mail an regiotag at fkultur.upb.de entgegen genommen.
 
 
Das Programm:  
 
Beginn: 9.00 Uhr 
 
Prof. Dr. Frank Göttmann (Universität Paderborn) 
Zur Einführung: 
Synagogenbau und jüdische Geschichte 
 
Elmar Altwasser (Institut für Bauforschung, Marburg) 
Die Entwicklung der Synagoge von der Antike bis zum Mittelalter 
und aktuelle Ergebnisse zur Baugeschichte der Erfurter Synagoge  
 
Dipl.-Ing. Saskia Schöfer/ Dr.-Ing. Barbara Seifen 
(Amt für Denkmalpflege Westfalen, Münster) 
Denkmalpflegerischer Umgang mit ehemaligen Synagogen und 
ihrer Geschichte anhand von westfälischen Beispielen 
 
Prof. Dr. Eva-Maria Seng (Universität Paderborn) 
Historischer Kontext und jetztzeitige Relevanz: 
Das Problem der Rekonstruktion historischer Gebäude 
 
Prof. Manfred Koob (TU Darmstadt) 
Synagogen in Deutschland - eine virtuelle Rekonstruktion 
(mit 15 min. Film) 
 
Dr. Edna Brocke (Leiterin Alte Synagoge Essen) 
Die Alte Synagoge in Essen - die Konzeption einer neuen Nutzung 
 
Christoph Laue  
(Kommunalarchiv/ Stadtarchiv Herford) 
Der Wiederaufbau der Herforder Synagoge - Historische 
Kontinuität und aktuelle Repräsentation jüdischer Kultur 
 
Ende: ca. 16.00 Uhr 


INFO

Veranstaltungsdaten: 
Synagogenbau in Westfalen von den Anfängen bis in die Gegenwart
Datum: 06.11.2010
Historisches Institut der Universität Paderborn
Pohlweg 55 (Gebäude N)
33098 Paderborn
Tel.: 05251-602446
Fax: 05251-603709

Kontakt:
Pohlweg 55 (Gebäude N)
33098 Paderborn
Tel.: 05251-602446
Fax: 05251-603709


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