[WestG] [KONF] Zeitzeugen und Vermittlungsarbeit: Erfahrungen und Perspektiven an NS-Gedenkorten in Westfalen, Dorsten, 28.02.2011
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Mo Nov 29 10:25:12 CET 2010
Von: "Forum Geschichtskultur" <forum at geschichtskultur-ruhr.de>
Datum: 29.11.2010, 07:51
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"
TAGUNG
Tagung: Zeitzeugen und Vermittlungsarbeit
Erfahrungen und Perspektiven an NS-Gedenkorten in Westfalen
28. Februar 2011
Lebensläufe von Opfern und Tätern sind wichtige Säulen der
Vermittlungs- und Forschungsarbeit in den Gedenkstätten und
Erinnerungsorten zur Geschichte des Nationalsozialismus. Aber
das "Ende der Zeitgenossenschaft" (Norbert Frei) scheint
erreicht. Die aktive Mitarbeit von Zeitzeugen an den
NS-Gedenkstätten ist in den letzten Jahren immer mehr
zurückgegangen. Zunehmend rücken jetzt die Pioniere früherer
Gedenkbewegungen in den Vordergrund. Das Gedenken erfährt seine
eigene Historisierung.
Auch an den NS-Gedenkstätten in Westfalen werden
unterschiedliche Erfahrungen mit diesem zeitlichen Umbruch
gemacht. Die Kontakte zu den "letzten noch Überlebenden", die
Veränderung der Forschung und der Vermittlung, aber auch der
Rückblick und schließlich der Ausblick auf zukünftiges Gedenken
stehen im Blickpunkt dieser Tagung. Wir laden herzlich ein zur
Diskussion dieser Erfahrungen und Perspektiven.
GEPLANTES PROGRAMM
(Ab 9:15 Uhr Kaffee)
9:45 - 10:00 Uhr
Begrüßung durch Anna Gomoluch und Dr. Norbert Reichling
Modul 1 Beispiele von Pionierarbeit
10:00 - 11:00 Uhr
Facetten der Erinnerungsarbeit 1945-1990. Ein
Zeitzeugengespräch mit Johanna Eichmann (ehem. Leiterin des
Jüdischen Museums)
11:00 - 11:45 Uhr
Jürgen Scheffler (Dokumentations- und Begegnungsstätte
Frenkel-Haus Lemgo): Schwieriges Erinnern - die
Auseinandersetzung mit dem Holocaust nach 1945 am Beispiel Lippes
11:45 - 12:30 Uhr
Klaus Dietermann (Aktives Museum Südwestfalen, Siegen):
Holocaust - ein Thema für die Grundschule?
12:30 - 13:30 Uhr Mittagsimbiss - Gelegenheit zur Besichtigung
des Museums
Modul 2 Erfahrungen vor Ort - Berichte aus den Gedenkstätten
13:30- 14:15 Uhr
Stefan Querl (Geschichtsort Villa ten Hompel, Münster):
Täterbiographien und ihre Vermittlung am Geschichtsort Villa
ten Hompel
14:15 - 15:00 Uhr
Oliver Nickel (Dokuentationsstätte Stalag 326, Schloß
Holte-Stukenbrock): Den Ort des Leidens besuchen. Angehörige
von ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen an der
Dokumentationsstätte Stalag 326, Schloß Holte-Stukenbrock.
15:00 - 15:15 Uhr Kaffee-/Teepause
Modul 3 Perspektiven
15:15 - 16:00 Uhr
Prof. Dr. Alfons Kenkmann (Geschichtsort Villa ten Hompel,
Münster und Universität Leipzig): Wie kam/kommt der Zeitzeuge
in die Gedenkstättenarbeit?
16:00 - 16:45 Uhr
Ann-Katrin Thomm, Köln: Zur Zukunft des Gedenkens
16:.45 - 17:00 Uhr
Gemeinsame Schlussreflexionen
Teilnahmegebühr: 10 EUR (zahlbar vor Ort)
INFO
Anmeldung: Bitte bis 15.02.2011
schriftlich per Mail, Brief, Postkarte oder Fax an
Jüdisches Museum Westfalen
Postfach 100 22
46256 Dorsten
Fax: 02362-45 386
E-Mail: info at jmw-dorsten.de
Veranstalter
Jüdisches Museum Westfalen in Zusammenarbeit mit dem
LWL-Museumsamt und dem
Bildungswerk der Humanistischen Union (Essen)
gefördert durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Mehr Informationen über die Mailingliste Westfaelische-Geschichte