[WestG] [AKT] 92.000 Besucher sahen Helden in Hattingen: LWL-Industriemuseum zieht erfolgreiche Bilanz

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Mo Nov 8 10:33:11 CET 2010


Von: "Christiane Spänhoff" <christiane.spaenhoff at lwl.org>
Datum: 05.11.2010, 12:08


AKTUELL

92.000 Besucher sahen Helden in Hattingen 
LWL-Industriemuseum zieht erfolgreiche Bilanz

33 Wochen lang drehte sich in der Henrichshütte alles um Helden 
und die Sehnsucht nach dem Besonderen. Am Montag endete die 
Schau, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in 
Zusammenarbeit mit der Kulturhauptstadt Europas Ruhr.2010 in 
seinem Hattinger Industriemuseum zeigte, mit einem 
Besucherrekord.

Rund 92.000 Gäste unternahmen einen Streifzug durch Geschichte 
und Gegenwart der Heldenverehrung. "Die Helden sind damit die 
erfolgreichste Sonderausstellung, die das LWL-Industriemuseum 
bisher gezeigt hat", erklärt Museumsdirektor Dirk Zache. Zählt 
man die Begleit-Ausstellungen an den sieben weiteren Standorten 
des LWL-Industriemuseums hinzu, steigt die Zahl der 
Heldenbesucher sogar auf insgesamt rund 220.000.

Besonders freuen sich die Ausstellungsmacher über reichlich Lob 
für die Präsentation der 850 hochkarätigen Exponate in der 
Gebläsehalle der Henrichshütte. "Tolle Schau", "klasse 
Ausstellungsstücke", "beeindruckende Vielfalt", "gelungene 
Gestaltung", "regt zum Nachdenken an" - so die Kommentare in 
den Besucherbüchern, auf Fragebögen und an der Kreidetafel am 
Schluss der Ausstellung. "Wir wollten zeigen, wie Helden 
funktionieren, wer sie macht und warum sie offenbar gerade in 
Zeiten des Wandels gebraucht werden. Dabei haben wir auf starke 
Bilder und die Aura der Exponate gesetzt. Das Konzept ist 
offenbar aufgegangen", resümiert Projektleiter Dietmar Osses.

Vor allem bei jüngeren Besuchern gepunktet hat die farbenfrohe 
Präsentation von 250 Schülerarbeiten, die im Rahmen des 
Begleitprojektes Helden-Werkstatt entstanden sind. "Eine 
Zusammenarbeit von Schule und Museum in dieser Größenordnung 
hat es in der deutschen Museumslandschaft zuvor noch nicht 
gegeben", erklärt Anja Hoffmann, Referentin für Vermittlung am 
LWL-Industriemuseum. 150 Lehrer und 1.900 Schüler aus 30 
Städten des Reviers waren an dem Projekt beteiligt. Sie hatten 
ihre Helden in Stein gemeißelt und aus Pappmaschee geformt, 
Throne erschaffen, in Archiven geforscht, Leinwände bemalt, 
Interviews geführt, Helden-Geschichten geschrieben und 
inszeniert, programmiert und gedichtet.

Zum Erfolg beigetragen hat nicht zuletzt eine Fülle von 
Begleitveranstaltungen und Führungsangeboten. Über 200 Termine 
standen in den Helden-Wochen im LWL-Industriemuseum und bei den 
beteiligten Projektpartnern auf dem Programm: Filmabende und 
Vorträge, Theater und Comedy, Lesungen, Feste und Führungen. 
Gerade letztere waren sehr beliebt: Insgesamt rund 10.200 
Besucher, darunter 3.600 Schüler, nahmen an 660 Führungen und 
museumspädagogischen Angeboten des Industriemuseums teil.

Für das Ausstellungsteam ist die Arbeit in Hattingen indes noch 
nicht zu Ende. Bis Mitte November müssen die Objekte zurück ins 
Museumsdepot und zu den 180 Leihgebern aus ganz Europa und 
Übersee gebracht werden. Die weiteste Reise haben der 
Stahlträger aus dem zerstörten World-Trade-Center in New York 
und das Propellerstück der Fokker, in der Manfred von 
Richthofen 1918 abstürzte. Es fliegt zurück nach Australien.


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