[WestG] [AKT] Erinnerungskultur der Feuerwehr ist Thema in der Gedenkstunde fuer den Frieden der Stadt Greven am Volkstrauertag

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Mo Nov 8 10:24:14 CET 2010


Von: "Stefan Schröder" <stefan.schroeder at stadt-greven.de> 
Datum: 04.11.2010, 11:38 


AKTUELL

Erinnerungskultur der Feuerwehr ist Thema in der Gedenkstunde 
für den Frieden der Stadt Greven am Volkstrauertag

Der Volkstrauertag, offizieller Gedenktag für die Opfer der 
beiden Weltkriege und des Nationalsozialismus, wird in Greven 
seit 1984 in Form einer Gedenkstunde für den Frieden begangen. 
Damit hat die Stadt Greven eine Form des Gedenkens gefunden, 
die eine inhaltliche Auseinandersetzung über einen besonderen 
thematischen Schwerpunkt sucht. In diesem Sinne widmet sie sich 
intensiv den vielen Gesichtern von Gewalt, Ungerechtigkeit und 
Krieg und zugleich dem Bemühen um eine gerechte, gewaltfreie 
Gesellschaft und neuen Ansätzen einer Friedenskultur.

In diesem Jahr beschäftigt sich die Gedenkstunde am 14. 
November mit der Erinnerung der Feuerwehr an ihre Rolle in der 
Pogromnacht des 9. November 1938 gegen jüdische Bürgerinnen und 
Bürger, Synagogen und jüdische Einrichtungen. Mit Thomas Köhler,
 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Seminar der 
Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, konnte dafür ein 
versierter Geschichtswissenschaftler als Redner gewonnen werden.

Der Vortrag unter dem Titel "Die Feuerwehr und der 9. November 
1938: Ein Blinder Fleck in der Erinnerungskultur" wird 
insbesondere auf ausgewählte Tatorte in Westfalen-Lippe 
eingehen und sowohl Mitwirkung als auch Widerständigkeit der 
Feuerwehr in den Blick nehmen. Wie die Feuerwehren heute an die 
Jahre 1938 bis 1945 erinnern, wird ebenfalls thematisiert.

Umrahmt wird die Gedenkstunde für den Frieden (Beginn 11.30 Uhr,
 Rathaus) durch Musik, vorgetragen vom Flötenensemble 
"Flautissimo" der Musikschule Greven/Emsdetten/Saerbeck. Nach 
der Begrüßung durch Bürgermeister Peter Vennemeyer folgt die 
Ansprache von Thomas Köhler.

An die Gedenkstunde im Rathaus schließen sich die 
Kranzniederlegungen am Ehrenmal "Drei Jünglinge im Feuerofen" 
an der Lindenstraße und an den Gräbern von Zwangsarbeiterinnen, 
Zwangsarbeitern und ihren Kindern auf dem Friedhof Saerbecker 
Straße an.

Zur Kranzniederlegung am Ehrenmal singt der MGV CONCORDIA. Das 
Gedenken an die Zwangsarbeiter auf dem Friedhof Saerbecker 
Straße wird in diesem Jahr gestaltet durch Schülerinnen und 
Schüler einer 10. Klasse der Justin-Kleinwächter-Realschule 
Greven. Sie beschäftigen sich insbesondere mit dem Leidensweg 
der beiden in Greven hingerichteten polnischen Zwangsarbeiter. 
Zuvor wird ein Kranz an den Gräbern gefallener deutscher 
Soldaten durch die Reservistenkameradschaft Greven niedergelegt.


INFO

Kontakt:
Dr. Stefan Schröder
Stadt Greven
Rathausstr. 6
48268 Greven
Tel.: 02571/920-358
Fax: 02571/920-6358
E-Mail: stefan.schroeder at stadt-greven.de 
URL: www.greven.net


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