[WestG] [AKT] 75.000 Euro fuer Wasserschloss Burgsteinfurt: Regierungspraesident ueberreicht Zuwendungsbescheid

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Di Jul 13 09:13:47 CEST 2010


Von: "Pressestelle BR Münster" <Pressestelle at bezreg-muenster.nrw.de>
Datum: 12.07.2010, 14:30


AKTUELL

75.000 Euro für Wasserschloss Burgsteinfurt: 
Regierungspräsident überreicht Zuwendungsbescheid

Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek überreichte heute (12. 
Juli) dem Hausherrn des Wasserschlosses Burgsteinfurt, Fürst 
Christian zu Bentheim und Steinfurt, einen Zuwendungsbescheid 
in Höhe von 75.000 Euro aus dem Denkmalförderprogramm des 
Landes Nordrhein-Westfalen. "Ich freue mich, mit dem 
Förderbescheid aus meinem Haus einen Beitrag zum Erhalt der 
wertvollen Ringmantelburg leisten zu können", sagte Paziorek 
bei der Übergabe. "Das Wasserschloss Burgsteinfurt gehört zu 
den wenigen, weitgehend erhaltenen Kleinresidenzen im 
nordwestdeutschen Raum und ist eine Perle im Münsterland."

Zusammen mit Bundesmitteln (75.000 Euro) aus dem 
Denkmalpflegeprogramm "Substanzerhaltung und Restaurierung von 
Kulturdenkmälern von nationaler Bedeutung" und einem 
Eigenanteil der fürstlichen Familie in Höhe von 150.000 Euro 
stehen im Jahr 2010 für Arbeiten am Schloss 300.000 Euro zur 
Verfügung. Das Geld wird eingesetzt, um die historische 
Bleiverglasung der Fenster im viereckigen Treppenturm zu 
restaurieren und die Fassade am Treppengiebel des Rittersaals 
zu sanieren.

Die in Stahlrahmen gefassten, bleiverglasten Fenster haben 
durch Korrosion des Stahls im Laufe der Zeit erhebliche Schäden 
erlitten. Teilweise sind sie bereits vom Eigentümer des 
Anwesens ausgebaut und gesichert worden. Eine Spezialwerkstatt 
in Köln wird die Elemente aufarbeiten und stückweise 
austauschen. Die Sanierung der Außenseite des Rittersaals ist 
notwendig geworden, da die hauptsächlich aus Baumberger 
Sandstein bestehende Fassade der Schlossanlage Ende des 19 
Jahrhunderts größtenteils mit Zement verputzt und verfugt 
wurde. Eindringende Feuchtigkeit konnte nicht mehr austreten 
und verursachte dadurch erhebliche Schäden. Um die historische 
Bausubstanz zu erhalten, wird nun das Mauerwerk gereinigt und 
die Fassade mit Fugenmörtel aus Muschelkalk verfugt.

Die Schlossanlage aus dem 12. Jahrhundert liegt auf zwei von 
der Steinfurter Aa umflossenen Inseln. Aus denkmalpflegerischer 
Sicht ist sie als eine der am besten erhaltenen Wasseranlagen 
Deutschlands eingestuft. Sie spiegelt die Geschichte der 
Fürstenhäuser in ihrer gut erhaltenen Bausubstanz vom 12. bis 
19. Jahrhundert wieder und zeigt Elemente aus allen Epochen der 
Baukultur.


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