[WestG] [KONF] Architektur Kultur Ruhr 1945-1975. Bausteine für ein modernes Ruhrgebiet, Dortmund, 25.-27.02.2010
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Mo Jan 25 08:56:15 CET 2010
Von: "Forum Geschichtskultur" <forum at geschichtskultur-ruhr.de>
Datum: 04.01.2010, 14:34
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"
TAGUNG
Architektur Kultur Ruhr 1945-1975.
Bausteine für ein modernes Ruhrgebiet
25. bis 27. Februar 2010
Wie in kaum einer anderen Region Deutschlands zogen das Planen
und Bauen im Ruhrgebiet der Nachkriegszeit einen
Modernisierungsschub und eine Beschleunigung städtischer
Entwicklung nach sich. Die beachtenswerte Wiederaufbauleistung
nach 1945 sowie die Architektur und der Städtebau aus der
Konsolidierungsphase als Wachstumsregion bis in die 1970er
Jahre haben das Bild und die Struktur des Ruhrgebiets
entscheidend geprägt. Mit neuen Bauaufgaben vor allem in den
Bereichen von Bildung, Kultur und Sport wurden neue
Schwerpunkte in der Industrieregion gesetzt.
In der aktuellen Selbstbeschreibung und Außendarstellung des
Ruhrgebiets spielt diese Nachkriegsentwicklung jedoch kaum eine
Rolle. Auch wurde bislang kein Versuch unternommen, sie über
eng gezogene architektur- und städtebaugeschichtliche
Fragestellungen hinaus als das zu deuten, was sie vor allem
war: Ein Beitrag zum kulturellen und politischen Aufbruch der
Region und zur Gewinnung eines regionalen Selbstbildes und
Selbstverständnisses.
Vorrangiges Ziel des Symposiums ist es, bisherige und
weiterführende Forschungsansätze zur Interdependenz von
architektonischem Wiederaufbau und kultureller
Identitätsbildung im Ruhrgebiet von 1945 bis in die 1970er
Jahre zu bündeln und einen interdisziplinären Diskurs
anzustoßen.
Dabei geht es zum einen um die ganze Bandbreite
architektonischer und städtebaulicher Fragestellungen: von der
kritischen Betrachtung vergangener Planungsfehler bis zur
Würdigung qualitätvoller Ergebnisse. Zum anderen wird nach dem
Kulturverständnis, nach dem ideengeschichtlichen Umfeld, nach
den Gesellschaftsvorstellungen sowie nach historischen
Kontinuitäten und Diskontinuitäten
Donnerstag, 25. Februar 2010
10:00 Grußworte
- Achim Dahlheimer, Ministerium für Bauen und Verkehr des
Landes Nordrhein-Westfalen
- Wolfgang Sonne, Lehrstuhl Geschichte und Theorie der
Architektur, Technische Universität Dortmund
10:15 Panel 1: Einführungen
- Kontinuitäten und Diskontinuitäten
Renate Kastorff-Viehmann
- Bedingungen der Moderne. Architektonische und städtebauliche
Herausforderungen nach 1945 im Ruhrgebiet
Thorsten Scheer
- Akteursnetzwerke und lokale Entscheidungsträger
Stefan Goch
11:45 Kaffeepause
12:15 Panel 2: Kultur und Gesellschaft
- "Wir sind ganz anders." Bilder im Ruhrgebiet - Bilder vom
Ruhrgebiet in den 1960er Jahren
Daniela Fleiß
- Museen moderner Kunst als öffentliche Planungsaufgabe von
Industriestädten im Ruhrgebiet. Wilhelm-Lehmbruck-Museum
Duisburg und Museum Quadrat Bottrop
Gudrun Escher
13:30 Mittagspause
14:30 Fortsetzung Panel 2
- Leonie Reygers: Kunst als Leben - Ausstellungskultur
in Dortmund
Gisela Framke
- "Theatre Du Vide."Das Gelsenkirchener Stadttheater und die
Künstleravantgarde in NRW
Stefanie Gernert
15:45 Kaffeepause
16:15 Panel 3: Architekten und Bauaufgaben
- "Idee und Aufgabe" nach 1945. Zur Architektur von Friedrich
Wilhelm Kraemer an Rhein und Ruhr
Olaf Gisbertz
- Der Architekt Bruno Lambart. Schulbau in Nordrhein-Westfalen
nach 1945
Alexandra Apfelbaum
- Amerika-Häuser
Sonja Schöttler
- Alltagsarchitektur im Ruhrgebiet der Wiederaufbauzeit.
"Graue Architektur" und ihre Protagonisten
Benedikt Boucsein
18:30 Imbiss
19:00 Öffentlicher Abendvortrag
- Konstruktionskultur
Stefan Polónyi
Freitag, 26. Februar 2010
10:00 Panel 4: Städtebau und Stadtkonzepte
- Die Dortmunder Gespräche als Mittel einer neuen Planungskultur
Bettina Heine-Hippler
- Stadträumliche Akzente - Innenstadtentwicklung in Bottrop.
Beispiel GleiwitzerPlatz
Yasemin Utku
- Die Qualitäten von Stadt- und Straßenräumen der 1950er Jahre
in Gelsenkirchen
Lutz Heidemann
11:45 Kaffeepause
12:15 Fortsetzung Panel 4
- Megastructures an der Ruhr. Die Raumstadt von Eckhard
Schulze-Fielitz und die urbanistische Debatte der frühen
1960er Jahre
Stephan Strauß
- Großsiedlungen der 1960er Jahre im Ruhrgebiet -
Entstehungsbedingungen, räumliche Erscheinung und Denkmalwerte
Matthias Konegen
- Architektur und Städtebau in Essen in den 1960er Jahren
Sigrid Auberg
14:00 Mittagspause
15:00 Panel 5: Bewertung und Erhaltung
- Zur Zukunft von Sakralbauten an Rhein und Ruhr.
Untersuchungen zum gegenwärtigen Umgang mit zur Diskussion
stehenden Bauten
Martin Bredenbeck
- Der Umgang mit Bauten der Nachkriegszeit in Dortmund
Peter Kroos
- Auf den zweiten Blick. Zur Ausstellung im Dortmunder U
Sonja Hnilica, Markus Jager
16:30 Kaffeepause
17:00 Ein neues Bild der Nachkriegsarchitektur im Ruhrgebiet?
Podiumsdiskussion, Moderation: Wolfgang Sonne
- Karl-Heinz Cox, THS Consulting, Vors. des Beirats
- Hans H. Hanke, Westfälisches Amt für Denkmalpflege
- Ursula Kleefisch-Jobst, M:AI NRW
- Carsten Ruhl, Ruhr-Universität Bochum
18:30 Imbiss
19:00 Abendveranstaltung
- Das Ruhrgebiet im Film
Paul Hofmann, Kinemathek im Ruhrgebiet
Samstag, 27. Februar 2010
10:00 Exkursion(Abschluss ca.14:00 Uhr)
Bauten in Castrop-Rauxel, Gelsenkirchen und Bochum
Stefan Rethfeld mit fachlicher Unterstützung vor Ort
Veranstalter:
Arbeitskreis Architektur45+_Ruhr
INFO
Anmeldung:
Um Anmeldung wird gebeten bis 14.02.2010
E-Mail: untergta.bauwesen at tu-bauwesen.de
Tagungsbeitrag: 15 € (inkl. Imbiss)
Exkursion: 15 € (Die Teilnehmerzahl ist begrenzt,
Teilnahmebestätigung erfolgt nach Eingang der Anmeldung.) Von
der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen und der
Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen als
Fortbildungsveranstaltung anerkannt.
Veranstaltungsort:
Rudolf-Chaudoire-Pavillon
Campus Süd
TU Dortmund
Baroper Straße 297
44227 Dortmund (Einfahrt 43/44)
Anfahrt:
mit ÖPNV: S1 bis Universität Dortmund,
H-Bahn bis Campus-Süd
mit dem PKW: Anbindung über die A40/B1 oder die A 45
Mehr Informationen über die Mailingliste Westfaelische-Geschichte