[WestG] [AKT] "Eine neue Stadtgeschichte fuer Herford - Anforderungen an eine moderne Stadtgeschichtsschreibung", Herford, 04.03.2010
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Di Feb 23 11:23:36 CET 2010
Von: "Christoph Laue" <C.Laue at Kreis-Herford.de>
Datum: 22.02.2010, 12:08
AKTUELL
Verein für Herforder Geschichte e.V.
Wir laden herzlich ein zur Podiumsdiskussion
"Eine neue Stadtgeschichte für Herford - Anforderungen an eine
moderne Stadtgeschichtsschreibung"
Mit Prof. Dr. Dr. Ulrich Knefelkamp (Universität Frankfurt/Oder)
und Prof. Dr. Werner Freitag (Universität Münster)
Diese Diskussion steht wie der letzte Vortrag am 4. Februar in
Zusammenhang mit den Bemühungen des Herforder Geschichtsvereins,
die ortsgeschichtliche Forschungs- und Publikationstätigkeit
zu fördern. Es ist dem Verein gelungen, zwei ausgewiesene
Kenner der Orts- und Regionalgeschichte Herfords einzuladen,
die durch ihre wissenschaftliche Karriere und
Publikationstätigkeit als Experten und besondere Berater für
die in Herford geplante neue Stadtgeschichte gelten können.
Prof. Dr. Werner Freitag (Münster) wird aus zwei Blickwinkeln
Überlegungen für die Erstellung einer Stadtgeschichte
vorstellen: Als Inhaber der Professur für westfälische und
vergleichende Landesgeschichte wird er Konzepte,
Gliederungsprinzipien und Ausgestaltung einiger aktueller
Stadtgeschichten vorstellen. Beispiele werden u.a. Bielefeld,
Coesfeld, Gütersloh, Halle a.d. Saale, Münster, Osnabrück und
Soest sein.
Anschließend geht es um grundsätzliche Überlegungen, wie eine
Herforder Stadtgeschichte konzipiert werden kann. Es geht um
das Problem, wie Lesbarkeit und "Roter Faden" gesichert werden
können. Geschildert werden die Unzulänglichkeiten von
Stadtgeschichten, die als Aufsatzsammlung konzipiert worden
sind.
Im dritten Teil des Vortrages nimmt der Referent eine zweite
Blickrichtung ein: Als Geschäftsführer des Instituts für
Vergleichende Städtegeschichte Münster gGmbH wird er das
Institut vorstellen. Das Städteinstitut bietet als
wissenschaftlicher Dienstleister den Städten in Westfalen
"Paketlösungen" für die Erstellung von Stadtgeschichten an.
Prof. Dr. Dr. Ulrich Knefelkamp (Frankfurt/Oder) stellt fest,
dass im Zeitalter der Jubiläen viele Orte, Dörfer, Städte , ja
Stadtteile Ambitionen haben, ihre Geschichte erforschen und
darstellen zu lassen. Da stellt sich schnell die Frage, ob es
denn eine klassische wissenschaftliche Stadtgeschichte sein
soll, die tief schürft, aber nur von Fachleuten gelesen wird
oder eine populäre Fassung, die allerdings häufiger nicht von
Wissenschaftlern verfasst werden. Die Lösung könnte in der
Mitte liegen, also eine von Fachwissenschaftlern verfasste gut
illustrierte Stadtgeschichte , die von den Bürgern der Stadt
gelesen und verstanden werden kann. Dies erscheint aus mehreren
Gründen die zeitgemäße Form zu sein.
Nach den beiden Kurzvorträgen soll auf dem Podium und mit den
Anwesenden über die geplant Stadtgeschichte für Herford
diskutiert werden.
Kurzbiografie Prof. Dr. Werner Freitag
Geboren 1955, Ausbildung zum Textillaboranten, Studium der
Geschichtswissenschaft in Bielefeld und der
Wirtschaftswissenschaften in Hagen, 1985 Diplomprüfung in Hagen,
1986 Magisterprüfung in Bielefeld, 1986-1988 Stadthistoriker
in Spenge, 1989 Promotion in Bielefeld, dort (Ober)Assistent im
Bereich Frühe Neuzeit bis März 1997, Habilitation 1995,
Dezember 1996 Ruf auf die Professur für die Landesgeschichte
Sachsen-Anhalt am Institut für Geschichte der
Martin-Luther-Universität Halle, seit 1. April 2004 Professor
für Westfälische und Vergleichende Landesgeschichte in Münster
sowie Geschäftsführer des Instituts für vergleichende
Städtegeschichte. Mitherausgeber der Reihe "Studien zur
Landesgeschichte"; Mitglied der Historischen Kommission für
Sachsen-Anhalt, Mitglied der Historischen Kommission für
Westfalen und der Volkskundlichen Kommission für Westfalen.
Hauptantragssteller im Exzellenzcluster "Religion und Politik
in den Kulturen der Vormoderne und der Moderne", darin Leiter
des Projekts "Segen für die Mächtigen: Legitimität und
Legitimation politischer Herrschaft in spätmittelalterlichen
und neuzeitlichen Stadtprozessionen" (B4).
Kurzbiografie Prof. Dr.phil. Dr.rer.nat. Ulrich Knefelkamp
Geboren 1951 in Herford - Studium der Geschichte,
Kunstgeschichte, Volkskunde, Völkerkunde Medizingeschichte und
Geographie an den Universitäten Würzburg und Freiburg. 1980
Promotion zum Dr. phil. in Geschichte, 1985 Promotion zum Dr.
rer. nat. in Völkerkunde. 1987 Habilitation für mittlere und
neuere Geschichte. 1980-88, 1989-1993 Assistent und
Oberassistent am Lehrstuhl für Geschichte des Mittelalters in
Bamberg. Seit 1988 Lehrstuhlvertreter an den Universitäten
Heidelberg, Oldenburg, Jena und Bamberg. 1984
DAAD-Forschungsstipendium an der Universität Leiden; 1988 in
Lissabon. Seit März 1994 Professor für mittelalterliche
Geschichte Mitteleuropas und regionale Kulturgeschichte an der
Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder).
Forschungsschwerpunkte: Europa in der Welt, d.h.: Europäische
Identitäts- und Staatenbildung, Europäische Stadtkultur,
Europäische Expansion und Kulturkontakte, Europäische
Kartographie- und Medizingeschichte, Europäische Religion und
Gesellschaft, Europäische Anthropologie und Mentalität.
Mitglied u.a. in den Historischen Vereinen des Breisgaus, des
Erzbistums Bamberg u. der Stadt Nürnberg, Forschungsstiftung
für vergleichende Überseegeschichte, Mediävistenverband,
Deutsche Gesellschaft für Geschichte der Medizin,
Naturwissenschaft und Technik, Deutsche Gesellschaft für
Krankenhausgeschichte, Förderverein z. Erforschung der
Geschichte der Viadrina, Freunde und Förderer d.
Viadrina-Museums, Gesellschaft für Universitäts- und
Wissenschaftsgeschichte, Brandenburgische Historische Kommission.
INFO
Am Donnerstag, 4. März
Um 19 Uhr
Im
Daniel-Pöppelmann-Haus Herford
Deichtorwall 2
Eintritt frei
URL: www.geschichtsverein-herford.de
Mehr Informationen über die Mailingliste Westfaelische-Geschichte