[WestG] [AKT] Sonderausstellung "Goldene Pracht" ueber mittelalterliche Schatzkunst in Westfalen geplant: LWL, Bistum und Universitaet kooperieren
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Mi Aug 11 10:49:43 CEST 2010
Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 06.08.2010, 13:52
AKTUELL
Sonderausstellung "Goldene Pracht" über mittelalterliche
Schatzkunst in Westfalen geplant
LWL, Bistum und Universität kooperieren
Das Ausstellungsprojekt "Goldene Pracht - Mittelalterliche
Schatzkunst in Westfalen" ist am Freitag (06.08.) in Münster
offiziell besiegelt worden: Repräsentanten des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), des Bistums Münster
und der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster
unterzeichneten den Vertrag für ein Kooperationsprojekt: Das
LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, die Domkammer
und der Exzellenzcluster "Religion und Politik" der Universität
zeigen vom 26. Februar bis 28. Mai 2012 zum ersten Mal
herausragende Stücke mittelalterlicher Goldschmiedekunst des
10. bis 16. Jahrhunderts, die in Westfalen in ungewöhnlich
großer Zahl erhalten sind. Die Ausstellung zeigt in Münster
mehr als 200 Exponate aus dem Fundus des LWL-Landesmuseums und
des Bistums. Sie präsentiert zudem eine große Anzahl an
Leihgaben aus internationalen Museen.
Bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages betonten die
Repräsentanten der drei Einrichtungen die Bedeutung der
Zusammenarbeit: "Diese Kooperation ist ein neuer und wichtiger
Schritt für den LWL, über den wir uns sehr freuen", so die
LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale. "Das 1,6
Millionen Euro-Projekt verknüpft die Kompetenzen der
Wissenschaftler verschiedener Disziplinen - Historiker,
Kunsthistorikerinnen, Museumsfachleute, Theologen,
Liturgiewissenschaftlerinnen, Restauratoren - miteinander.
Dadurch bietet sich die einmalige Chance, mit innovativen
methodischen Ansätzen zu neuen Ergebnissen zu kommen."
Universitätsrektorin Prof. Dr. Ursula Nelles verwies auf die
vielfältigen Aktivitäten, mit denen sich der Exzellenzcluster
"Religion und Politik" an eine breitere Öffentlichkeit wende,
wie Ringvorlesungen und Vortragsreihen. Der Ausstellung
"Goldene Pracht" komme dabei eine besondere Bedeutung zu. Die
spätmittelalterliche Goldschmiedekunst stelle gewiss ein Feld
dar, auf dem ein breites Publikum wissenschaftliche Ergebnisse
interessiert aufnehme.
"Als Generalvikar des Bistums Münster freue ich mich besonders,
dass wir mit unseren Partnern vom LWL-Landesmuseum für Kunst
und Kulturgeschichte und dem Exzellenzcluster 'Religion und
Politik' eine große Ausstellung zur Goldschmiedekunst in
Westfalen veranstalten, die die kostbarsten Werke des
Mittelalters den Besuchern nahe bringen. Zugleich verdeutlicht
die Ausstellung, wie viele Stifter zur Ehre Gottes bedeutende
Goldschmiedearbeiten haben anfertigen lassen", so Generalvikar
Norbert Kleyboldt.
Die drei Kooperationspartner wollen mit der Ausstellung die
Öffentlichkeit auf den reichen Schatz der mittelalterlichen
Goldschmiedekunst in Westfalen aufmerksam machen, der in der
Vergangenheit häufig vernachlässigt worden sei, wie es hieß.
Finanziell engagieren sich die drei Partner zu gleichen Teilen.
Die Ausstellung "Goldene Pracht - Mittelalterliche Schatzkunst
in Westfalen" wird im LWL-Landesmuseum für Kunst und
Kulturgeschichte und in der Domkammer zu sehen sein.
Mehr Informationen über die Mailingliste Westfaelische-Geschichte