[WestG] [AUS] LWL-Landesmuseum zeigt Ausstellung ueber Max Ernst und Peter Schamoni, Muenster, 27.09.2009-10.01.2010
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Nov 12 10:22:08 CET 2009
Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 12.11.2009, 10:01
AUSSTELLUNG
Sünde und Versuchung
LWL-Landesmuseum zeigt Ausstellung über Max Ernst und Peter
Schamoni
Das LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster
kombiniert in einer außergewöhnlichen Ausstellung die Kunst von
Max Ernst mit dem filmischen Werk von Peter Schamoni. Das
Kunstmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL)
beleuchtet in der Ausstellung "Max Ernst läßt grüßen." Peter
Schamoni begegnet Max Ernst (27.9. – 10.1.2010) mit rund 200
Exponate sowie Großfotos und Filminstallationen die tiefe
Freundschaft zwischen dem Dadaisten und Surrealisten und dem
Film-Produzenten. In einer Serie stellt der LWL ausgewählte
Exponate der Ausstellung vor.
"Nach Hilfe schreiend liegt der hl. Antonius über dem
unbewegten Wasser seiner dunklen, kranken Seele und erhält als
Antwort das Echo seiner Ängste: das Lachen der Monster aus
seinen Visionen." So beschreibt Max Ernst selbst sein Werk "Die
Versuchung des heiligen Antonius" in einem Katalogtext. Das
Schlimmste, was der Heilige in seinen Visionen jemals erlitt,
scheint in diesem Bild Wirklichkeit geworden zu sein. Vor einer
surrealistischen Landschaft dehnt sich sein Körper in einer
schmerzvollen Haltung quer über den Vordergrund und sein Haupt
wird kopfüber nach unten gezerrt.
Er wird von einem Schwarm gehörnter, zahnbewehrter, haariger
Ungeheuer gepeinigt. Mit verzerrten Reptilien-, Vögel- und
Menschenfratzen haben die Monster sich in sein leuchtend
orangenes Gewand verbissen und seinen Mund mit ihren scharfen
Krallen aufgerissen. Am anderen Ende des Sees verkörpert eine
sich andeutende nackte Frau die Versuchung der irdischen Liebe.
Drastisch wie schon der berühmte deutsche Renaissance-Maler
Matthias Grünewald schildert auch Max Ernst den Kampf des
Eremiten Antonius, dem der Teufel in verschiedenen Gestalten
erschienen war, um ihn von seinem gotterfüllten Leben
abzubringen.
Mit diesem surrealistischen Meisterwerk gewann Max Ernst 1946
den ersten Preis eines Wettbewerbs zur Verwendung des Bildes in
dem Hollywood-Film "The private affairs of bel ami". Er setzte
sich damit gegen den großen Surrealisten Salvador Dali und
dessen weltbekanntes Gemälde der Pferde und Elefanten auf
Spinnenbeinen durch.
INFO
LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Domplatz 10
48143 Münster
Tel. +49 251 5907-01
Fax +49 251 5907-210
E-Mail: landesmuseum(at)lwl.org
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