[WestG] [AKT] 300 Gaeste beim Kreisheimattag

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Mi Jun 24 09:18:06 CEST 2009


Von: "Märkischer Kreis" <info at presse-service.de>
Datum: 23.06.2009, 11:44


AKTUELL

300 Gäste beim Kreisheimattag

Mehr als 300 Gäste verlebten am Samstag, 20. Juni 2009, einen 
informativen und unterhaltsamen Kreisheimattag im Lüdenscheider 
Kulturhaus. Eingeladen dazu hatten der Heimatbund Märkischer 
Kreis sowie Geschichts- und Heimatverein Lüdenscheid. Nach 31 
Jahren machte der Kreisheimattag zum zweiten Mal Station in 
Lüdenscheid. Zuletzt war das am 9. September 1978 der Fall. Es 
war ein besonderes Treffen, denn der Heimatbund konnte mit dem 
20. Kreisheimattag ein kleines Jubiläum feiern.

Landrat Aloys Steppuhn und der Vorsitzende des Heimatbundes 
Märkischer Kreis, Michael Rolland, begrüßten die Gäste und 
gingen auch auf die regionale Identität Südwestfalens ein. Die 
Regionale 2013 biete ein Chance, die Region zu stärken. Nicht 
zuletzt habe die Allensbach-Studie ergeben, dass die Menschen 
gerne in ihrer Region leben. "Sie sind bodenständig und 
weltoffen", so Aloys Steppuhn. Michael Rolland wusste zu 
berichten, dass sich auch die regionalen Heimatbünde für die 
Regionale 2013 engagieren. Dies belege nicht zuletzt der 
Projektantrag des Vereins "WasserEisenLand". Ohne Vergangenheit 
gebe es keine Zukunft.

Lüdenscheids Bürgermeister Dieter Dzewas bedankte sich beim 
Geschichts- und Heimatverein Lüdenscheid und dessen 
Vorsitzenden Hartmut Waldminghaus für die hervorragende 
Vorbereitung sowie Organisation. Er erinnerte daran, wie sich 
die Stadt in den 31 Jahren zwischen den Kreisheimattagen 
verändert hat. "Damals stand noch kein Kulturhaus und kein 
Stadtmuseum. Die Entwicklung der Altstadt sowie der gesamten 
Infrastruktur hat sich positiv entwickelt." Auch die 
europäische Integration, 1978 Thema, sei einen Schritt voran 
gekommen. "Wir haben fünf weitere Partnerschaften geschlossen." 
Die Region werde an Bedeutung zunehmen, so Dzewas. "Das müssen 
wir auch leben."

Im Zentrum der Veranstaltung stand der Festvortrag von Prof. 
Dr. Jürgen Kloosterhuis, Direktor des Geheimen Staatsarchivs 
Preußischer Kulturbesitz Berlin, zum Thema "Lüdenscheid aus 
Cöllner Perspektive". Das Staatsarchiv verfüge über mehr als 
100 Alben mit Daten und Urkunden über die damalige Grafschaft 
Mark aus dem 17. Und 18. Jahrhundert. "Die habe ich alle 
gelesen", so Prof. Kloosterhuis. Er zeigte nachvollziehbar auf, 
wie der Einfluss der Randlage im Westen auf das Zentrum der 
Preußischen Staatsmacht im fernen Cölln zunahm und die 
Machtbereiche, zumeist durch geschickte Vermählung, ausgebaut 
wurden.

Für das sehenswerte Rahmenprogramm sorgte das 
Blechbläserensemble "Windkraft" der Klassen 7a und 7b des 
Bergstadt-Gymnasiums und Rudolf Sparing als singender 
Moderator. Sparings mittlerweile 7. Revue, gespielt vom 
"Ensemble K." brachte einige historische und fiktive Personen 
auf der Bühne zusammen, Kaiser Wilhelm, Freiherr vom Stein, den 
Reidemeister, den "Zimbo-Mann", die Lüdenscheider Originale 
"Onkel Willi" mit seinem Hund oder das Schalksmühler 
Kiepenlisettken. Die gut 300 Gäste belohnten die kurzweilige 
Darbietung mit langanhaltendem Applaus. An den zahlreichen 
Info-Ständen im Kulturhaus-Foyer wurde heimatgeschichtliche 
Literatur, Wandertipps des SGV und das neue Heimatbuch 
"Lüdenscheid - Stadt auf der Höhe" angeboten.

Nach der Mittagspause machten sich die Heimatfreunde auf den 
Weg zu sechs verschiedenen Exkursionen. Lediglich der Besuch 
des Instituts für Geschichte und Biographie fand nicht genügend 
Interessenten. Mit einer Schlussveranstaltung im Theatersaal 
und der Einladung des Hemeraner Bürgermeisters Michael Esken 
zum Kreisheimattag 2011 nach Hemer endete ein rundherum 
gelungener Kreisheimattag in Lüdenscheid.


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