[WestG] [AKT] LWL-Industriemuseum sucht noch Schulpartner: Lernen in der "Helden-Werkstatt" in 53 Staedten
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Di Jun 9 10:12:45 CEST 2009
Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 08.06.2009, 13:15
AKTUELL
Lernen in der "Helden-Werkstatt" in 53 Städten
LWL-Industriemuseum sucht noch Schulpartner
Gute Nachrichten aus Düsseldorf. Mit einer Finanzspritze des
Landes Nordrhein-Westfalen in Höhe von rund 97.000 Euro kann
der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) sein Schulprojekt
"Helden-Werkstatt" auf alle 53 Kommunen des Ruhrgebiets
ausweiten. "Nach der erfolgreichen Pilotphase im letzten Jahr
können wir unsere Zusammenarbeit zwischen Schule und Museum
jetzt weiter ausbauen und noch mehr Jugendliche erreichen",
freut sich Dirk Zache, Direktor des LWL-Industriemuseums. Die
"Helden-Werkstatt" ist ein Begleitprojekt zur großen
kulturhistorischen Ausstellung "HELDEN. Von der Sehnsucht nach
dem Besonderen", die der LWL zum Kulturhauptstadtjahr von März
bis Oktober 2010 am Standort Henrichshütte Hattingen seines
Landesmuseums für Industriekultur zeigt.
Hintergrund
Im letzten Jahr startete die Helden-Werkstatt als Pilotprojekt.
Das LWL-Industriemuseum hat dazu Bildungspartnerschaften mit
zunächst zwölf Schulen abgeschlossen. Inzwischen ist der Kreis
größer geworden: Aktuell laufen 31 Projekte an 18 Schulen. In
den Fächern Kunst, Geschichte, Sozialwissenschaften, Deutsch
und Religion nehmen Lehrer und Schüler mit Unterrichtsmodulen
aus dem Industriemuseum den Helden-Begriff unter die Lupe: Was
sind Helden? Wie entstehen sie? Haben verschiedene Kulturen und
Generationen unterschiedliche Helden? Deckt sich der
Helden-Begriff von Jungen und Mädchen? Ticken Heldinnen anders
als Helden? Brauchen wir heute überhaupt noch Vorbilder?
Zur Werkstatt gehört aber nicht nur die Theorie: das
LWL-Industriemuseum fördert mit seiner ganzen Methodenvielfalt
eines "außerschulischen Lernortes" auch Kompetenzen im Bereich
Kunst und Medien. So meißeln auf der Zeche Nachtigall in Witten
Schüler ihre Vorbilder in Stein, auf der Henrichshütte
Hattingen gießen sie sie in Metall. Bei Interviews mit
Zeitzeugen und Recherchen in Archiven lernen die Jugendlichen
den Umgang mit Informationen. Im Modul "Deutsch" werfen die
Klassen einen Blick hinter die Kulissen der Neuverfilmung von
"Die Vorstadtkrokodile": Das Produktionsteam gewährt Einblicke
ins Drehbuch, während im Dortmunder Fritz-Hüser-Institut, das
den Nachlass des Autors Max von der Grün verwaltet, mit
historischen Original-Dokumenten gearbeitet wird.
Das Besondere an allen Modulen: Die Unterrichtsergebnisse
verschwinden nicht in den Schularchiven, sondern werden einer
großen Öffentlichkeit in der Ausstellung "HELDEN" vom 12. März
bis 31. Oktober 2010 im LWL-Industriemuseum Henrichshütte
Hattingen präsentiert.
Die Unterrichtsmodule eigenen sich für alle Schulformen und
Altersklassen ab 4. Klasse Grundschule. Auch Förderschulen und
Jugendinstitutionen kommen als Partner in Frage. Die
Helden-Werkstatt kann in Form von Unterrichtsreihen oder
Projekttagen durchgeführt werden.
In diesen Kommunen sucht das LWL-Industriemuseum noch jeweils
eine Schule bzw. Jugendinstitution für die Helden-Werkstatt:
Bönen, Bottrop, Datteln, Dinslaken, Duisburg, Haltern,
Hamminkeln, Herdecke, Herford, Ennepetal, Hünxe, Iserlohn,
Kamp-Lintfort, Moers, Mülheim, Oberhausen, Oer-Erkenschwick,
Rheinberg, Schermbeck, Sonsbeck, Unna, Voerde, Werne, Wesel,
Wetter.
Interessierte Padagogen können sich bis 30. Juni melden bei:
Anette Plümpe, Tel. 02383 4092, pluempe_a @yahoo.de
Das Projekt Helden-Werkstatt wird unterstützt mit Mitteln des
Landes Nordrhein-Westfalen.
Mehr Informationen über die Mailingliste Westfaelische-Geschichte