[WestG] [AKT] Papst wird zum Pope: Foerderpreis ermoeglicht Uebersetzungen ins Englische

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Di Apr 21 10:37:37 CEST 2009


Von: "Pressestelle der WWU Münster" <pressestelle at uni-muenster.de>
Datum: 21.04.2009 10:22


AKTUELL

Papst wird zum Pope
Förderpreis ermöglicht Übersetzungen ins Englische

Was der münstersche Kirchenhistoriker Prof. Dr. Hubert Wolf zum 
Thema "Kirche und Nationalsozialismus" in den Vatikanischen 
Archiven herausgefunden hat, kann bald auch das 
englischsprachige Publikum lesen. Sein Buch "Papst und Teufel" 
hat den Preis "Geisteswissenschaften international" gewonnen, 
mit dem die Übersetzung innovativer geistes- und 
sozialwissenschaftlicher Werke ins Englische finanziert wird. 
Ausgeschrieben wird der Preis vom Börsenverein des Deutschen 
Buchhandels, der Fritz-Thyssen-Stiftung und dem Auswärtigen Amt.

Wolf ist seit dem Jahr 2000 Professor für Mittlere und Neuere 
Kirchengeschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität in 
Münster. Bekannt wurde er unter anderem durch seine Forschungen 
zum "Index der verbotenen Bücher", die auch Grundlage einer 
zweiteiligen Dokumentation sind, die in der Karwoche im ZDF 
ausgestrahlt wurde. 2003 erhielt er den höchstdotierten 
deutschen Wissenschaftspreis ausgezeichnet, den Leibniz-Preis 
der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

"Papst und Teufel" erschien 2006 im renommierten Münchener 
Verlag C. H. Beck und liegt inzwischen in zweiter Auflage vor. 
Bereits erschienen sind Übersetzungen in italienischer und 
französischer Sprache, im Druck befinden sich Übersetzungen ins 
Polnische, Ungarische und ins Katalanische.

"Geisteswissenschaften international" stellt jährlich 400.000 
Euro für Übersetzungen ins Englische bereit. Die Titel werden 
von den deutschen Verlagen vorgeschlagen und schließlich von 
einer Jury aus Wissenschaftlern, Fachjournalisten und Verlegern 
ausgewählt. Ziel ist es, zu einer stärkeren internationalen 
Verbreitung der geistes- und sozialwissenschaftlichen 
Forschungsergebnisse aus Deutschland beizutragen und zugleich 
Deutsch als Wissenschaftssprache und Sprache der 
Erstveröffentlichung geistes- und sozialwissenschaftlicher 
Werke zu erhalten.


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