[WestG] [AKT] Erinnern: Stadtbuecherei Witten zeigt 'Buecher aus dem Feuer'
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Di Mai 13 10:55:06 CEST 2008
Von: "Universitätsstadt Witten" <info at presse-service.de>
Datum: 09.05.2008, 13:50 >>>
AKTUELL
Erinnern: Stadtbücherei zeigt 'Bücher aus dem Feuer'
Schriftstellerisches Werk der Nazi-Opfer soll nicht vergessen
werden
Am 10. Mai 1933 brannten in fast allen deutschen
Universitätsstädten auf Scheiterhaufen die Bücher politisch und
rassisch unerwünschter Schriftsteller und Wissenschaftler. Es
war Höhepunkt der ersten Propagandaaktion der Nazis nach der
Machtergreifung. An diesen Tag soll jetzt mit der bundesweiten
Aktion "Bücher aus dem Feuer" erinnert werden, an der sich auch
die Wittener Stadtbücherei beteiligt.
Im Außenschaukasten an der Ruhrstraße 48 kann man sich über
diese Zeit und die "verbrannten Dichter" informieren, im
Innenschaukasten ist eine Auswahl der "verbrannten Bücher"
ausgestellt, die natürlich auch ausgeliehen werden können.
Außerdem, so Elisabeth Lappe-Oeynhausen von der Stadtbücherei,
seien im Internet unter www.kulturforum-witten.de >>
Stadtbücherei >> Leseprobe entsprechende Literaturempfehlungen
abrufbar.
Der große deutsche Schriftsteller Heinrich Heine (1797 - 1856),
der wegen seiner jüdischen Herkunft und seiner kritischen
politischen Einstellungen immer wieder angefeindet wurde, hat
einmal gesagt: "...dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man
auch am Ende Menschen." Die menschenunwürdige Tat der Nazis
hatte für viele Schriftsteller brutale Folgen. Viele von ihnen
wurden mit Berufsverbot belegt, verfolgt, ins Exil oder gar in
den Selbstmord getrieben oder ermordet. So hat jeder Einzelne
von ihnen einen eigenen dramatischen Leidensweg hinter sich.
Trotz drohender harter Repressionen bis hin zur Todesstrafe
blieben diese Menschen ihrem Gewissen und ihren Überzeugungen
verpflichtet und verdienen besonderen Respekt und Achtung.
Elisabeth Lappe-Oeynhausen: "Wir wollen sie und ihr
schriftstellerisches Werk nicht vergessen."
INFO
Stadtbücherei Witten
Ruhrstraße 48
Tel.: (0 23 02) 581-25 23
FAX: (0 23 02) 581-25 99