[WestG] [AKT] Kuenstlerische und musikalische "Glanzstuecke" im LWL-Landesmuseum, 03.04.2008, Muenster
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Mi Mär 26 09:29:16 CET 2008
Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 25.03.2008, 15:24
AKTUELL
"Künstliche Paradiese": Der Traum vom Süden und vom vollkommenen
Glück
Künstlerische und musikalische "Glanzstücke" im LWL-Landesmuseum
"Nur wer die Sehnsucht kennt, weiß was ich leide", sang einst
Mignon, die liebliche Figur aus Goethes Roman "Wilhelm Meisters
Lehrjahre". Noch immer zieht es die Nordeuropäer in den heiteren
Süden und noch immer träumen sie den Traum vom Paradies, auch in
der Kunst.
Unter dem Titel "Künstliche Paradiese" geht das zweite
"Glanzstück" am Sonntag, 3. April 2008, um 20 Uhr im
LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Münster der
Sehnsucht nach dem vollkommenen Leben in der Kunst und in der
Musik nach.
Aus Anlass des 100jährigen Bestehens des Museums des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) entwickelte die GWK -
Gesellschaft für Westfälische Kulturarbeit in Zusammenarbeit mit
dem Haus am Domplatz auch dieses zweite "Glanzstück".
Es stellt die berühmten italienischen Szenen der
Landschaftsmaler Oswald Achenbach und Jakob Hackert aus dem 19.
Jahrhundert, zum anderen das große Wandfries "Paradies" von
Franz Marc und August Macke in den Mittelpunkt zweier
klassischer Konzerte.
Die vielfach ausgezeichnete Sopranistin Susanne E. Kirchesch und
ihr Klavierbegleiter Hendrik Heilmann machen mit den
"Mignon-Liedern" Hugo Wolfs den Traum des Komponisten von einer
idealen Heimat dramatisch lebendig und sie heben den Schmerz
darum, dass dieser Ort für immer verloren ist, auf in einem
witzig-heitren Auszug aus seinem "Italienischen Liederbuch".
Hugo Wolf, dank der Ausdrucksstärke seiner Werke einer der
größten Liederkomponisten überhaupt, blieb Zeit seines Lebens
arm.
Reich und renommiert dagegen wurde Oswald Achenbach mit seinen
stimmungsvollen italienischen Stadtszenen. Den feinfühligen
Koloristen aus Düsseldorf, der ein Wegbereiter des deutschen
Impressionismus war, und seinen "italienisierenden" Vorgänger
Jakob Hackert stellt die Kuratorin Dr. Angelika Lorenz in einem
Kurzvortrag vor.
Die international gastierenden, mehrfach preisgekrönten "Femmes
Fantastiques", die Klarinettistin Sabine Grofmeier und die
Cellistin Emanuela Simeonova, bringen das Paradiesbild von Macke
und Marc in der Sammlung des Landesmuseums zum Klingen. Das
große, vielfarbige Wandfries aus Mackes Atelier zeigt Adam und
Eva nach ihrer Vertreibung aus dem Paradies, in harmonischer
Einheit mit sich und der Natur. Deshalb verbinden sich auch in
den Glanzstücken der "fantastischen Frauen" Lebensfreude pur und
entzückende Leichtigkeit mit sanfter Nostalgie und sehnsüchtiger
Erinnerung.
Mit Werken von Beethoven und Bach, von Gershwin, Piazzolla,
Fromm-Michaels und Rimsky-Korsakow klagen Les Femmes
Fantastiques um den Verlust des ursprünglichen Gartens Eden,
zugleich lassen sie den Traum der Künstler von einem
menschen-gemachten Paradies musikalisch auferstehen. Von der
Paradiesvision Mackes und Marcs berichtet der Kurator Dr. Erich
Franz in seinem Kurzvortrag.
Karten zum Preis von 14 €, ermäßigt 10 €, gibt es an der
Museumskasse (Tel: 0251 5907-01) und an der Abendkasse.
www.lwl-landesmuseum-muenster.de, www.gwk-online.de
INFO
LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Münster
Domplatz 10
48143 Münster
Tel.: 0251 5907-01
Fax: 0251 5907-210
E-Mail: landesmuseum at lwl.org