[WestG] [AKT] Frueher Saisonstart im Hagener LWL-Freilichtmuseum, 21.03.2008, Hagen
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Mi Mär 19 09:50:57 CET 2008
Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 18.03.2008, 12:56
AKTUELL
Früher Saisonstart im Hagener LWL-Freilichtmuseum
Ausstellung über Kinderarbeit, ein neuer Spielplatz und alte Autos
Früher als gewöhnlich startet am Karfreitag (21. März) das
Hagener Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
(LWL) in die Freiluftsaison 2008. Zwei Sonderausstellungen zu
Kinderarbeit sowie Handwerk und Kunst sowie zahlreiche
Sonderveranstaltungen wie Oldtimertreffen stehen in diesem Jahr
auf dem Museumsprogramm. Außerdem wird in diesem Sommer der
Museumsspielplatz eröffnet und die Bauarbeiten für die neue
Museumsgaststätte beginnen.
"Wir wollen den Menschen die Kultur Westfalens näher bringen.
Auf diesem Weg haben wir hier mit den zahlreichen
Vorführbetrieben schon viel erreicht. Um die Menschen auch
künftig anzusprechen, entwickeln wir das Museum ständig weiter.
In den kommenden zwei Jahren bauen wir beispielsweise eine neue
Museumsgaststätte mit einem neugestalteten Vorplatz, um den
Service für unsere Besucher zu verbessern.
Bereits im Sommer wird der neue Spielplatz fertig", verspricht
Dr. Barbara Rüschoff-Thale, seit 1. März neue Kulturdezernentin
des LWL. Für die Museumsbesucher zwar nicht sichtbar, aber für
das Museum ebenso wichtig sei das neue Depot, in das Ende Juli
tausende Museumsstücke umziehen. Außerdem werde zur Zeit das
Tabakhaus renoviert, so Rüschoff-Thale weiter.
Als erste Sonderveranstaltung der Saison findet direkt nach
Ostern die Kunsthandwerkerausstellung "Handwerk - Kunst -
Design" statt. Dabei präsentieren die Kunsthandwerker moderne
Techniken und Gestaltungsformen aus vielen verschiedenen
Werkstoffen. Am 13. April eröffnet die diesjährige
Sonderausstellung "Kinderarbeit einst und jetzt" sowie die
spezielle Ausstellung "Abseits der Fabriken - Kinderarbeit in
Westfalen im 19. Jahrhundert".
"Die Ausstellung haben wir mit dem Museum für Industriekultur in
Osnabrück und terre des hommes erarbeitet. Sie zeigt im
historischen Teil, wie es bis vor hundert Jahren noch in
Westfalen zuging. Im zweiten Teil berichtet sie von der
Kinderarbeit heute in den Schwellenländern", so Museumsleiter
Dr. Uwe Beckmann.
Neben den Ausstellungen plant das LWL-Freilichtmuseum an
Wochenenden Sonderveranstaltungen wie das textilorientierte
umGARNen, den schöpferischen Papiertag, das fröhlichbunte
Kinder- und Herbstfest sowie das technikorientierte
Oldtimertreffen der Feuerwehren und der Trabis am Tag der
Deutschen Einheit.
Als besonderes Highlight steht Der Wilde Westen am 17. Mai auf
dem Programm: Die Open-Air-Produktion des Kulturzentrums
Lichtburg aus Wetter feiert ihre Premiere im Hagener
LWL-Freilichtmuseum. Eine Mischung aus Kultur und Technik gibt
es bei Dampf und Rock'n Roll wenn Dampfmaschinen durch das
Museum tuckern und die Band "Teddy Conetti" den Besuchern
einheizt.
Wie immer heißt es im Hagener LWL-Freilichtmuseum nicht nur
Zuschauen, sondern auch Mitmachen zum Beispiel bei den im
vergangenen Jahr eingeführten Kaffeekränzchen oder bei den
monatlichen Junior-Führungen, die ergänzt werden durch Workshops
zum Thema Kinderarbeit.
Hier lernen die Kinder spielerisch, wie die Arbeitswelt von
Altersgenossen aussah und in vielen Ländern sogar heute noch
aussieht. In diesem Jahr gibt es auch wieder wissenschaftliche
Führungen zu bestimmten Themen.
Für aktive Besucher stehen verschiedene kreative Workshops auf
dem Plan. Da gibt es Korbflechten, Buchbinden, Lithografie und
einen mehrtägigen Kursus, bei dem selber gestaltete Skulpturen
und Reliefs in Bronze abgegossen werden. Unter dem Titel "Frauen
im Handwerk. Perspektiven der Forschung" veranstaltet das
LWL-Freilichtmuseum am 13. und 14. November eine
wissenschaftliche Tagung zum Thema Frauen und Handwerk.
Rund 20 Vorträge beleuchten verschiedene Aspekte dieses
Verhältnisses. Die Vorträge beziehen sich sowohl auf
übergreifende Phänomene wie die Frage nach der Ausbildung von
Frauen für das Handwerk als auch auf die Analyse der Stellung
von Frauen in bestimmten Handwerksberufen.
Als eines der ersten LWL-Museen hat das LWL-Freilichtmuseum
Hagen ein Leitbild entwickelt. "Ich freue mich, dass sich an der
Erarbeitung des Leitbildes viele Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter beteiligten", berichtet Beckmann. "Vier Fragen waren
uns besonders wichtig: Wie arbeiten wir miteinander? Wie gehen
wir mit unseren historischen Objekten um? Wie unterhalten wir
unsere Besucher und wie vermitteln wir ihnen Wissen? Und
schließlich - wie begegnen wir unseren Besuchern?"
Die Museumspädagogik hat eine neue Mitarbeiterin, die allerdings
noch namenlos ist: Eine Museumskatze wird an den Werkstätten und
Gebäuden aufgestellt, in denen die museumspädagogischen
Programme stattfinden. In einem Wettbewerb sucht das Museum ab
dem 1. April einen Namen für die Katze. Die Teilnehmerkarten
gibt es zum Wettbewerbsbeginn an der Kasse. Der Wettbewerb läuft
bis Ende Mai, danach wählt eine Jury einen Namen aus.
Die Eintrittspreise bleiben auch in diesem Jahr stabil:
Erwachsene:5 €
Kinder ab 6 Jahren: 2 €
Familienkarten:11 €
INFO
LWL-Freilichtmuseum Hagen
Westfälisches Landesmuseum
für Handwerk und Technik
Mäckingerbach
58091 Hagen
Tel.: 02331 7807-0
Fax: 02331 7807-120
E-Mail: freilichtmuseum-hagen at lwl.org
URL: www.lwl-freilichtmuseum-hagen.de