[WestG] [AKT] Vortrag: Zur Entwicklung des Burgenbaus am Mittelrhein, 18.03.2008, Gelsenkirchen-Horst
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Mi Mär 5 10:59:48 CET 2008
Von: "Bernd Becker" <bernd.becker at gelsenkirchen.de>
Datum: 29.02.2008, 11:01
AKTUELL
Schloß Horst - Renaissance und mehr /
Wissenschaftliche Vortragsreihe
Zur Entwicklung des Burgenbaus am Mittelrhein vom
beginnenden Mittelalter bis zur Romantik des 19. Jahrhunderts
Es referiert Dr. Reinhard Friedrich, Leiter des Europäischen
Burgeninstitutes der Deutschen Burgenvereinigung in der
Philippsburg/Braubach. Die auf hohen Felsen beidseitig des
Flusslaufs gelegenen Burgruinen prägen das Bild des
Mittelrheintales, so dass es heute als klassische
Burgenlandschaft einen weltweiten Bekanntheitsgrad genießt. Dies
verdeutlicht auch die Anerkennung als Weltkulturerbe durch die
UNESCO im Jahr 2002.
Im Engtal des Mittelrheins waren die Voraussetzungen für die
Errichtung von Höhenburgen günstig, da die zahlreichen Felsen
ideale Voraussetzungen zum Bau von Burgen boten. Zudem lagen sie
an einer der Hauptverkehrsadern des Reiches. Der Vortrag
behandelt die Entwicklung des Burgenbaus in dieser bedeutenden
Burgenlandschaft, ausgehend von den ersten, frühen Burgen im 10.
und 11. Jahrhundert.
Die Stauferzeit von der Mitte des 12. bis zur Mitte des 13.
Jahrhunderts gilt auch am Mittelrhein als Blütezeit des
Burgenbaus. Jedoch wird deutlich, dass noch im 14. Jahrhundert
überraschend viele Burgen neu gebaut bzw. ältere überprägt
wurden.
Mit dem Aufkommen der mauerbrechenden Kanonen verloren
die Burgen seit dem 15. Jahrhundert allmählich ihre
Wehrhaftigkeit und damit ihre machtpolitische Bedeutung.
Spätestens seit der Zerstörungswelle von 1688/89, mit der die
Truppen Ludwigs XIV. im Pfälzischen Erbfolgekrieg das Rheinland
überzogen, waren die meisten daher ruinös.
Gerade an diesen Ruinen entzündete sich im 18. und 19.
Jahrhundert der Geist der Romantik, sodass es Ende des 19.
Jahrhunderts kaum noch eine unverändert erhaltene Ruine im
Mittelrheintal gab. Allerdings erfuhren die Burgen nun eine
vielfältige Ansprache in der darstellenden Kunst, vor allem in
Stichen und Gemälden, die heute noch eine wertvolle
Auswertungsgrundlage bilden. VA: Stadt Gelsenkirchen/Referat
Kultur in Kooperation mit dem Förderverein Schloß Horst e.V.
INFO
Schloß Horst
Turfstr. 21
45899 Gelsenkirchen-Horst
Tel.: (0209) 169 6163
Fax: (0209) 1 69- 61 30
E-Mail: schloss.horst at gelsenkirchen.de
Dienstag, 18.3.2008, 19:30 Uhr
Eintritt frei