[WestG] [AUS] "Lammfromm oder bockbeinig - Das Schaf in der Kulturgeschichte", 27.01.-30.03.2008, Vreden
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Mi Jan 23 11:01:30 CET 2008
Von: "Kreis Borken" <info at presse-service.de>
Datum: 21.01.2008, 14:31
AUSSTELLUNG
"Lammfromm oder bockbeinig - Das Schaf in der Kulturgeschichte"
Neue Ausstellung im kreiseigenen Hamaland-Museum in Vreden
vom 27. Januar bis zum 30. März 2008
Religiöses Opferlamm oder kuscheliger Sympathieträger: Das
Spektrum der Assoziationen, mit denen Schafe in Verbindung
gebracht werden, ist groß. Einen Überblick über dieses weite
Feld verschafft die Ausstellung "lammfromm oder bockbeinig - Das
Schaf in der Kulturgeschichte" im kreiseigenen Hamaland-Museum
in Vreden, Butenwall 4. Sie wird am kommenden Sonntag, 27.
Januar, um 11 Uhr eröffnet.
Die ersten Lämmer dieses Jahres sind bereits auf die Welt
gekommen und schon Ende März steht das Osterfest vor der Tür: Da
liegt es nahe, sich einmal näher mit dem Woll-, Fell-, Fleisch-
und Milchlieferanten zu beschäftigen. Dr. Annette Menke, die
Leiterin des Museums in Trägerschaft des Kreises Borken, hat
zahlreiche Exponate zusammengestellt. Die Sonderausstellung
zeigt Wissenswertes über das Schaf und seine Nutzung, aber auch
eine Reihe von alltäglichen und sakralen Gegenständen, die
Schafe und Lämmer zieren.
"Denn nicht nur als Nutztier spielt das Schaf oder besser das
Lamm eine große Rolle in der Kulturgeschichte", erklärt Dr.
Annette Menke." Es steht als Symbol der Wehrlosigkeit, der
Geduld und Friedfertigkeit." Im Alten Testament war das Lamm
bevorzugtes Opfertier. Im Neuen Testament wird es zum Symbol für
Jesus Christus, der unschuldig hingerichtet wurde. "Das
Osterlamm mit der Siegesfahne ist ein Zeichen für den
auferstandenen Christus, der den Tod überwunden hat", so Menke.
Aufwändig gestickt schmückt es zum Beispiel viele liturgische
Gewänder.
Schafe sind zusammen mit Ziegen die ältesten Wirtschaftstiere
des Menschen. Seit etwa 8.000 Jahren werden sie in Europa
gehalten. Zunächst dienten sie ausschließlich zur
Fleischproduktion. Durch zielgerichtete Zucht gelang es
schließlich, das Wollvlies so zu verändern, dass man es als
Textilfaser verarbeiten konnte.
Ansprechen soll die Schau nicht nur Fans der vierbeinigen
Wolllieferanten. Auch Freunde der Landwirtschaft und sakraler
Geschichte kommen auf ihre Kosten. Zahlreiche Leihgeber haben
ganz persönliche Schafbilder oder -figuren für die Ausstellung
zur Verfügung gestellt. Darunter sind kuschelige und kitschige
Exponate, aber auch skurrile und witzige Ausstellungsstücke.
Spruchweisheiten und volksmedizinische Rezepturen fehlen ebenso
wenig, wie Wolliges fürs Baby und Plüschtiere.
INFO
Zur Eröffnung lädt das Hamaland-Museum am kommenden Sonntag, 27.
Januar, um 11 Uhr ein. Museumsleiterin Dr. Annette Menke wird
dann näher in die neue Schau einführen. Der Eintritt zur
Eröffnungsveranstaltung ist frei. Das Hamalandmuseum ist
dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Nähere
Informationen gibt es im Museum unter der Telefonnummer
02564/39180 oder per Email: hamaland-museum at kreis-borken.de.