[WestG] [AKT] Vortrag: Der maerkische Steinkohlenbergbau im 17. und 18. Jahrhundert, 23.01.2008, Witten
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Di Jan 22 11:19:47 CET 2008
Von: "Forum Geschichtskultur" <forum at geschichtskultur-ruhr.de>
Datum: 21.01.2008, 07:21
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"
AKTUELL
"Preußischer Bergbau vor 220 Jahren"
Neue Vortragsreihe im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall
Mittwoch, 23. Januar 2008, 19.30 Uhr
Zu einem Bildvortrag zum Thema "Der märkische Steinkohlenbergbau
im 17. und 18. Jahrhundert" lädt der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) am Mittwoch, 23. Januar, in sein
Industriemuseum Zeche Nachtigall in Witten ein. Der Vortrag
bildet den Auftakt zu einer neuen Vortragsreihe, in der die
Geschichte des Bergbaus im Ruhrgebiet und in Oberschlesien aus
unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet wird. Die Vorträge
finden im Rahmen der Sonderausstellung "Im Auftrag Seiner
Majestät - Die Reise des Oberbergrats Friedrich Wilhelm von
Reden von Oberschlesien ins Ruhrtal" statt.
Der Vortrag von Dr. Michael Fessner gibt einen Überblick über
die staatlichen Bemühungen zur bergstaatlichen Lenkung des
märkischen Steinkohlenbergbaus vom beginnenden 17. bis zum
ausgehenden 18. Jahrhundert. Als der preußische König Friedrich
der Große 1777 den aus dem Harzer und sächsischen Bergbau
stammenden Friedrich Anton von Heynitz zum neuen Leiter des
Bergwerks- und Hüttendepartements in Berlin ernannte, trat eine
neue vom Staat beherrschte Periode im preußischen Bergwerks- und
Hüttenwesen ein.
Im Gegensatz zu seinen Vorgängern zog Heynitz konsequent einen
Mitarbeiterstab heran, der seine Vorstellungen von einem
bergbehördlich gelenkten Bergbau vertrat. Heynitz betraute
höhere Bergbeamte mit der Leitung der einzelnen Bergreviere:
Friedrich Wilhelm von Reden leitete ab 1779 das Schlesische,
Karl Christian Sigismund von Veltheim ab 1782 das Mansfelder und
Karl vom und zum Stein ab 1784 das Märkische, Ibbenbürener und
Mindener Revier. Nach fast 200-jährigen Bemühungen des
brandenburg-preußischen Staates gelang es von Heynitz, vom Stein
und von Reden, den märkischen Steinkohlenbergbau unter
staatliche Kontrolle zu stellen.
Ab 18 Uhr besteht zusätzlich die Möglichkeit zum Rundgang durch
die Sonderausstellung. Der Eintritt ist frei.
Weitere Veranstaltungen der Vortragsreihe:
6. Februar 2008
Bergbauhistorische Kartenwerke der Grafschafschaft Mark.
Vortrag von Dr. Klaus Eichholz, Bochum
27. Februar 2008
"Hier bin ich also in Westphalen angekommen..." Das Leben des
Freiherrn Karl vom und zum Stein.
Vortrag und Filmvorführung von Dr. Volker Jakob,
LWL-Medienzentrum für Westfalen, Münster
05. März 2008
Dreimaliger Denkmalbau, doppelter Denkmalsturz -
Das Nachleben Friedrich Wilhelm von Redens
im deutsch-polnischen Spannungsfeld.
Vortrag von Dr. Thomas Parent,
LWL-Industriemuseum, Dortmund
19. März 2008
Friedrich Wilhelm von Reden und der schlesische Eisenkunstguss.
Vortrag von Dr. Idis B. Hartmann, Oldenburg.
INFO
LWL-Industriemuseum
Zeche Nachtigall
Nachtigallstraße 35
58452 Witten-Bommern
Tel.: 02302 93664-0
Fax: 02302 93664-22
E-Mail: Zeche-Nachtigall at lwl.org
URL: www.lwl-industriemuseum.de