[WestG] [AKT] LWL muss bei Finanzen fuer Kloster Dalheim nachbessern
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Dez 4 10:57:13 CET 2008
Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 03.12.2008, 14:16
AKTUELL
LWL muss bei Finanzen für Kloster Dalheim nachbessern
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) muss beim
Finanzkonzept des LWL-Landesmuseums für Klosterkultur in
Lichtenau-Dalheim (Kreis Paderborn) nachbessern. In den ersten
zwei Jahren als Museum (2007 und 2008) sei beim Kloster Dalheim
ein Defizit von 400.000 Euro aufgelaufen, berichtete
LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale am Mittwoch
(3.12.) vor dem Kulturausschuss des Verbandes in Münster.
Auch in Zukunft rechnet der LWL mit einer Finanzierungslücke.
Alle Fraktionen äußerten im Kulturausschuss, dass sie Dalheim
als Museum erhalten wollen. Wie die Verluste ausgeglichen werden
sollen, werden die Abgeordneten im Februar 2009 beschließen.
"Obwohl wir mit dem Besucherandrang in den ersten zwei Jahren
zufrieden sind, ist es sehr ärgerlich, dass wir jetzt Lücken
schließen müssen", so Rüschoff-Thale. Ursachen für die Verluste
sind nach Angaben der Kulturdezernentin unter anderem die
gestiegenen Energiekosten, höhere Personalkosten durch
Tarifsteigerungen beim Personal und Mehrbedarf bei der Bewachung
des Museums.
Das "strukturelle Defizit" in der Finanzierung des
Museumsbetriebes soll zum Beispiel durch Drosselung der Heizung
und bessere Dämmung gemindert werden. Besucher sollen ab 2010
nach Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts auch für die
Außenanlagen Museumseintritt bezahlen, das Eintrittsgeld soll in
zwei Jahren erhöht werden.
Hintergrund
Im Mai 2007 eröffnete das ehemalige Chorherrenstift Dalheim als
LWL-Landesmuseum für Klosterkultur. 70 Prozent der Umbaukosten
von 8,6 Millionen Euro hatte das Land NRW, 30 Prozent der LWL
getragen. Der LWL baut das Museum für weitere 14 Millionen Euro
bis 2010 aus: Der Kreuzgang, zwei Flügel und die Gärten des
ehemaligen Klosters werden im zweiten Bauabschnitt wieder
hergerichtet.
Der erste Teil der Dauerausstellung widmet sich der Umnutzung
von Klosteranlagen nach der Säkularisation 1803. In den mit
Rücksicht auf die Patina modernisierten Ausstellungsräumen im
barocken Westflügel finden auf 980 Quadratmetern 240 Exponate
Platz.
Träger des Museums ist eine Stiftung. Aus den Erträgen der
Stiftung Kloster Dalheim wird der Großteil des Museumsbetriebes
finanziert. Das Stiftungskapital von zwölf Millionen Euro stammt
zu gleichen Teilen vom LWL, dem Kreis Paderborn und von privaten
Stiftern.
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