[WestG] [AUS] Freiheit der Linie - Von Obrist und dem Jugendstil zu Marc, Klee und Kirchner, 25.11.2007-17.02.2008, Muenster

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Nov 22 11:34:53 CET 2007


Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 21.11.2007, 13:36


AUSSTELLUNG

Wandteppich weist Weg in eine "neue Kunst" 
Montage des "Peitschenhiebes" in der Ausstellung "Freiheit der 
Linie. Von Obrist und dem Jugendstil zu Marc, Klee und Kirchner" 
(25.11.2007-17.2.2008)

Das LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster 
präsentiert ab Sonntag, 25. November (bis zum 17. Februar 2008), 
in einer umfassenden Ausstellung mit über 200 Exponaten die 
bekannte Kunst des "Blauen Reiters" (Kandinsky, Marc, Klee) und 
der "Brücke" (insbesondere Kirchner) in einem neuen 
Zusammenhang. Erstmals werden im Museum des Landschaftsverbandes 
Westfalen-Lippe (LWL) mit der Ausstellung "Freiheit der Linie - 
Von Obrist und dem Jugendstil zu Marc, Klee und Kirchner" die 
Ursprünge des Expressionismus im Münchner Jugendstil um 1900 
aufgezeigt.

Zu den Besonderheiten der Ausstellung zählt der "Peitschenhieb" 
- ein 1,20 mal 1,80 Meter großer gestickter Wandteppich von 
Hermann Obrist. Die Stickerei ist 110 Jahre alt und sein Stoff 
mittlerweile brüchig und die Farbe verschossen. Der Besitzer des 
Teppichs, das Münchner Stadtmuseum, und der Aussteller, das 
LWL-Landesmuseum, hatten sich deshalb dazu entschlossen, das 
Kunstwerk in monatelanger Arbeit nachsticken zu lassen. "Die 
Nachbildung des Teppichs war für die Stickerinnen der 
Textilwerkstatt eine große Herausforderung", berichtet Heinz 
Kalab vom Vorstand der PSD Bank Westfalen-Lippe, die die 
Rekonstruktion des Wandteppichs unterstützt hat.

"Der Teppich galt in der Zeit der Jahrhundertwende als Signal 
zum Aufbruch in eine "neue Kunst" - ohne Nachahmung von 
Vorbildern, nur nach eigenem Gefühl", erklärt Dr. Erich Franz, 
Kurator am LWL-Landesmuseum. Kurz vor der Eröffnung wurde der 
"Peitschenhieb" gemeinsam mit der Textilrestauratorin des 
Münchner Stadtmuseums, Magdalena Gerg, in den bunten Räumen der 
Ausstellung "Freiheit der Linie" montiert.


INFO

LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Domplatz 10
48143 Münster
Tel.: 0251 5907-01
Fax: 0251 5907-210
E-Mail: landesmuseum at lwl.org