[WestG] [AKT] Muenster erhaelt ein GeoMuseum
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Mär 1 11:09:31 CET 2007
Von: "Pressestelle Uni Münster" <pressestelle at uni-muenster.de>
Datum: 27.02.2007, 15:08
AKTUELL
Münster erhält ein GeoMuseum
Mineralogische und Geologische Sammlungen ziehen zusammen
Münster erhält ein "GeoMuseum". Die neue Einrichtung der
Universität für die Öffentlichkeit entsteht bis zum Jahresende
aus den bisherigen Sammlungen für Geologie und Paläontologie sowie
für Mineralogie. Untergebracht wird das "GeoMuseum" an der
Pferdegasse in der münsterschen Innenstadt, in unmittelbarer
Nachbarschaft der anderen Universitätsmuseen und des Landesmuseums
für Kunst und Kulturgeschichte. Damit wird die Pferdegasse zwischen
Domplatz und Aegidiimarkt zur Museumszeile Münsters.
Im bisherigen Mineralogischen Museum der WWU Münster an der
Hüfferstraße, das seit einigen Tagen bereits geschlossen ist,
werden die wertvollen Mineralien, Kristalle und Gesteine zur Zeit
sorgfältig verpackt und in Kisten und Containern gelagert. Das
bisherige Geologisch-Paläontologische Museum an der Pferdegasse hat
letztmalig am 11. März 2007 geöffnet. Die Attraktion des Museums,
das bekannte Mammut von Münster, ist ohnehin bereits seit dem
vergangenen Sommer nach Herne ausgeliehen.
Der erforderliche Umbau des Gebäudekomplexes an der Pferdegasse 3
wird nach Angaben von Uni-Baudezernent Reinhard Greshake rund eine
halbe Million Euro kosten und den Abriss zahlreicher Innenwände, die
Verstärkungen von Decken und die Erneuerung der Installationen
einschließen, während das äußere Erscheinungsbild der
denkmalgeschützten Landsbergschen Kurie aus den Jahren 1703 bis 1707
unverändert bleibt. Wichtige Neuerungen im künftigen GeoMuseum: Im
bisherigen Eiszeitsaal des Geologischen Museums wird ein Pavillon
eingebaut, der Besucherempfang, Museumsshop und Cafeteria enthalten
wird. Auch das Obergeschoss im Mittelteil des Gebäudes wird
künftig museal genutzt. Rund um den alten Hörsaal wird je ein Raum
für Sonderausstellungen und die historische Westfalen-Sammlung her
gerichtet.
In den Nordflügel des Gebäudes, wo derzeit noch Büroräume
liegen, zieht die mineralogische Sammlung ein. Große Säle im Erd-
und Obergeschoss ermöglichen die Präsentation der wichtigsten
Objekte, die thematisch getrennt vorgestellt werden. Unten sehen die
Besucher die Verbindung von Lagerstätten und Gesteinen zur
dynamischen Erde, die so genannte Plattentektonik, oben werden seltene
Gesteine und die Edelstein-Sammlung gezeigt.
Wermutstropfen für die beiden Museumsleiter Dr. Markus Bertling und
Dr. Peter Schmid-Beurmann: Der Zusammenschluss der beiden Sammlungen
an einem gemeinsamen Standort ist mit einem Verlust an
Ausstellungsfläche um knapp zwanzig Prozent verbunden. Die
bisherigen Dauerausstellungen müssen deshalb komplett umorganisiert
werden. Dies ermöglicht erstmals einen Rundgang, der alle Räume
des Museums berührt. An der Ausstellungskonzeption und der
Informationsgestaltung für das "GeoMuseum" sind Studierende der
Fachbereiche Design und Architektur der Fachhochschule Münster
beteiligt.
INFO
Link: Fachbereich Geowissenschaften der WWU Münster
(http://www.uni-muenster.de/Geowissenschaften/)