[WestG] [AKT] Der LWL verleiht seinen Foerderpreis an Dietmar Simon aus Luedenscheid, Muenster

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Fr Feb 23 10:30:59 CET 2007


Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 15.02.2007, 11:23


AKTUELL

Der LWL verleiht seinen Förderpreis an Dietmar Simon aus 
Lüdenscheid

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) vergibt seinen mit 
3.100 Euro dotierten Förderpreis für westfälische 
Landesforschung in diesem Jahr an Dr. Dietmar Simon aus 
Lüdenscheid (Märkischer Kreis). Das hat der LWL-Kulturausschuss 
am Mittwoch (14.02.) in Münster beschlossen.

"Dr. Dietmar Simon hat sowohl als Forscher wie auch als 
Initiator und Organisator in der historischen Bildung 
ausgezeichnete Arbeit geleistet. Durch seine Mittlerfunktion 
schafft er Möglichkeiten für den dringend erwünschten 
Gedankenaustausch zwischen Forschung und Praxis. Die Impulse, 
die von seiner Arbeit für die lokale und regionale historische 
Forschung ausgehen, tragen wesentlich zur Förderung der 
westfälischen Landesforschung bei", heißt es in der Begründung 
des Rates für westfälische Landeskunde.

Simon wurde 1964 in Rhaden (Kreis Minden-Lübbecke) geboren. Er 
studierte Deutsch, Geschichte und Latein an der Ruhr-Universität 
Bochum und an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. 
Nach dem Ersten Staatsexamen für das Lehramt promovierte an der 
Fernuniversität Hagen über die "Arbeiterbewegung in der Provinz. 
Soziale Konflikte und sozialistische Politik in Lüdenscheid im 
19. und 20. Jahrhundert". Heute ist er Lehrer am 
Bergstadt-Gymnasium in Lüdenscheid.

Als stellvertretender Vorsitzender des Geschichts- und 
Heimatvereins Lüdenscheid und Vorsitzender des Arbeitskreises 
Stadtgeschichte engagiert er sich in der historisch-politischen 
Bildung. So ist er zum Beispiel verantwortlich für die 
Vortragsreihen zur Stadt- und Regionalgeschichte.

Simon sei für den Förderpreis vorgeschlagen worden, weil er vor 
allem mit seinen Veröffentlichungen zur Geschichte der 
Arbeiterbewegung einen innovativen Beitrag zur Geschichte des 
Arbeitslebens und der Arbeiterbewegung geliefert habe. "Dabei 
hat er die lokale Arbeitergeschichte in den regionalen 
wirtschafts-, sozial- und kommunalhistorischen Rahmen 
eingebettet und auch die landes- und reichsweite Entwicklung der 
Politik, des Gewerkschaftswesens oder der Sozialgesetzgebung 
nicht vernachlässigt. Ausgehend von der Geschichte der 
Arbeiterbewegung hat er mit Arbeiten zum Pressewesen, 
Wahlverhalten, zur regionalen Verkehrspolitik und zur Revolution 
1948/49 weitere Akzente in der Regionalforschung gesetzt", so 
der Rat für westfälische Landeskunde.

Der Förderpreis, den der LWL jährlich vergibt, (früher 
Arbeitsstipendium genannt) ist für Personen gedacht, die nicht 
an einer Universität tätig sind und in ihrer Freizeit 
Landesforschung betreiben oder die ehrenamtliche Forschung 
besonders fördern. Es soll diejenigen unterstützen, die meist 
ohne den ideellen und finanziellen Rückhalt einer großen 
Universität wesentliche Arbeitsergebnisse erbringen.

Die Preisverleihung findet im Frühsommer im Geschichtsmuseum der 
Stadt Lüdenscheid statt.