[WestG] [KONF] 700 Jahre Vereinigung von Alt- und Neustadt Osnabrueck (1307-2007), 10.03.2007, Osnabrueck
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Feb 15 09:55:49 CET 2007
Von: "Karsten Igel" <karsten.igel at web.de>
Datum: 10.02.2007, 22:42
KOLLOQUIUM
Zwei Städte in einer Stadt. 700 Jahre Vereinigung von Alt- und
Neustadt Osnabrück (1307-2007). 2. Kolloquium zur
Osnabrücker Stadtgeschichte.
10. März 2007: Osnabrück - Rathaus
Jubiläen bieten den gern aufgegriffenen Anlass zu einer
historischen Selbstvergewisserung - nur selten stehen diese aber
noch in einem unmittelbaren Bezug zur Gegenwart. In diesem Sinne
bildet der 700. Jahrestag der Vereinigung von Alt- und Neustadt
Osnabrück durchaus einen Sonderfall, denn der einst trennende
und zugleich verbindende Bereich zwischen den beiden Teilstädten,
der mit der Anlage des Neumarktes im 19. Jahrhundert eine
eigene Gestalt erhielt, bildet seit Jahrzehnten die
umstrittenste städtebauliche Frage in Osnabrück.
Markierte vom Mittelalter bis in die napoleonische Zeit ein
Stadttor hier die Trennung beider Teilstädte, folgte auf den
Neumarkt des 19. Jahrhunderts in der Nachkriegszeit ein heute
stark frequentierter Verkehrsraum, der einerseits die Innenstadt
erschließt, sie aber wiederum in zwei Teile zerschneidet - so
kreist die noch immer ungelöste Diskussion um die Interpretation
des Neumarktes als eigentliches Zentrum der Stadt oder
Verbindungsraum zwischen zwei Bereichen mit jeweils eigenem
Zentrum. Innerhalb dieser Frage, aber auch in der Osnabrücker
Geschichtsschreibung ist zudem ein deutliches Gefälle in der
Wahrnehmung von Alt- und Neustadt zu konstatieren. Letztere
wurde bis in die jüngere Zeit als in Mittelalter und Früher
Neuzeit unbedeutendes, eher ländliches Anhängsel der Altstadt
betrachtet und blieb von der historischen wie archäologischen
Forschung lange vernachlässigt.
Ausgehend von dieser die lange Dauer betonenden Fragestellung
will der Arbeitskreis Stadtgeschichte Osnabrück mit seinem
zweiten Kolloquium das Verhältnis beider Teilstädte, die von
1307 bis 1808 im Inneren weiterhin selbständig blieben, aus
archäologischer, denkmalpflegerischer und historischer
Perspektive in den Blick nehmen. Dabei soll ausgehend von der
Betrachtung der rechtlichen, sozialen und baulichen Entwicklung
die Wahrnehmung der Stadt bzw. der beiden Teilstädte in das
Zentrum der Diskussion rücken.
Die Teilnahme am Kolloquium ist kostenlos.
Programm:
10.15
Begrüßung/Einführung Nicolas Rügge und Birgit Kehne
10.30
Grußwort des Oberbürgermeisters
Moderation Nicolas Rügge
10.45
Karsten Igel: Zwei Städte in einer Stadt - zum Verhältnis von
Alt- und Neustadt Osnabrück.
11.45
Pause
12.00
Bodo Zehm: Archäologische Forschungen zur Geschichte
der Osnabrücker Neustadt.
12.45
Hermann Queckenstedt: 65.700 Vater Unser für das
Seelenheil. Spätmittelalterliche und frühneuzeitliche
Armenstiftungen in der Osnabrücker Neustadt.
13.30
Pause
Moderation Karsten Igel
14.30
Eva Berger: Schnatgang zwischen Alt- und Neustadt
Osnabrück - Reflektionen über Grenzbereiche.
15.15
Rolf Spilker: Flüchtige Einblicke. Die Fotografien
Lichtenbergs von der Osnabrücker Neustadt.
16.00
Pause
16.15
Frank Henrichvark: Wächst zusammen, was zusammen
gehört? Die ewige Diskussion um den Neumarkt.
17.00
Schlussdiskussion
19.30
Abendvortrag
Bruno Switala: Die Stadtgestalt der Neustadt -
Wahrnehmung und Interpretation.
INFO
Veranstaltungsdaten:
Zwei Städte in einer Stadt. 700 Jahre Vereinigung von
Alt- und Neustadt Osnabrück (1307-2007).
2. Kolloquium zur Osnabrücker Stadtgeschichte.
Datum: 10. März 2007
Arbeitskreis Stadtgeschichte im Verein für Geschichte
und Landeskunde von Osnabrück
Schloßstr. 29
49074 Osnabrück
E-Mail: histver.osnabrueck at nla.niedersachsen.de
URL: http://www.verein-fuer-geschichte-und-landeskunde-von-osnabrueck.de