[WestG] [AUS] Dauerausstellung: Das "achte Metall", Hagen
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Fr Apr 13 09:16:59 CEST 2007
Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 12.04.2007, 14:43
AUSSTELLUNG
Das "achte Metall": Das LWL-Freilichtmuseum Hagen zeigt neue
Dauerausstellung im Zinkwalzwerk Hoesch
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) verfügt in seinem
Freilichtmuseum Hagen mit der Rekonstruktion des 1847 erbauten
Zinkwalzwerk Hoesch über eines der ältesten erhaltenen Walzwerke
Deutschlands mit originaler Inneneinrichtung. Dieses bedeutende
Denkmal der Technikgeschichte nimmt das LWL-Freilichtsmuseum zum
Anlass, in der neuen Dauerausstellung "Das achte Metall", die
LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch am Sonntag (15.04.) eröffnet,
die Entdeckungsgeschichte des Zinkes und die Geschichte des
Zinkwalzwerkes nachzuzeichnen.
Zink ist das achte von der Naturwissenschaft erforschte Metall.
Seit Jahrtausenden wird Galmei, das ist schwefelfreies Zinkerz,
zur Messingherstellung verwendet. Doch niemand ahnte, dass sich
im Galmei ein unbekanntes Metall verbarg. Die "Entdeckung" des
Zinks als Metall begann im späten Mittelalter; langsam nur
näherten sich Hüttenleute und Alchemisten dem unbekannten Stoff
an. Erst in der Mitte des 18. Jahrhunderts gelang der
wissenschaftlich exakte Nachweis. Bald darauf begann die
kommerzielle Nutzung des reinen Zinks, denn Zink rostet nicht.
Diese Eigenschaft prädestiniert es für viele Anwendungen im
Bauwesen, im Stahlbau, aber auch in Haushalt und Werkstätten.
Im Mittelpunkt der neuen Dauerausstellung im LWL-Freilichtmuseum
Hagen steht die Geschichte der Arbeit, der Technik und der
Produktion in einem Zinkwalzwerk. Größtes Exponat der
Ausstellung ist das historische Walzwerk selbst, das aus Kreuzau
im Rheinland stammt. Anhand vieler weiterer historischer Objekte,
wie zum Beispiel Wetterhähne, Orgelpfeifen oder neugotischem
Maßwerk aus Zink erzählt die Ausstellung von der Erforschung des
Zinks sowie seinen vielfältigen Anwendungen. Nicht zuletzt
stellt die Ausstellung Aspekte der Industrialisierung dar, auch
der Blick auf die Umweltgeschichte des Zinks fehlt nicht. In der
großen Walzhalle des Zinkwalzwerks ist ein Teil der Ausstellung
zu sehen, dazu kommen Stationen im Freigelände hinter dem
Zinkwalzwerk und ein als Lagerschuppen neu errichteter
Ausstellungsbau, in dem zahlreiche Zinkprodukte ausgestellt
sind.
Zur Eröffnung am 15. April finden zwischen 12 und 17 Uhr
Aktionen rund um das Thema Zink statt. Die jungen Besucher
lernen in einem Workshop der "Initiative Zink" und "Rheinzink"
das Material praktisch kennen. Unter anderem führt ein
Handwerker Spenglerarbeiten aus Zink vor. Dazu können die
Besucher die Verarbeitung von Messing, das ist eine Legierung
aus Zink und Kupfer, bei der Formstecherei verfolgen. Zur neuen
Dauerausstellung gibt es neu erarbeitete Führungen, durch die
das "achte Metall" lebendig und anschaulich gemacht wird. Und
mit etwas Glück ergattern die Sonntagsbesucher eine
Gedenkmedaille, die anlässlich der Eröffnung geprägt wird -
natürlich aus Zink.
INFO
LWL-Freilichtmuseum Hagen
Westfälisches Landesmuseum für Handwerk und Technik
Mäckingerbach
58091 Hagen
Tel.: 02331 7807-0 Auskunft / Vermittlung
Fax: 02331 7807-120
E-Mail: freilichtmuseum-hagen at lwl.org
Öffnungszeiten:
01. April 2007 bis 31. Oktober 2007
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen:
von 9 bis 18 Uhr, Einlass bis 17 Uhr
Häuserbesichtigung bis 17.30 Uhr
Zur Ausstellung erscheint ein bebilderter Katalog: "Zink * das
achte Metall", ISBN 3-89861-653-3, 96 Seiten, Hardcover,
fünffarbig, 19,80 Euro.