[WestG] [AUS] Sonderausstellung des Stadt- und Baedermuseums, 01.11.2006-01.04.2007, Bad Salzuflen
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Fre Okt 27 13:26:28 CEST 2006
Von: "Arnold Beuke" <A.Beuke at Bad-Salzuflen.de>
Datum: 24.10.2006, 13:24
AUSSTELLUNG
Neue Arzneischätze
Neue Sonderausstellung des Stadt- und Bädermuseums Bad Salzuflen
Vom 1. November 2006 * 1. April 2007 beschäftigt sich das Museum mit
der Geschichte der Krankenfürsorge vom Mittelalter bis ins 19.
Jahrhundert
und stellt neben einem allgemeinhistorischen Überblick mit Johann
Schröder
(1600-1664) und Rudolph Brandes (1795-1842) zwei bedeutende Salzufler
in der Pharmaziegeschichte vor.
Der Kampf gegen Krankheit und Seuchen beschäftigte die Menschen zu
allen Zeiten. Lange Zeit existierten die verschiedensten Heilberufe
neben-
einander: Von weisen Frauen, Kräuterkundigen und Quacksalbern bis zu
praktischen Wundärzten und studierten Medizinern. Nur langsam setze
sich bis ins 19. Jahrhundert eine wissenschaftliche Medizin durch.
Wegweisend wurde der Arzt-Apotheker Paracelsus (1493-1541), der die
chemischen Heilstoffe als gleichwertig neben die pflanzlichen
einreihte.
Apotheken als Orte der handwerklichen Medizinbereitung bestanden seit
dem Mittelalter. Nach 1600 breiteten sie sich auch langsam in den
Städten
und Orten Lippes aus. Zwei Salzufler spielen in der Geschichte der
Medizin
eine bedeutende Rolle und beförderten zu ihren Zeiten den Fortschritt
hin zu neuen "Arzneischätzen".
Johann Schröder, 1600 in Salzuflen geboren, war ein wichtiger Mediziner
in der Tradition des Paracelsus. Er wirkte als Militärarzt im
30jährigen Krieg,
wo er in Diensten des schwedischen Heeres stand. Später wurde er zum
angesehenen Stadtarzt in Frankfurt am Main, Leibarzt am Hessen-
Darmstädter Hof und verfasste das wichtigste Arzneibuch des 17. Jahr-
hunderts im deutschsprachigen Raum.
Rudolph Brandes (1795-1842) war bedeutender Apotheker und Natur-
wissenschaftler. Nach dem Studium der Pharmazie und Chemie kam er in
Kontakt mit führenden Naturwissenschaftlern seiner Zeit: Alexander von
Humboldt, Trommsdorff, Liebig, Berzelius, und Johann Wolfgang von
Goethe. Im biedermeierlichen Salzuflen führte er eine vorbildliche
Apotheke
und betätigte sich zugleich unermüdlich als wissenschaftlicher
Forscher. Er
begründete mit dem "Archiv der Pharmacie" eine bis heute bestehende
Fachzeitschrift und fungierte als Gründungsdirektor des
"Apothekerverein
im nördlichen Teutschland", des heutigen Deutschen Apothekervereins.
Die Ausstellung wird durch zahlreiche Leihgaben, unter anderem aus dem
Dt. Salzmuseum Lüneburg, dem Kulturhistorischen Museum Osnabrück,
der Lippsichen Landesbibliothek Detmold, dem Lippischen Landesmuseum
Detmold und den städtischen Museen in Bad Schwalbach, Minden, Lemgo
und Güterloh sowie von einigen namhaften Apotheken unterstützt.
INFO
Neue Sonderausstellung des Stadt- und Bädermuseums Bad Salzuflen
Stadt- und Bädermuseum
Lange Str. 41
32105 Bad Salzuflen
Fon: [0 52 22] 5 97 66
Fax: [0 52 22] 96 06 07
Mail: museum at bad-salzuflen.de