[WestG] [KONF] Vier Jahrzehnte vergleichende Landes- und Stadtgeschichte, 19./20.10.2006, Muenster
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Fre Okt 13 13:02:48 CEST 2006
Von: "Pressestelle der Uni Münster" <pressestelle at uni-muenster.de>
Datum: 13.10.2006, 09:03
TAGUNG
Bilanz und Perspektiven
Vier Jahrzehnte vergleichende Landes- und Stadtgeschichte
Am 19. und 20. Oktober veranstaltet das Institut für vergleichende
Städtegeschichte zusammen mit der Abteilung für Westfälische
Landesgeschichte im Historischen Seminar der WWU Münster die Tagung
"Vier Jahrzehnte vergleichende Landes- und Stadtgeschichte. Bilanz und
Perspektiven" zu Ehren von Dr. Wilfried Ehbrecht. Der Wissenschaftler,
der seit fast vierzig Jahren am Historischen Seminar der Universität
Münster lehrt und forscht, hat Ende August sein 65. Lebensjahr
vollendet.Die Vorträge der Tagung spannen einen weiten Bogen über
die wissenschaftlichen Forschungsfelder des Jubilars.
Nach zwei einführenden Beiträgen von Prof. Dr. Peter Johanek und
Prof. Dr. Werner Freitag zur aktuellen Lage und Entwicklung der
Stadtgeschichte und der Landesgeschichte widmen sich zwei Vorträge
der friesischen Stadt- und Landesgeschichte. Dr. Wilfried Ehbrecht
selbst geht in seinem Festbeitrag der Frage nach, ob das friesische
Mittelalter "Städte" kannte. Prof. Dr. Heinrich Schmid (Oldenburg)
vergleicht die friesische Entwicklung mit zeitgleichen Entwicklungen in
Westfalen. Die nächste Sektion der Tagung widmet sich einem weiteren
zentralen Forschungsinteresse des Jubilars und zwar der
mittelalterlichen und neuzeitlichen Stadtgemeinde, ihren
Konfliktmustern und ihren Identifikationsfaktoren.
Prof. Dr. Knut Schulz (Berlin) bietet einen Überblick über den Prozess
der Kommunalisierung und Urbanisierung um 1250, und Dr. Ulrich Meier
(Bielefeld) erläutert am Beispiel der italienischen Stadtkommune
Florenz die identitäts- und gemeinschaftsstiftende Funktion von
Stadtpatronen. Am Schluss der Tagung steht ein Ausblick auf die
europäische Stadtgeschichte: Prof. Dr. Heinz Schilling (Berlin)
vergleicht die deutsche und die europäische Stadtentwicklung vor dem
Hintergrund der konfessionellen und politischen Umbrüche des 16.
Jahrhunderts. Prof. Dr. Franz Irsigler (Trier) behandelt
abschließend die Dorfbefreiungen des hohen Mittelalters in
Frankreich und Deutschland.
Dr. Ehbrecht gehört seit 1967 zum Lehrkörper der Abteilung für
Westfälische Landesgeschichte im Historischen Seminar der WWU
Münster. Seine Lehrveranstaltungen -Seminare wie Exkursionen -
haben ganze Generationen von Studierenden in die Westfälische
Landesgeschichte wie in die Welt des Mittelalters eingeführt und
sie zu weiterer Arbeit auf diesem Gebiet begeistert. Den Aufbau
des Instituts für vergleichende Städtegeschichte durch Prof. Dr.
Heinz Stoob hat er maßgeblich mitgetragen und mitgestaltet.
Von 1979 bis 1984 hat er es zudem als Direktor geleitet und
arbeitet bis heute an seinem Forschungsprogramm mit.
Seinen Forschungen zur Stadtgeschichte kommt eine weit über
Westfalen hinausreichende Wirkung zu. Das belegt auch die große
Zahl der Wissenschaftler, die sich zu dieser Tagung in Münster
zusammenfinden werden. Am Donnerstag, 19. Oktober 2006, findet
um 19.30 Uhr im Westfälischen Landesmuseum für Kunst und
Kulturgeschichte am münsterschen Domplatz ein Empfang zu Ehren
von Dr. Wilfried Ehbrecht statt.
INFO
Das vollständige Tagungsprogramm ist einzusehen unter:
http://www.uni-muenster.de/Staedtegeschichte.
Weitere Auskünfte erteilt
Dr. Angelika Lampen
Institut für vergleichende Städtegeschichte
Königsstraße 46
48143 Münster
Telefon 0251/8327527
E-Mail: istg at uni-muenster.de