[WestG] [AKT] Muenster schafft Veranstaltungsreihe zum Westfaelischen Frieden
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Mit Okt 4 11:49:08 CEST 2006
Von: "Presse Info" <info at presse-service.de>
Datum: 28.09.2006, 13:02
AKTUELL
Münster schafft Veranstaltungsreihe zum Westfälischen Frieden
Friedensstadt präsentiert sich jährlich im Oktober mit Projektwoche
Thema 2006: "Helfen, Frieden sichern, Krisen bewältigen"
Mit einer ambitionierten Veranstaltungsreihe gibt Münster dem
Gedenken an den Westfälischen Frieden ein neues Gesicht.
"Westfälischer Frieden - gestern.heute.morgen" heißt der
Leitfaden des Langzeitprojekts, mit dem die Stadt ihre historisch
begründete Verantwortung für ein friedliches Zusammenleben
der Menschen, für humanitäre Hilfe und Konfliktlösungen deutlich
macht.
Das Konzept steht für eine offene Programmatik: Nicht nur das
historische Ereignis des Westfälischen Friedens gerät ins Blickfeld.
Vielmehr interpretiert die Stadt Münster ihre herausragende
Bedeutung als Ort der Verhandlungen zum Westfälischen Frieden
als bleibenden Auftrag für humanitäres und friedenssicherndes
Handeln in Gegenwart und Zukunft.
Gemeinsam mit vielen Partnern veranstaltet sie künftig jährlich
um den 24. Oktober, dem Jahrestag des Friedensschlusses,
eine Projektwoche mit wechselnden Schwerpunkten. Den Auftakt
macht in diesem Jahr vom 18. bis 27. Oktober die Thematik
"Helfen, Frieden sichern, Krisen bewältigen". Im Fokus steht die
bei der Fachhochschule Münster bestehende Plattform
"Kompetenzzentrum Netzwerk Humanitäre Hilfe".
Dieses Netzwerk mit zahlreichen Partnern erarbeitet Lösungen
für akute Probleme in Krisenregionen in der ganzen Welt. Ihm
gehören unter anderem an: verschiedene Fachbereiche der
Westfälischen Wilhelms-Universität, das 1. Deutsch-
Niederländische Korps, das Luftwaffentransportkommando
und das Deutsche Rote Kreuz - alles Akteure, die gemeinsam
die Projektwoche vorbereitet haben. Auf dem Programm
stehen neben anderem ein Symposium zum Völkerrecht, ein
politisches Planspiel für Schüler und eine Lesung des
Friedenspreisträgers des Deutschen Buchhandels György
Konrád.
Im Mittelpunkt der Projektwoche steht eine Ausstellung ab
22. Oktober in der Bürgerhalle des Rathauses. Sie dokumentiert
die Arbeit von Einrichtungen in Münster, die sehr konkret für
Frieden, humanitäre Hilfe und Konfliktlösungen tätig sind.
Eröffnet wird sie mit einer Veranstaltung im Rathaus. Dort
sprechen Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann, der
Historiker Prof. Dr. Franz-Josef Jakobi, Prof. Dr. Joachim
Gardemann als Koordinator des Netzwerkes Humanitäre
Hilfe sowie Regierungspräsident und DRK-Landes-
vorsitzender Dr. Jörg Twenhöven.
Am 22. Oktober ist im Friedenssaal von 11 bis 16 Uhr auch ein
ganz besonderes historisches Dokument zu sehen: das Original
des Vertrages zum Westfälischen Frieden, der sich in Privatbesitz
befindet.
Im Vorfeld der Ausstellung befassen sich auf Einladung der
Schulpsychologischen Beratungsstelle der Stadt 50 Schüler
und Streitschlichter an Schulen bei einem dreitägigen
politischen Planspiel mit Strategien zur Konfliktlösung. Mit
dabei: Experten für Krisenintervention und Friedenssicherung
vom 1. Deutsch-Niederländischen Korps. Die Frage "Wie
geht Frieden?" ist auch Thema einer Podiumsdiskussion am
Freitag, 20. Oktober.
Am Samstag, 21. Oktober, verleiht die Wirtschaftliche
Gesellschaft für Westfalen und Lippe den mit 50 000 Euro
ausgestatteten Preis des Westfälischen Friedens. Diesmal
geht er an den ehemaligen französischen Staatpräsidenten
Valéry Giscard d´Estaing sowie an die Jugendlichen, die in
den von Bodelschwinghschen Anstalten Bethel mit hohem
Engagement ein Soziales Jahr ableisten. Mit einer Live-
Übertragung ist auch dieser Festakt in die Projektwoche
eingebunden. Münster-Marketing überträgt die Veranstaltung
aus dem Rathaus auf Bildschirme auf drei zentralen Plätzen
der Innenstadt.
INFO
Programm der Veranstaltungsreihe zum Download als pdf:
www.muenster.de/stadt/presse