[WestG] [AKT] 2. Knappentag auf Zeche Nachtigall, Witten-Bommern, 25.06.2006

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Mit Jun 21 14:28:06 CEST 2006


Von: "Christiane Spänhoff" <christiane.spaenhoff at lwl.org>
Datum: 21.06.2006, 09:54


AKTUELL

2. Knappentag auf Zeche Nachtigall
Neue Ausstellung "Unternehmen Kleinzeche" eröffnet

Glückauf, Glückauf, die Knappen kommen! Am Sonntag, 25. Juni, findet 
ab 10 Uhr im Westfälischen Industriemuseum der "2. Knappentag auf 
Zeche Nachtigall" statt. Der Südwestfälische Knappenring veranstaltet 
das Fest gemeinsam mit dem Industriemuseum des Landschafts-
verbandes Westfalen-Lippe (LWL). Das Museum eröffnet zu diesem 
Anlass seine neue Ausstellungseinheit "Unternehmen Kleinzeche" im 
Betriebsgebäude an der Kleinzeche "Ingeborg".

Erwartet werden ca. 300 Knappen im "Bergkittel", der schmucken 
Knappentracht. Sie gehören rund 20 Knappenvereinen der Region an 
und sind im südwestfälischen Knappenring oder im Bund Deutscher 
Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine organisiert. Zur Begrüßung 
sprechen neben dem stellvertretenden Direktor des Westfälischen 
Industriemuseums, Dr. Thomas Parent, Landesvorsitzender Uwe 
Enstipp, Landesbergdirektor Werner Grigo, Landrat Dr. Armin Brux 
und Bürgermeisterin Sonja Leidemann. Die Festansprache zum Thema 
"Feiern wie die Knappen" hält gegen 12 Uhr Dr. Olaf Schmidt-Rutsch 
vom Westfälischen Industriemuseum. Das musikalische Programm 
gestalten das Werksorchester der DSK, der Männerchor Lyra und 
der Posaunenchor der ev. Kirchengemeinde Bommern.

Die Knappenvereine des Ruhrgebiets blicken auf eine Tradition zurück,
die aus den jahrhundertealten Bergbaurevieren in den Alpen, im Erz-
gebirge und im Harz herrührt. Dort waren sie einerseits Träger
bergmännischer Unterstützungskassen, andererseits Ausdruck der 
hervorgehobenen Stellung der Bergleute, die ihren jeweiligen Landes-
herren einen Großteil des Staatssäckels füllten. Im Kohlerevier an der

Ruhr, das wirtschaftlich zunächst weniger bedeutend war, entstanden
sie erst vor etwa 150 Jahren. Auch hier zeigt sich im Auftritt der 
Knappen in ihren Trachten noch etwas von dem ausgeprägten Standes-
bewusstseins der Bergleute. Sie bewahren als "wandelndes Gedächtnis" 
viele Erinnerungen der Region, aus der Traditionspflege des Reviers 
sind sie schwerlich wegzudenken. 

Das Programm des Festtages bietet auch "bergfremden" Besuchern 
und Familien zahlreiche Attraktionen. Im Besucherbergwerk gibt es 
ührungen in rascher Folge. Abwechselnd werden die große Dampf-
fördermaschine und die Pressluftmaschinen der Kleinzeche Ingeborg 
vorgeführt. Kunstschmied Milenko Bednasch formt auf dem Amboss 
Nägel und Blätter aus glühendem Eisen. Unterm Ringofendach 
präsentieren sich auch Wittener Heimatvereine und Verkaufsstände 
mit Bergbau-Antiquitäten und Mineralien. Speziell für Familien mit 
Kindern bietet das Museum vor dem Eingang des Besucherbergwerks 
wieder die beliebte "Knappenprüfung" an. Auf der Hindernisstrecke 
und im Kriechtunnel können Kinder ihre Geschicklichkeit beim Kohlen-
transport erproben, am Basteltisch im Zelt basteln sie sich einen 
typischen Schachthut. Auf dem Wasserspielplatz am Ruhrnachen
locken die neue Rutsche und der Piratenmast. 
 
Die Züge der Muttenthalbahn fahren in rascher Folge vom Parkplatz 
über das Gruben- und Feldbahnmuseum auf Zeche Theresia zur 
Zeche Nachtigall. Wie angekündigt, kommt auch  Dampflok "Philipp S." 
auf der Strecke zum Einsatz und dampft, raucht und pfeift mit der 
Ruhrtalbahn um die Wette.

Für das leibliche Wohl der Besucher sorgen die Freiwillige Feuerwehr
Durchholz und der Förderverein Westfälisches Industriemuseum Zeche
Nachtigall e.V. 

Der Knappentag wird finanziell unterstützt von der RAG in Essen, der 
Sparkasse Witten, den Stadtwerken Witten, Fa. J.D.Neuhaus in 
Heven, der Schwelmer Brauerei und dem Stahlhandel Oberste-Beulmann
in Remscheid.

Der Eintritt ins Museum und ins Besucherbergwerk ist an diesem Tag
frei. 
Knappen im Bergkittel haben freie Fahrt auf den Zügen der
Muttenthalbahn.


INFO

Pressetermin:
Am Donnerstag, 22.6., um 10.30 Uhr laden wir Sie zur Vorstellung der 
neuen Ausstellung "Unternehmen Kleinzeche" ein. Museumsleiter Michael
Peters und die Fachhistoriker des Industriemuseums stehen Ihnen an 
diesem Vormittag auf der Zeche Nachtigall in Witten, Nachtigallstraße
35, 
für Gespräche zur Verfügung und erläutern Konzept und Entstehung der 
Ausstellung. 

Pressekontakt: 
Michael Peters, Museumsleiter Zeche Nachtigall, Tel. 02302 93664-0
Christiane Spänhoff, Westf. Industriemuseum (Zentrale), Tel. 0231
6961-127 


Westfälisches Industriemuseum
Zeche Nachtigall
Nachtigallstraße 35
58452 Witten-Bommern
Telefon: 02302 93664-0
Telefax: 02302 93664-22
E-Mail: Zeche-Nachtigall at lwl.org