[WestG] [Q] Antworten auf die Anfrage: Franzoesische Fluechtlinge / Friedhoefe - 2

Marcus Weidner Marcus.Weidner at lwl.org
Mon Feb 20 09:16:57 CET 2006


Von: "Marcus Weidner" <marcus.weidner at lwl.org>
Datum: 20.02.2006, 09:10


Q

Antworten auf die Anfrage von W. Hamschmidt: Französische Flüchtlinge / Friedhöfe - 2
https://www.lwl.org/pipermail/westfaelische-geschichte/2006-February/001537.html 


5.
Von: "Norbert Damberg" <norbert.damberg at coesfeld.de>
Datum: 16.02.2006, 09:03

Zentral für die münsterländische Überlieferung ist wohl die Autobiographie des Abbé Baston. Er suchte als Flüchtling vor der französischen Revolution Coesfeld als seinen Standort auf und blieb dort von 1794 - 1803. Baston verstarb 1825 in Nordfrankreich 84-jährig. Er beschrieb das Leben und die Lebensumstände im Münsterland im Vergleich zu der ihm bekannten Region um Arras und Rouen in Nordfrankreich. Die dreibändige Edition seiner hs. Memoiren wurde ab 1897 in Paris v. J. Loth und Ch. Verger publiziert (für das Münsterland Band II und Anhang Bd. III). Ein Teil wurde v. H. Weber in den Beiträgen zur Landes- und Volkskunde des Kreises Coesfeld (v.a. Heft 3 [1961] und Heft 18 [1980]) veröffentlicht. (Zu weiterer Literatur siehe Norbert Kersken, Annotierte Bibliographie zur Geschichte der Stadt Coesfeld, Coesfeld 1999.) Es ist meines Erachtens jedoch notwendig auf die französische Edition zurück zu greifen, da dort sprachliche und inhaltliche Nuancen besser zu fassen sind. Und auch hier habe ich manchmal den Eindruck, dass sie manches Münsterländische wegen der für Frankreich nicht offensichtlichen Notwendigkeit aus redaktionellen Gründen haben fallen lassen. Der Versuch, die Originalhandschrift mit der Edition abzugleichen, ist geplant, wird aber noch einige Zeit dauern.
Mit freundlichen Grüßen    

Norbert Damberg, M.A.
Stadtarchiv Coesfeld
48653 Coesfeld
Walkenbrückenstrasse 25
Tel. 02541/880014
Fax 02541/880020
e-mail: norbert.damberg at coesfeld.de 



6.
Von: "Ulrich Töns" <ulrichtoens at t-online.de>
Datum: 17.02.2006, 07:15

Zu beiden Fragen gibt es in der Albachten-Chronik "Albachten 1142 - 1992"
Auskünfte.

Französische Geistliche: 11 (namentlich genannt S. 222); nach  Peter
Veddeler, Französische Emogranten in Westfalen, Münster 1989

Anlage des neuen Friedhofs: S. 270:
1848: Aufforderung des Landrats, den Friedhof von der Kirche weg zu
verlegen; unhaltbare Zustände: In Nachbarschaft des Schulhauses Knochen.
Pfarre will Kirchneubauerlaubnis und neuen Friedhof koppeln.
Auf starken Druck der Behörden (noch vor Kirchneubau) 1886 Kauf eines
Geländes; Einweihung des neuen Friedhos 15. August 1877.